Samstag, April 4, 2026

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Vertrag unterzeichnet: Geopark Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen und Geopark Ciletuh besiegeln internationale Partnerschaft

Der Geopark Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen hat einen bedeutenden Schritt in Richtung internationaler Zusammenarbeit gemacht: Mit der offiziellen Vertragsunterzeichnung im April 2025 wurde die Partnerschaft mit dem indonesischen UNESCO Global Geopark Ciletuh-Palabuhanratu im Bezirk Sukabumi formal bestätigt.

Die Zeremonie fand im Informationszentrum des Geoparks Ciletuh statt. Im feierlichen Rahmen unterzeichnete Herr Ade Suryaman, neuer Leiter des Geoparks und zugleich Bezirksekretär des Bezirks Sukabumi, das Partnerschaftsdokument. Begleitet wurde die Unterzeichnung von mehreren hochrangigen Regierungsvertretern und würdigenden Ansprachen, die die Bedeutung dieser internationalen Kooperation unterstrichen.

Bereits im Herbst 2024 war der Grundstein für die Partnerschaft gelegt worden, als Herr Dr. Sartiono und seine Frau dem damaligen Geopark-Leiter Herrn Yudi ein Roll-Up-Banner überreichten, das den deutschen Geopark auf Indonesisch vorstellt. Dieses Banner fand einen sichtbaren Platz im Eingangsbereich des Informationszentrums des Geoparks Ciletuh und symbolisiert seither die wachsende Verbindung zwischen beiden Regionen.

Die Partnerschaft verfolgt das Ziel, langfristig Bildungs- und Informationsprojekte, Forschungskooperationen sowie kulturellen Austausch zu fördern. Der gegenseitige Austausch von Informationsmaterialien – wie dem erwähnten Roll-Up-Banner – ist dabei ein erster, sichtbarer Schritt, um einander auch in der Öffentlichkeit stärker wahrzunehmen.

Mit dieser neuen Verbindung wird der Geopark Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen nicht nur vor Ort in Indonesien sichtbar, sondern leistet zugleich einen Beitrag zur Stärkung der globalen Zusammenarbeit im Sinne der UNESCO-Ziele für nachhaltige Entwicklung und interkulturelles Lernen.

There is nothing to show here!
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Haltung, Ideen und Mut, manchmal anzuecken

Neuer Vorstand des SPD-Gemeindeverbands Cremlingen gewählt – Julia Perkowski übernimmt den Vorsitz

Führungswechsel bei der SPD Cremlingen: Nach über zehn Jahren an der Spitze übergibt Matthias Franz den Vorsitz des SPD-Gemeindeverbands an Julia Perkowski. Die Redakteurin und Referentin für Kommunikation steht nun an der Spitze eines neu formierten Teams. Mit klarem Kurs, neuen Ideen und Lust auf Veränderung wollen die Cremlinger Sozialdemokraten die Zukunft der Gemeinde gestalten.

Zum Vorstand gehören außerdem Malte Scheffler und Benjamin Vocke als stellvertretende Vorsitzende, Jutta Rosenkranz (Kassiererin), Reinhold Briel (Schriftführer) sowie Matthias Franz, Wilfried Ottersberg und Andreas Hettwer als Beisitzer.

„Wer Veränderung will, braucht Haltung, Ideen und manchmal auch Mut, Politik zu machen, die aneckt“ sagt Julia Perkowski.

Das neue Vorstandsteam setzt auf thematisch fokussierte Arbeitskreise unter anderem zu den Themen Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Ehrenamt. Ziel ist eine handlungsfähige, zukunftsorientierte Struktur, die die SPD Cremlingen stark für die Kommunalpolitik und die Wahlen 2026 aufstellt.

Ein besonderer Dank gilt Susanne Ehlers, Thomas Klusmann und Matthias Thiede, die sich über viele Jahre mit großem ehrenamtlichen Engagement im Vorstand eingebracht haben.

Bildunterschrift: Der neue Vorstand des SPD-Gemeindeverbands Cremlingen: Vorne: Julia Perkowski, dahinter: Andreas Hettwer, Jutta Rosenkranz, Matthias Franz, dahinter: Malte Scheffler, Wilfried Ottersberg, Benjamin Vocke, Reinhold Briel

Workshop in Hedeper: Finanzverwaltung im Verein – verständlich und praxisnah erklärt

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Hedeper. Wie führt man eine Vereinskasse korrekt? Welche steuerlichen Vorgaben gelten für gemeinnützige Organisationen? Welche Haftungsfragen betreffen Vorstände und Kassenwarte? Diese und viele weitere Fragen rund um die Vereinsfinanzen stehen im Mittelpunkt eines Workshops, zu dem die AWO-Freiwilligenagentur Elm-Asse am Mittwoch, 25. Juni 2025, von 17:00 bis 20:00 Uhr ins Schützenhaus Hedeper (Lange Str. 1, 38322 Hedeper) einlädt.

