Fachzug der Feuerwehr LK Wolfenbüttel im Einsatz bei Wendessen
Lucklumer Gespräche: Wie gelingen Begegnungsorte im ländlichen Raum?
„Dorf.Raum.Kultur: Begegnungsorte in ländlichen Räumen gestalten“ – so lautete der Titel der mittlerweile 5. Lucklumer Gespräche, die am 25. August 2025 auf dem Rittergut Lucklum (SG Sickte) stattgefunden haben. Rund 70 Gäste aus Verwaltung, Kommunalpolitik, Kulturlandschaft, Heimatpflege und Wissenschaft nahmen teil. Die Lucklumer Gespräche sind ein mittlerweile etabliertes Format des Landkreises Wolfenbüttel, um gemeinsam mit den Aktiven vor Ort Themen des ländlichen Raums zu erforschen und entsprechende Impulse zu setzen. Die Veranstaltung fand in Zusammenarbeit mit der Niedersächsischen Akademie Ländlicher Raum e. V. (ALR) statt.
Was Begegnungsorte im ländlichen Raum leisten können, zeigte sich auf dem Rittergut Lucklum: Bei schönem spätsommerlichen Wetter kamen die Gäste im Innenhof zu guten Gesprächen zusammen. Der Bücherbus mit Team war vor Ort und für die gelungene Musikunterhaltung sorgte das Straßenmusiker-Duo Crepes Sucette.
Mit „DenkDeinDorf…und darüber hinaus!“ lokale Gemeinschaften stärken
Im Rittersaal begrüßten Landrätin Christiana Steinbrügge sowie Dr. Sylvia Herrmann von der ALR die Gäste. Johanna von Anshelm, Leiterin der Abteilung Kultur und Medien am Bildungszentrum Landkreis Wolfenbüttel, moderierte gekonnt durch den Abend.
„Wer Demokratie stärken will, muss Räume schaffen, in denen Menschen zusammenkommen können, um so soziale Beziehungen und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern. Und genau daran arbeiten wir hier im Landkreis Wolfenbüttel“, so die Landrätin. Sie verwies dabei auf das Projekt „DenkDeinDorf… und darüber hinaus!“, das ins Leben gerufen wurde, um lokale Gemeinschaften zu stärken. Gefördert wird das Vorhaben über das Bundesförderprogramm Aller.Land, die Förderzusage erfolgte im Juni. „Und damit komme ich zu dem Punkt, der mir noch wichtig ist: Das sind eben diese „interessierten Menschen“, also diejenigen, die sich für die Gemeinschaft vor Ort engagieren, die über Kultur, Sport, Feuerwehr oder andere Initiativen Begegnung und Verbindung schaffen und damit das Vertrauen stärken, das wir alle brauchen, um gut miteinander leben zu können“, so Steinbrügge.
Dr. Sylvia Herrmann stellte den Gästen die Akademie Ländlicher Raum vor. Ziel sei es, die Lebensgrundlagen im ländlichen Raum zu verbessern und Strategien für die zukünftige Entwicklung auszuarbeiten. Wichtig dafür sei der Austausch und Wissenstransfer, wie er auch bei den Lucklumer Gesprächen stattfindet.
Impulsvorträge: Wie gelingen Begegnungsorte? Was sind Voraussetzungen?
Wie Begegnungsorte gelingen können, zeigten zwei Impulsvorträge. Professor Dr. Berthold Vogel vom Soziologischen Forschungsinstitut der Universität Göttingen betonte die zentrale Bedeutung der kommunalen Ebene für viele Gegenwartsfragen wie etwa Energiewende, Bildung, Mobilität und den demografischen Wandel. Bürgerinnen und Bürgern beurteilten den allgemeinen Zustand des Landes, so Prof. Vogel, anhand ihrer Erfahrungen in ihrem direkten Umfeld. Daher komme der Kommunalpolitik und öffentlichen Verwaltung eine Schlüsselrolle für den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu.
