Zum „Tag der älteren Generation“ kamen am Mittwoch, 27. Mai 2026, zahlreiche Seniorinnen und Senioren in der Wolfenbütteler Lindenhalle zusammen, um gemeinsam zu schunkeln, zu singen und zu lachen und bei Kaffee, Kuchen und einem bunten Programm ein paar schöne Stunden gemeinsam zu verbringen.
Sabine Resch-Hoppstock (Seniorenbeirat in der Stadt Wolfenbüttel) und Andreas Meyer (Arbeitsgemeinschaft der Seniorenkreise im Landkreis Wolfenbüttel – AGS) eröffneten die Veranstaltung mit einem herzlichen Dank an die zahlreichen Unterstützer.
Erfolg für Wolfenbüttel: Auszeichnung für Projekt zu Pflege und Gesundheit
In ihren Begrüßungsworten ging Sabine Resch-Hoppstock auch auf einen bundesweiten Erfolg der Stadt Wolfenbüttel ein: Sie hat sich gegen 68 Mitbewerber durchgesetzt und wurde als eine von nur fünf Kommunen für eine Ausschreibung zum Thema „Pflege und planetare Gesundheit“ ausgewählt. In den kommenden drei Jahren wird das Projekt Schwerpunkte wie Hitzeschutz, Ernährung, Bewegung und mentale Gesundheit im Alter bearbeiten. „Wir Älteren sind ein wachsender Teil der Gesellschaft und wir haben eine Menge zu sagen“, betonte Resch-Hoppstock mit Blick auf die kommende Kommunalwahl am 13. September. Sie rief die Anwesenden dazu auf, ihre Stimme zu nutzen und die demokratische Teilhabe zu stärken.
Bürgermeister Lukanic warnt vor digitaler Ausgrenzung
Bürgermeister Ivica Lukanic unterstrich in seinem Grußwort die Bedeutung des Zusammenhalts zwischen den Generationen. Er warnte davor, einen „demografischen Konflikt“ herbeizureden. „Unsere Stadt lebt davon, dass Menschen Verantwortung übernehmen – oft leise und im Verborgenen, etwa bei der Betreuung von Enkeln oder der Unterstützung Angehöriger“, so Lukanic.
Der Bürgermeister warnte aber auch davor, die ältere Generation im Rahmen der Digitalisierung auszugrenzen. Am Beispiel des Gesundheitswesens verdeutlichte er, wie herausfordernd digitale Prozesse selbst für affine Nutzer sein können. „Wir müssen aufpassen, dass wir Menschen nicht von der Teilhabe ausschließen. Vieles muss auch weiterhin analog möglich sein – manchmal muss ein Wort reichen, um ein Problem zu lösen.“
Senioren als „Aktivposten der Demokratie“
Der stellvertretende Landrat Uwe Schäfer bezeichnete die anwesenden Gäste als „Aktivposten der Demokratie“. Er betonte, wie wichtig es gerade in politisch herausfordernden Zeiten sei, sich „unterzuhaken“ und für demokratische Werte einzustehen. Gleichzeitig mahnte er angesichts der sommerlichen Temperaturen zur Vorsorge und gegenseitigen Fürsorge im Alltag.
Barrierefreiheit als Schlüssel zur Inklusion
Abschließend hob die ehrenamtliche Behindertenbeauftragte der Stadt Wolfenbüttel, Sonja Jussen, den engen Zusammenhang zwischen Alter und Inklusion hervor. „Alter ist der häufigste Grund für den Erwerb einer Behinderung. Barrierefreiheit ist daher Lebensqualität für alle“, erklärte Jussen. Sie forderte stufenlose Zugänge, gut lesbare Informationen und eine barrierefreie digitale Welt, um ein selbstbestimmtes Leben bis ins hohe Alter zu ermöglichen.
Musikprogramm mit Schunkelgarantie
Zum Schunkeln hatte das Musikprogramm eingeladen. Alleinunterhalter Siggi sorgte mit seinem Akkordeon ebenso für Stimmung, wie der Braunschweiger Shantychor. Nicht fehlen durfte natürlich der gespielte Sketch auf der Bühne, der für viele Lacher im Saal sorgte.
Die Veranstaltung verdeutlichte einmal mehr: Die ältere Generation in Wolfenbüttel ist aktiv, engagiert und bereit, die Zukunft der Stadt entscheidend mitzugestalten.