Unter dem Titel „Finanzverwaltung für Vereine: präzise Abrechnungen, Steuern, transparente Buchführung und mehr“ richtet sich die Veranstaltung an Ehrenamtliche, Vorstandsmitglieder und insbesondere Kassenführer aus Vereinen der Region.

Referent Ralf Borntrink, Experte für Vereinsrecht und Finanzverwaltung, gibt praxisnahe Einblicke in steuerliche Grundlagen, Buchführungspflichten, Haftungsfragen sowie typische Fallstricke in der Vereinsfinanzierung. Auch individuelle Fragen aus der Vereinsarbeit finden Raum zur Diskussion. Ralf Borntrink ist Diplom-Kaufmann (FH), zertifizierter Stiftungsmanager (DSA) und DOSB-Ausbilder. Seine fundierten Fachkenntnisse und Praxiserfahrungen als Dozent und in Vorstandsämtern gemeinnütziger Organisationen bringt er engagiert und praxisorientiert ein.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Um Anmeldung wird bis zum 20. Juni 2025 gebeten – per E-Mail an info@engagiert-elmasse.de oder telefonisch unter 05336 / 9489500.

CDU/FDP-Gruppe schlägt Kompromiss bei Kita-Gebühren vor

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Anpassung statt Rücknahme: CDU/FDP-Gruppe schlägt Kompromiss bei Kita-Gebühren vor

Die Diskussion um die Anpassung der Kita-Gebühren in der Gemeinde Sickte geht in eine neue Runde: Nachdem der Rat im vergangenen Jahr eine Gebührenerhöhung um 10 Prozent beschlossen hatte, zeigt sich nun: Der finanzielle Mehraufwand überforderte einzelne Familien, so dass einige Abmeldungen von den Kitas erfolgten und die erhofften Mehreinnahmen ausblieben.

Katja Bode (CDU), Mitglied im Sozialausschuss des Gemeinderates, betonte dazu in einer Stellungnahme, dass konsolidierte Gemeindefinanzen notwendig seien. „Umso bedauerlicher ist es, dass sich die Gebührenerhöhung nicht nur sozial, sondern auch fiskalisch negativ ausgewirkt hat. Das war nicht unser Ziel“.

Die CDU/FDP-Gruppe im Sickter Gemeinderat lehnt jedoch den Vorschlag von Bündnis90/Die Grünen ab, die Gebührenerhöhung vollständig zurückzunehmen. Denn dies würde den notwendigen Inflationsausgleich der letzten Jahre vernachlässigen und die finanzielle Stabilität der Gemeinde gefährden. Die CDU//FDP-Gruppe schlägt daher als Kompromiss vor, die Gebührenerhöhung um vier Prozentpunkte zu reduzieren, so dass sowohl der Inflationsausgleich der Jahre 2023 und 2024 berücksichtigt wird als auch die Eltern finanziell weniger belastet werden.

In diesem Zusammenhang betonte Max Weitermeier (FDP), dass die Gemeinde Sickte entgegen pauschaler Kritik kinderfreundlich sei. „Wir unterhalten bei rund 6100 Einwohnern vier Kindertagesstätten, zahlreiche Spielplätze und eine Grundschule vor Ort. Auch unsere Jugendarbeit wird durch den geplanten Jugendplatz unterstützt“. In dem Kontext kritisierte Weitemeier die unzureichende Finanzausstattung seitens des Bundes und des Landes.

Die CDU/FDP-Gruppe hofft mit ihrem Kompromissvorschlag einen Weg gefunden zu haben, der sowohl die finanziellen Belange der Eltern als auch die der Gemeinde berücksichtigt.