Zusammenhalt, so Vogel, wachse dort, wo Vertrauen durch persönliche Begegnungen entsteht, wo Menschen vor Ort mitgestalten können und Entwicklungschancen gesehen werden. Fehlen diese, gehe auch Hoffnung verloren. Zudem bestehe die Wahrnehmung, dass die Themen der ländlichen Räume wenig Beachtung finden. Das fördere ein Gefühl des „Abgehängt-Seins“. Daraus ergibt sich der Gestaltungsauftrag für gleichwertige Lebensverhältnisse zu sorgen.
Vogel stellte das in seiner Forschungsarbeit entwickelte Konzept der „Sozialen Orte” vor: Orte, an denen Zusammenarbeit gelingt, Konflikte verhandelt werden und neue Formen des Miteinanders entstehen. Beispiele sind: Bibliotheken und Mehrgenerationenhäuser, aber auch innovative Formate wie Dorfmoderationen und neue Formen kommunaler Zusammenarbeit.
Soziale Orte gelingen laut Vogel, wenn Verwaltungen risikofreudig agieren, engagierte Akteure als „Virtuosinnen und Virtuosen des Wandels“ wirken und diese Orte als dauerhafte Prozesse gedacht werden.
Erfolgsfaktoren für Begegnungsorte im ländlichen Raum
„Wie gelingen Begegnungsorte in ländlichen Räumen?“ – so lautete der Impulsvortrag von Dr. Ina Rateniek von pro loco, einem Büro für Kultur- und Stadtberatung im nordrheinwestfälischen Schwerte. Sie konnte aus vielen konkreten Projekten berichten.
Ihre Erkenntnis: Es gibt sieben Erfolgsfaktoren, die Begegnungsorte entstehen und gelingen lassen. Es braucht, erstens, einen gesicherten Zugriff auf ein Gebäude, durch Kauf, Miete oder in Absprache mit der Kommune. Zweitens ist die Umnutzung bestehender Gebäude, etwa einer früheren Kneipe oder einem leerstehenden Ladenlokal, möglich. Drittens ist der Nutzungsmix entscheidend. Ein neues Angebot sollte bestehende Angebote ergänzen, aber nicht in Konkurrenz dazu treten. Viertens: Es braucht Menschen, die motiviert und engagiert sind und andere begeistern. Eine frühe Beteiligung der Einwohnerinnen und Einwohner, nach dem Motto „Ein Ort für Eure Ideen“ ist der fünfte Erfolgsfaktor. Ein Netzwerk auf Grundlage öffentlicher Strukturen ist, sechstens, ein weiterer wesentlicher Erfolgsfaktor. Dabei kommt der lokalen Wirtschaft eine wichtige Rolle als Förderer und Sponsor zu. Siebtens sind es Wirkung und Mehrwert, die einen Begegnungsort gelingen lassen: Ein solcher Ort erzeugt Aufbruchsstimmung und neues Engagement, ermöglicht mehr soziale und kulturelle Teilhabe und stärkt damit die Demokratie.
Praxisbeispiel: Ein Dorfladen und Dorfcafé
Ein Beispiel aus der Praxis gaben Dorfladenmitgründer Axel Unger und Bernd Caspar aus den Orten Hevensen und Wolbrechtshausen. Die Einführung dazu gab Sebastian Tränker von der Niedersächsischen Landgesellschaft mbH (NLG), die den Dorfentwicklungsprozess begleitet und unterstützt hatte.
Die beiden bestätigten, was Vogel und Rateniek zuvor als Erfolgsfaktoren benannt hatten, etwa die Möglichkeit der Umnutzung einer alten Schule, das gute Zusammenspiel von Bürgerinnen und mit Verwaltung und Lokalpolitik, sowie das bürgerschaftliche Engagement, das Vertrauen und Zuversicht verbreitet. Die große Begeisterung war den Mitgründen des Dorfladens „LadenTreff“ deutlich anzumerken.
Foto: © BIZ/Johannes Giering
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Der Dorfladen in Weddel legt besonderen Wert auf regionale Produkte. Die Regale an einer Wand sind mit Produkten aus dem Umland gewidmet. Hier gibt es Wurst- und Fleischkonserven, Honig, Öle, gerösteten Kaffee, Marmeladen, Eingemachtes und Eingelegtes. Man findet aber auch Molkereiprodukte wie Käse und Joghurt, Eier und Kartoffeln kommen ebenfalls aus der Region. Frische Waren gibt es je nach Saison und einiges nur auf Vorbestellung wie zum Beispiel Weihnachtsgänse.
Zusätzlich gibt es noch Schreibwaren, ein Schul- und Bastelsortiment, Kinderbücher, Spiele und Wolle und Garne zu erwerben.
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SPD Weddel gratuliert zum Jubiläum der KiTa Arche Noah
Pressemeldung der SPD
Seit einigen Jahrzehnten ist die Kindertagesstätte Arche Noah in Weddel ein zentraler Ort frühkindlicher Bildung, Begegnung und Betreuung. Anlässlich des jüngsten 50-jährigen Jubiläum gratulierte der SPD-Ortsverein Weddel herzlich und beteiligte sich zugleich mit einer Spende am Kauf eines neuen Bollerwagens für die Einrichtung. „Die Arche Noah ist für viele Familien ein fester Bestandteil des Alltags. Es war uns ein besonderes Anliegen, das Jubiläum nicht nur mit Glückwünschen, sondern auch mit einem praktischen Beitrag zu begleiten“, betont Christoph Ehlers.
Auch mehrere Mandatsträger der SPD nahmen am Festakt teil. „Die KiTa ist ein Ort, der Kinder fördert, Familien stärkt und den sozialen Zusammenhalt in Weddel sichtbar macht. Mit dem neuen Bollerwagen wird das pädagogische Angebot für die Kinder noch ein Stück bereichert“, erklärt Dr. Peter Abramowski, der als Präsident der Landessynode in seiner Rede auch die Vermittlung christlicher Werte unterstrich.
„Gerade in der Gemeinde Cremlingen sehen wir, wie wichtig eine gute Ausstattung unserer Kindertagesstätten ist. Der Einsatz der Arche Noah mit ihren Mitarbeitenden und den vielen engagierten Eltern ist vorbildlich, und wir werden uns weiterhin in den kommunalen Gremien dafür einsetzen, dass die Rahmenbedingungen stimmen“, ergänzte Malte Scheffler, der bis 2001 selber noch die KiTa Arche Noah besuchte. Den Gratulationen konnte sich Ortsbürgermeister Harald Koch nur anschließen. Er freue sich, dass die Einrichtung in direkter Nachbarschaft liege und er häufig KiTa-Gruppen bei ihren Ausflügen begegne – bald hoffentlich mit neuem Bollerwagen.
Der SPD-Ortsverein Weddel bedankt sich herzlich bei allen Beteiligten für das große Engagement rund um die Jubiläumsfeier und wünscht der KiTa Arche Noah weiterhin viel Erfolg bei ihrer wertvollen Arbeit mit den Kindern.
Fachbereichsleiter Reiner Liborius in den Ruhestand verabschiedet – Christian Malitzki tritt Nachfolge an
Medieninformation
Fachbereichsleiter Reiner Liborius in den Ruhestand verabschiedet – Christian Malitzki tritt Nachfolge an
Sickte. In seiner letzten Arbeitswoche wurde Reiner Liborius nach über 27 Jahren im Dienst der Samtgemeinde Sickte feierlich in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Samtgemeindebürgermeister Marco Kelb, Kolleginnen und Kollegen, die Fraktionsvorsitzenden sowie weitere Wegbegleiter würdigten ihn mit anerkennenden Worten und Abschiedsgeschenken.
Herr Liborius begann seinen Dienst am 1. August 1998 als Systembetreuer für die Informations- und Kommunikationstechnik. Nach verschiedenen Stationen innerhalb der Verwaltung übernahm er im Jahr 2017 die Leitung des Fachbereichs Zentrale Dienste.