Max Weitemeier

Foto (privat) v. l.: Barbara Weitmeier (FDP), Katja Bode, Stefan Fenner, Melanie Klupp, Ingo Geisler, Bode Wutschel (alle CDU), Max Weitemeier (FDP), Dr. Manfred Bormann, Jens Neddermeyer (CDU)

Marktgespräch auf dem Braunschweiger Bauernmarkt

Wir wollen über Landwirtschaft informieren und mit den Verbrauchern ins Gespräch kommen“ begrüßte Meike Schreiber, NLV-Bezirksvertreterin für Braunschweig, alle Anwesenden des Marktes. Gemeinsam mit dem Niedersächsischem Landvolk, der ev.-luth. Landeskirche in Braunschweig hat der Niedersächsische Landfrauenverband zu einem Marktgespräch auf dem Kohlmarkt in Braunschweig eingeladen. Die Veranstaltungsreihe mit dem Motto „Vom Acker auf den Teller! Spannungsfeld Lebensmittel“ hat in Hildesheim begonnen und wird in ganz Niedersachsen fortgesetzt.

In ihrer Einführung erwähnte Meike Schreiber, dass die Landwirtschaft einem ständigen Wandel unterliegt. Gab es 1950 noch ca. 1,65 Mio. landwirtschaftliche Betriebe, so sind es heute nur noch 255.000 Betriebe in Deutschland. Ein Landwirt ernährte damals 10 Menschen, heute sind es 139 Menschen. Immer weniger Menschen haben einen direkten oder indirekten Bezug zur hiesigen Landwirtschaft. So gibt es viele Missverständnisse rund um die Themen Landwirtschaft, Lebensmittelanbau, -qualität und -kosten.

Unter der Moderation von Berit Hartig, LWK Niedersachsen, standen die vier Diskussionsteilnehmer Linda Wolter, Stefan Schreiber, Landvolkvertreter Karl-Friedrich Wolff von der Sahl (alle 3 Landwirte) und der Propst Lars Dedekind Rede und Antwort.

In den Gesprächen erläuterten die vier Teilnehmer ihre Sichtweise auf die Landwirtschaft. Es wurde über den Pflanzenanbau, die Tierhaltung und die Vermarktung der landwirtschaftlichen Produkte an die nahegelegene Mühle, Zuckerfabrik und Biogasanlage, sowie im Hofladen und auf Wochenmärkten gesprochen. Die Abhängigkeit von der Natur und dem Wetter kam ebenfalls zur Sprache. Bei zu starkem Wind kann man keinen Dünger und Pflanzenschutz ausbringen, ebenfalls an feuchten Tagen kein Getreide ernten. In trockenen Jahren wird dann auch einmal weniger geerntet. Aber auch die politischen Einflüsse wirken sich schnell auf den Betriebserfolg aus. Eine Investition, die auf 20 Jahre berechnet wurde, kann durch kurzfristige GAP-Reformen der EU schnell unrentabel werden.

Für die Zukunft wünschten sich die Diskussionsteilnehmer eine bessere Wertschätzung ihrer Lebensmittel, damit auch angemessene Preise erzielt werden sowie ein politisches und gesellschaftliches Umfeld, damit sie auch weiterhin qualitativ hochwertige Lebensmittel produzieren können. Abschließend kam der Wunsch auf, für weniger überflüssige Bürokratie, für eine verlässliche und langjährige Agrarpolitik und damit die Möglichkeit, den landwirtschaftlichen Betrieb an die nachfolgende Generation übergeben zu können.

Viele Marktbesucher blieben stehen und zeigten sich an der Veranstaltung interessiert. Diese Diskussionsrunde zieht indes weiter durch Niedersachsen. Das nächste Marktgespräch findet in Celle statt, dann in weiteren Orten. Damit noch mehr Landwirte mit Verbrauchern ins Gespräch kommen – für ein besseres gegenseitiges Verständnis.

Vorne von links: Karl-Friedrich Wolff von der Sahl, Linda Wolter, Meike Schreiber, Lars Dedekind. Hinten von links: Berit Hartig, Stefan Schreiber

Rotary Clubs aus Wolfenbüttel und Bridgwater feiern 43-jährige Freundschaft

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Wolfenbüttel. Seit 1982 verbindet den Rotary Club Wolfenbüttel und den Rotary Club Bridgwater (Großbritannien) eine lebendige und von gegenseitigem Respekt geprägte Freundschaft. Im Rahmen des diesjährigen Besuchs der britischen Rotarier fand am Wochenende ein festliches Farewell Dinner in Wolfenbüttel statt.

In seiner Abschiedsrede würdigte Clubpräsident Jürgen Loos die langjährige Partnerschaft beider Clubs als leuchtendes Beispiel für internationale Verständigung. „Was unsere Clubs seit über vier Jahrzehnten verbindet, ist mehr als rotarischer Austausch – es ist echte Freundschaft über Ländergrenzen hinweg“, so Loos.