Samtgemeindebürgermeister Kelb betonte: „Mit Herrn Liborius verabschieden wir einen kompetenten, jederzeit einsatzbereiten und verantwortungsvollen Mitarbeiter, der allseits geschätzt wurde.“ Die Nachfolge von Herrn Liborius hat zum 1. Juli 2025 Christian Malitzki angetreten.
Der 39jährige Malitzki bringt umfangreiche Verwaltungserfahrungen mit und hatte zuletzt die stellvertretende Leitung des Fachbereiches Zentrale Dienste inne.
„Mit Christian Malitzki haben wir einen Nachfolger gefunden, der mit seinen fachlichen und persönlichen Kompetenzen den Fachbereich weiterentwickeln und erfolgreich führen wird.“, so Kelb. „Ich freue mich auf die zukünftige Zusammenarbeit.“ Vp
Titelfoto : Der bisherige Fachbereichsleiter Zentrale Dienste der Samtgemeinde Sickte Reiner Liborius wurde in den Ruhestand verabschiedet.
Der neue Fachbereichsleiter Zentrale Dienste der Samtgemeinde Sickte Christian Malitzki freut sich auf die neue Herausforderung.
Windpark Schandelah: Bürgerinitiative fordert Information vor Entscheidung
Pressemeldung
Gegen die geplanten Maßnahmen regt sich zunehmend Widerstand. Die Bürgerinitiative Transparenz für Schandelah hat am Mittwoch, den 21. August, ihre offizielle Bürgereingabe an die Gemeinde Cremlingen übergeben. Einen Tag später wurde sie auch in der Sitzung des Ortsrates Schandelah zur Weiterleitung an den Gemeinderat überreicht. In der anschließenden Bürgerfragestunde äußerten zahlreiche Anwohnerinnen und Anwohner ihre Betroffenheit – sachlich, aber mit Nachdruck – und forderten mehr Transparenz. Die Petition zur Unterstützung der Eingabe wurde bereits von über 750 Bürgerinnen und Bürgern unterzeichnet.
Bereits im Januar 2025 hatte der Ortsrat Schandelah einstimmig beschlossen:
Die Bürgerinitiative betont, dass sie den Ausbau erneuerbarer Energien nicht grundsätzlich ablehnt – aber mit Rücksicht auf Natur, Gesundheit und Lebensqualität der betroffenen Orte.
Gerade der Bereich rund um den Kirschberg sei ein wertvolles Naherholungsgebiet, das von vielen Menschen aus Schandelah, dem Wohld und Umgebung regelmäßig genutzt wird – für Spaziergänge, Sport und als Rückzugsort in der Natur.
Zudem liege die Fläche zwischen Landschaftsschutzgebieten und beherberge geschützte Arten wie Rotmilane, Greifvögel und Fledermäuse. Auch das Mikroklima und der offene Landschaftscharakter würden durch die massiven Industrieanlagen unwiderruflich verändert.
Ursprünglich war die Beratung des Grundsatzbeschlusses für den Umweltausschuss in Weddel angekündigt – nun wurde der Ort kurzfristig verlegt:
Donnerstag, 28. August 2025, 18:30 Uhr
Gemeindeverwaltung Cremlingen – Außenstelle, Sitzungszimmer EG
Sickter Straße 8a, 38162 Cremlingen
(Eingang über die Seite – Richtung Rathaus)
Sitzungsstatus: „gemischt“ (öffentlicher & nichtöffentlicher Teil)
Weitere Informationen und Petition:
Neubau in Cremlingen Logistikzentrum Rohr- und Kanalbau des WWL
Presseinformation, 19.08.2025
Logistikzentrum Rohr- und Kanalbau des WWL
Der Wasserverband Weddel-Lehre (WWL) errichtet aktuell an der Hauptstraße in Crem-
lingen sein neues Logistikzentrum. Das Logistikzentrum dient dem betriebseigenen
Rohr- und Kanalbau sowie den 40 Bereitschaftsdienst-Mitarbeitern des WWL. Die Inbe-
triebnahme wird voraussichtlich im Mai 2026 erfolgen. Bis Oktober 2025 soll der Rohbau
fertiggestellt sein, dann folgt der Innenausbau.
Neben Büroarbeitsplätzen und Materiallager-Flächen wird das neue Logistikzentrum 10
Mobilbagger, 4 Radlader und 5 LKW verschiedener Größen beherbergen.
Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 3,2 Mio. Euro
Text & Fotos: Sabine Walz
Auf nackten Sohlen zurück zur Natur
Auf nackten Sohlen zurück zur Natur:
Niedersächsischer Barfußpark auf Platz 3 im Ranking-Vergleich
Frankfurt, 19. August 2025. Unsere Füße verbringen die meiste Zeit des Tages eingezwängt in engen Schuhen. Nur noch selten nehmen wir wahr, dass die hochsensiblen Sinnesorgane weitaus mehr können, als uns von A nach B zu tragen. Die positiven Effekte des Barfußgehens sind zudem weitreichend. „Das natürlichste und einfachste Abhärtungsmittel bleibt das Barfußgehen“ wusste bereits Sebastian Kneipp: Es stimuliert die Fußreflexzonen, kräftigt Muskeln und Gelenke, verbessert Haltung und Gleichgewicht, regt Kreislauf und Durchblutung an und stärkt sogar das Immunsystem. Auf mentaler Ebene fördert das Gehen ohne Schuhe eine Rückverbindung zur eigenen Körperwahrnehmung sowie Stressabbau und Entschleunigung.
Um herauszufinden, wo gestresste Füße am besten durchatmen können, hat der führende Gesundheits- und Wellnessreiseveranstalter Fit Reisen ein Ranking der besten Barfußparks- und pfade in Deutschland erstellt. Dabei wurden 57 Einträge auf Google-Maps mit über 29.000 Bewertungen analysiert.
Kleiner Spoiler vorab: Der Barfußpark Lüneburger Heide in Niedersachsen überzeugt mit über 4.700 Google-Bewertungen – so viele wie kein anderer Park – und landet mit 4,7 Sternen auf Platz drei.
Das gesamte Ranking mit allen verglichenen Barfußparks finden Interessierte hier.
Ranking der zehn besten Barfußparks in Deutschland
Platz 1: Barfußpfad Hoher Meißner – Meißner, Hessen
Mit einer Spitzenbewertung von 4,8 Sternen bei 1.245 Rezensionen erklimmt der Barfußpfad Hoher Meißner den ersten Platz im deutschlandweiten Vergleich. Der etwa 1,5 Kilometer lange Rundweg im nordhessischen Mittelgebirge schlängelt sich in weiten Teilen durch einen idyllischen Fichtenwald und lädt dazu ein, Schritt für Schritt mit den Schuhen auch den Stress hinter sich zu lassen. In den Bewertungen besonders positiv hervorgehoben wurden die über 30 liebevoll gestalteten Stationen, auf denen BesucherInnen über verschiedenste Materialien laufen können: von feuchter Erde, über Moos und Zapfen bis hin zu Schafwolle und Wildschweinfell. Vor allem bei kleinen BarfüßlerInnen hoch im Kurs steht die Schlammtreppe am Ende des Pfades mit anschließender Erfrischung im kühlen Kupferbach.
Platz 2: Barfußpark Fleckmühle – Bad Homburg vor der Höhe, Hessen
Ein einzigartiges Konzept erwartet BesucherInnen im Barfußpark Fleckmühle, der direkt an die Galerie Fleck angeschlossen ist. Auf einer Fläche von rund 3.500 m² bieten mehr als 120 abwechslungsreiche Fühl- und Balancierstationen jede Menge Abwechslung für die Füße – und auch für die anderen Sinne. Der Rundweg führt durch einen Skulpturenpark, vorbei an einem duftenden Kräutergarten, einer Weidenlaube und einer Streuobstwiese, wo Naschkatzen sich eine kleine Stärkung direkt vom Baum pflücken dürfen. Google-NutzerInnen loben vor allem den herzlichen Empfang, die entspannte Atmosphäre sowie das gute Preis-Leistungs-Verhältnis und belohnen den Park mit 4,8 Sternen bei 134 Bewertungen.