Die Gäste aus England verbrachten mehrere Tage in Wolfenbüttel, besuchten kulturelle Sehenswürdigkeiten und tauschten sich mit ihren Gastgebern über gesellschaftliche, politische und persönliche Themen aus. Das direkte Kennenlernen von Land und Leuten, gelebte Gastfreundschaft sowie der persönliche Dialog stehen im Mittelpunkt der Begegnungen, die jährlich abwechselnd in Deutschland und England stattfinden.

Besonderer Dank galt dem Organisationsteam rund um Jochen, Christoph und Matthias für das gelungene Programm. Auch die Zukunft wurde in den Blick genommen: 2033 feiert der RC Wolfenbüttel sein 70-jähriges Bestehen, 2034 der RC Bridgwater sein 100-jähriges Jubiläum – zwei Anlässe, die weiter beflügeln sollen, die enge Partnerschaft lebendig zu halten.

„Rotary lebt von persönlichen Begegnungen und der Bereitschaft, über den eigenen Horizont hinauszuschauen“, sagte Loos abschließend. „Unsere Clubs zeigen, wie Freundschaft Brücken baut – auch in herausfordernden Zeiten.“

In Juni werden die Bauarbeiten der Schapener Straße in Weddel abgeschlossen

Weddel,31.05.2025

Nur noch gut zwei Wochen!

Anfang Juni wird dann der Bereich der Hauptstraße vor dem Wanneweg asphaltiert. Anschließend werden noch Restarbeiten ausgeführt. Ab dem 20.Juni werden die umfangreichen Bauarbeiten an der Trinkwasserleitung und der Fahrbahn der Schapener Straße in Weddel vollständig abgeschlossen sein.

B 4 (Bad Harzburg): Fahrbahnsanierung zwischen Marienteichbaude und Radauwasserfall beginnt

Halbseitige Sperrung wird ab 2. Juni 2025 eingerichtet
Die Fahrbahnsanierung der Bundesstraße 4 zwischen Torfhaus (ab Marienteichbaude) und Bad Harzburg (bis Radauwasserfall) beginnt ab Montag, 2. Juni 2025. Zunächst wird am 2. und 3 Juni die Baustelle eingerichtet und die Verkehrssicherung in Betrieb genommen. Voraussichtlich am 5. Juni startet die Sanierungsmaßnahme mit dem ersten Streckenabschnitt in Fahrtrichtung Bad Harzburg. Bis Oktober soll die etwa zwei Kilometer lange vierspurige Strecke auf ganzer Breite fertig saniert sein.
Aufgrund der großzügigen Fahrbahnbreiten können die Arbeiten unter halbseitiger Sperrung stattfinden, ohne, dass der Arbeitsschutz gefährdet ist. Gearbeitet wird in drei Bauphasen, in denen jeweils ein Streckenabschnitt komplett saniert wird, bevor der andere beginnt. Für den Verkehr bleibt in jeder Bauphase pro Fahrtrichtung jeweils eine etwa drei Meter breite Fahrspur befahrbar. Eine Umleitung wird nicht ausgeschildert.
Der Verkehr wird für die gesamte Bauzeit halbseitig in beide Fahrtrichtungen an der Baustelle vorbeigeführt. Mit zeitlichen Beeinträchtigungen durch die Verengung der Fahrbahn ist zu rechnen. Die Kosten der Maßnahme betragen rund 2,1 Millionen Euro und werden vom Bund getragen.
Der Geschäftsbereich Goslar der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr bittet alle Verkehrsteilnehmer um erhöhte Aufmerksamkeit und gegenseitige Rücksichtnahme.

Stadtradeln 2025: Über 462.650 Kilometer geradelt

Bis zum Mond hat es gereicht: Der Erdtrabant ist 384.400 Kilometer von der Erde entfernt. Die 2.406 Teilnehmenden der diesjährigen lokalen Stadtradeln-Kampagne haben im Aktionszeitraum vom 4. Bis 24. Mai 462.650 Kilometer mit dem Fahrrad zurückgelegt. Die 224 Teams der Teilnehmenden machten über 42.500 einzelne Fahrten und sparten 76 Tonnen des klimaschädlichen Gases CO2. Bis zum 31. Mai können geradelte Kilometer noch nachgetragen werden. Neben Freude, Fitness und sportlichem Ehrgeiz steht der Klimaschutz durch umweltfreundliche Mobilität im Fokus der Kampagne. Die Siegerehrung der Teams und der besten Einzelleistungen ist am 2. Juli in Baddeckendstedt.