Platz 3: Barfußpark Lüneburger Heide – Egestorf, Niedersachsen
Mensch und Natur näher zusammenbringen – dieses Ziel verfolgt der Barfußpark Lüneburger Heide auf einem 14 Hektar großen Areal im Herzen des Naturschutzgebietes. Damit ist er nicht nur einer der größten, sondern mit 4,7 Sternen bei stolzen 4.750 Rezensionen auch einer der beliebtesten seiner Art. Umgeben von Wiesen und Wäldern spüren BarfüßlerInnen an über 60 Erlebnisstationen die pure Natur unter den Sohlen. Neben weichem Gras, prickelnden Kieselsteinen und angenehmen Lehmböden wagen sich die Mutigen sogar über Glasscherben. Weitere Highlights sind zudem die 45 Meter lange Dschungelbrücke, die als längste Hängeseilbrücke Norddeutschlands gilt, Riechkästen und das Salzineum.
Feuer und Flamme für die Ausbildung – Vegetationsbrand-Training in Sickte
Auch in Sickte häufen sich in diesem Jahr die Einsätze bei Vegetations- und Flächenbränden. Ein Thema, das nicht nur die Feuerwehr Sickte betrifft: In vielen Ländern nehmen Wald- und Wiesenbrände spürbar zu. Darauf kann man sich nur bedingt vorbereiten – trotzdem investieren Bund, Länder und Kommunen inzwischen massiv in Fahrzeuge und Spezialausrüstung.
Auch die Samtgemeinde Sickte hat reagiert und Löschrucksäcke für die Feuerwehren angeschafft. Parallel wird die Ausbildung immer stärker auf Vegetationsbrände ausgerichtet.
Am Samstag, den 09. August, stand für die Feuerwehr Sickte deshalb ein spezielles Training an – und das unter realen Bedingungen! Nach einer rund zweistündigen Theorieeinheit, in der unter anderem Begriffe wie Ankerpunkte, Spotfeuer oder Feuerfront erklärt wurden, ging es gemeinsam mit zwei Ausbildern des Waldbrandteams e. V. aufs Feld.
Dort übten die Kameradinnen und Kameraden auf einem abgeernteten Stoppelfeld Richtung Apelnstedter Kreuzung den Ernstfall: Kleine Brände wurden kontrolliert entzündet und dann professionell bekämpft. Mit Feuerpatschen, Löschrucksäcken und unter Anwendung von Wundstreifen konnten alle wichtigen Handgriffe trainiert werden.
Besonders spannend: Die Techniken Pump-and-Roll und Raupenverfahren.
Während ein Tanklöschfahrzeug beim Pump-and-Roll während der Fahrt Wasser abgibt, wechseln sich beim Raupenverfahren Fahrzeug und Strahlrohr schrittweise ab – so bleibt man flexibel und kann Brände noch effektiver bekämpfen.
Am Ende waren sich alle einig: eine top Ausbildung, die auf jeden Fall wiederholt werden soll. Ein großes Dankeschön geht an das Waldbrandteam e. V. für die intensive Schulung – und natürlich an Philipp Kasten („Blaulichtfilmer“) für die starken Bilder.
Die Feuerwehren Erkerode/Lucklum, Hachum und Evessen übten gemeinsam für den Ernstfall
Evessen. Einen besonderen Dienstabend erlebten die Feuerwehren Erkerode/Lucklum, Hachum und Evessen am Donnerstag: Unter dem Motto „Nur gemeinsam sind wir stark“ fand ein Sonderdienst zur Vegetationsbrandbekämpfung statt. Ziel war es, die Einsatzkräfte auf die wachsenden Herausforderungen durch Feld- und Flächenbrände vorzubereiten.