„Zum dritten Mal waren in Stadt und Landkreis Wolfenbüttel weit mehr als 2.000 Radelnde aktiv beim Stadtraden dabei. Allen, die mitgeradelt sind, danke ich herzlich für ihre Teilnahme und hoffe, dass möglichst viele den Schwung dieser Aktionszeit in das ganze Jahr mitnehmen und weiterhin möglichst viele Wegstrecken mit dem Fahrrad zurücklegen“, sagt Kerstin Geffers, Fahrradmobilitätsbeauftrage des Landkreises Wolfenbüttel.

Die Abschlussveranstaltung des Landkreises Wolfenbüttel mit Siegerehrung findet in diesem Jahr in der Samtgemeinde Baddeckenstedt statt. An 2. Juli ab 18 Uhr wird der Landkreis im Rathaus Baddeckenstedt die besten Kommunen, das beste Team und die beste Einzelperson im Landkreis ehren. Im Anschluss werden die Siegerinnen und Sieger der Samtgemeinde Baddeckenstedt gekürt. Die endgültige Platzierung ergibt sich am Ende der Nachtragefrist und wir dann bei der Abschlussveranstaltung gewürdigt, wenn alle Kilometer gezählt sind.

Als kleine Anerkennung fürs Mitradeln erhalten zehn Personen, die mehr als 100 Kilometer geradelt sind, die Chance per Losglück einen Wertgutschein zu gewinnen. Dieser kann etwa für die nächste Fahrradinspektion eingesetzt werden.

Radelstar ließ drei Wochen das Auto stehen

Marc Samel, Ortsbürgermeister in Hornburg (EG Schladen-Werla), war während der diesjährigen Stadtradeln-Kampagne der Radelstar der lokalen Stadtradeln-Kampagne. Samel wagte ein für ihn spannendes Experiment: Er verzichtete im Stadtradeln-Zeitraum vom 4. bis 24. Mai auf sein Auto, Ausnahmen gibt es nur für sein Ehrenamt. Er ging der Frage nach, ob man im ländlichen Raum wirklich auf sein Auto verzichten kann. Besteht das Fahrrad alle Alltagsherausforderungen?

„Mein Auto habe ich tatsächlich den kompletten Zeitraum in der Garage stehen gehabt und überhaupt nicht gesehen. „Geschummelt“ habe ich dennoch in zwei Situationen: Zum einen habe ich meiner Frau ihr Auto nach Wernigerode gebracht, als sie am zweiten Wochenende aus dem Urlaub mit dem Reisebus kam. Und zweitens, weil im Garten etwas getan werden musste und sie ihr Auto nicht mit einem Anhänger fahren darf, habe ich ihr aus dem Kompostwerk in Bornum Kieferrinde abgeholt. Da es sich dabei um etwas mehr als einen Kubikmeter gehandelt hat, sah ich hier keine Möglichkeit dies mit dem Fahrrad umzusetzen. Darüber hinaus habe ich aber sämtliche Wege mit dem Rad erledigen können“, so das Fazit von Marc Samel.

Radelstar: In Zukunft mehr Wege mit dem Rad

„Zukünftig werde ich definitiv noch mehr Wege als zuvor mit dem Rad erledigen, da ich in den drei Wochen feststellen konnte, dass dies problemlos möglich ist und zeitlich gar nicht so aufwändig, wie man vielleicht vorher vermutet. Das schwierigste für mich war das Terminmanagement, also dafür zu sorgen, dass meine Termine zeitlich nicht zu dicht beieinanderliegen und ich die Strecke dazwischen zeitlich bewältigen kann“, so eine Erkenntnis aus dem dreiwöchigen Experiment.

Eine kleine Herausforderung waren Straßen mit viel Verkehr und ohne Radweg: „Vor allem in Bereichen ohne Radweg oder innerhalb der Stadt Wolfenbüttel mit dem hohen Verkehrsaufkommen, war es doch immer wichtig, sich sehr stark zu konzentrieren.“

Und natürlich gehört auch etwas Glück dazu: „Was ich natürlich aber auch erwähnen muss, ist die Tatsache, dass das Wetter in den drei Wochen des Stadtradelns für den Landkreis Wolfenbüttel fast perfekt war. Es war eigentlich durchgängig trocken, so dass es keine Herausforderung war, sich auf das Fahrrad zu setzen“, erklärt Samel.

Stadtradeln 2025: Gemeinsam mit Bürgermeistern, Landrätin und Fahrradbeauftragen und Klimamanager der Gemeinden warb Radelstar Marc Samel (4.v.l. im blauen Hoodie) für das Stadtradeln. Foto: Landkreis Wolfenbüttel

Titelfoto: Stadtradeln_Gruppe: Über 2.400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gab es beim Stadtradeln 2025 im Landkreis Wolfenbüttel. Foto: Laura Tegtmeyer/Landkreis Wolfenbüttel

Herdenschutzhunde in den Herzogsberge im Einsatz

Pressemeldung

DBU Naturerbe und Kreisverwaltung bitten um Rücksichtnahme und Abstand zur Schafsherde

Cremlingen. Rund 600 Mutterschafe werden mit ihren Lämmern in den nächsten Wochen auf der DBU-Naturerbefläche Herzogsberge nahe Cremlingen für den Naturschutz wichtige Arbeit leisten und mit ihrem Verbiss das Grünland offenhalten. Nach mehreren Wolfsrissen im vergangenen Jahr hat Wanderschäfer Christof Bokelmann dieses Jahr neben seinen Hütehunden erstmals auch bis zu fünf Herdenschutzhunde dabei. Sie sind darauf trainiert, die Schafe zu verteidigen. Das DBU Naturerbe als Flächeneigentümerin und die Untere Naturschutzbehörde (UNB) im Kreis Wolfenbüttel bitten Besucherinnen und Besucher des Naturschutzgebiets um Rücksichtnahme und um Abstand zur Schafsherde.

Schafe spielen für den Naturschutz eine wichtige Rolle

„Da, wo Schafe grasen, fördern sie die biologische Vielfalt. Die Weidetierhaltung ist für den Naturschutz wichtig“, betont Susanne Belting, Fachliche Leiterin im DBU Naturerbe, einer Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Würden die Schafe das saftige Grün der selten gewordenen und europäisch geschützten mageren Flachland-Mähwiesen nicht abfressen, so würden diese nach und nach zuwachsen und über die Zeit zu Wald werden. Wichtiger Lebensraum ginge verloren etwa für spezialisierte Tier- und Pflanzenarten wie die im Offenland brütende Feldlerche. „Für unsere Pächterinnen und Pächter ist die Ausbreitung des Wolfs eine große Herausforderung, auf die sich unsere Schäfereien mit viel Aufwand und Kosten einstellen müssen“, weiß Belting. Die fünf Kangal-Hirtenhunde von Christof Bokelmann, der als Wanderschäfer in dritter Generation viel Erfahrung mitbringt, stellen für ein Wolfsrudel eine echte Gefahr dar, so dass diese bestenfalls die Herde meiden. Bisher gab es auf der DBU-Naturerbfläche Herzogsberge noch keinen Wolfsübergriff. Allerdings verlor der Schäfer vergangenes Jahr rund 100 Tiere durch ein Rudel in den nahegelegenen Wohlder Wiesen bei Schandelah.

Hunde sollten angeleint sein und Abstand zur Herde halten

„Damit gerade auch Hunde keine Gefahr laufen, von den Herdenschutztieren mit Wölfen verwechselt zu werden, ist es wichtig, die Regeln im Naturschutzgebiet, vor allem jetzt in der Brut- und Setzzeit, einzuhalten, den eigenen Hund anzuleinen sowie deutlich Abstand zu den Schafen zu halten“, betont Silke Krause von der UNB im Kreis Wolfenbüttel. Ab Anfang Mai wird Schäfer Bokelmann mit seiner Herde tagsüber langsam über die DBU-Naturerbefläche wandern und auf den Wiesen von Weitem gut zu erkennen sein. Tagsüber werden die Herdenschutzhunde nicht mit den Schafen ziehen, Teile der Herde aber in gezäunten Bereichen stationär sichern. Nachts seien sie zusammen mit der Herde auf der Fläche mithilfe eines mobilen Elektrozauns gesichert. Die Schutzhunde würden zwar lautstark bellen und hörbar sein, wenn jemand zu nah herankomme. „Um jedoch gar nicht erst in eine Konfliktsituation zu kommen, ist es wichtig, dass keine freilaufenden Hunde aus Neugier oder Jagdtrieb zur Herde laufen“, weiß Krause. Die von der Kreisverwaltung eingesetzten Feldhüter sind mehrfach in der Woche im Naturschutzgebiet unterwegs und stünden bei Rückfragen zur Verfügung.

Herdenschutzhunde im DBU Naturerbe Herzogsberge