In den Sommermonaten steigt die Gefahr von Vegetationsbränden erheblich. Längere Trockenperioden, starke Winde und die großflächige Ausbreitung von Feuer stellen die Feuerwehren regelmäßig vor große Herausforderungen. „Gerade bei Vegetationsbränden ist Teamarbeit entscheidend. Eine Feuerwehr alleine kann solche Lagen nicht meistern – es geht nur gemeinsam“, betonte ein Ausbilder zu Beginn der Übung.
Vier Stationen – Theorie und Praxis Hand in Hand
Um die Einsatzkräfte praxisnah zu schulen, wurde eine Stationsausbildung mit vier Schwerpunkten vorbereitet. Jede Gruppe durchlief dabei alle Stationen, um ein möglichst umfassendes Bild von den Taktiken und Hilfsmitteln der Vegetationsbrandbekämpfung zu erhalten.
- Station 1 & 2: Pump & Roll
Mit dem Tanklöschfahrzeug (TLF) Evessen und dem Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser (TSF-W) aus Erkerode wurde das sogenannte Pump-&-Roll-Verfahren geübt. Dabei fährt das Fahrzeug langsam am Brandherd entlang, während gleichzeitig Wasser abgegeben wird. Dieses Verfahren ist besonders effektiv, wenn sich Feuer in Feldern oder Wiesen schnell ausbreitet und ein flexibles Vorgehen erfordert. - Station 3: Handgeräte
Hier wurden klassische Handgeräte wie Feuerpatschen, Löschrucksäcke oder Schaufeln erklärt und anschließend direkt im Einsatz getestet. Die Feuerwehrleute konnten unter realen Bedingungen ausprobieren, wie die Geräte wirken und in welchen Situationen sie die motorisierten Löschfahrzeuge sinnvoll ergänzen. - Station 4: Löschgeräte für Vegetationsbrände
Moderne Technik für die Bekämpfung von Vegetationsbränden stand im Mittelpunkt dieser Station. Verschiedene Geräte wurden vorgestellt, ihre Handhabung erklärt und anschließend praktisch erprobt. Besonders wichtig war hierbei, dass die Kameradinnen und Kameraden ein Gefühl für die richtige Dosierung von Löschmitteln und den Umgang mit der Ausrüstung entwickeln.
Gemeinsame Einsatzübung am Feldbrand
Nach Abschluss der Stationsausbildung folgte eine gemeinsame Einsatzübung unter Realbedingungen. Ein vorbereiteter Feldbrand diente als Grundlage, um das zuvor Erlernte direkt umzusetzen. Hier zeigte sich, wie wichtig abgestimmte Abläufe und klare Kommunikation sind. Die Feuerwehren arbeiteten Hand in Hand, um die Flammen schnell unter Kontrolle zu bringen.
Ein Gruppenführer zog ein positives Zwischenfazit: „Man hat gemerkt, dass die Zusammenarbeit funktioniert. Jeder wusste, was zu tun ist, und alle haben sich aufeinander verlassen. Genau das brauchen wir im Ernstfall.“
Kameradschaftlicher Ausklang
Nach den intensiven Ausbildungsstunden ließen die Feuerwehrleute den Abend in geselliger Runde ausklingen. Bei Snacks und kühlen Getränken blieb Zeit für Gespräche und den kameradschaftlichen Austausch. Viele waren sich einig: Dieser Sonderdienst war nicht nur lehrreich, sondern hat auch den Zusammenhalt zwischen den Wehren gestärkt.
Fazit: Die Feuerwehren Erkerode/Lucklum, Hachum und Evessen haben eindrucksvoll gezeigt, dass es bei der Vegetationsbrandbekämpfung vor allem auf eines ankommt – auf die Gemeinschaft. Nur gemeinsam geht es, und nur gemeinsam ist man stark.
















