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„Überflutungsvorsorge“ – wirkungsvoller Hochwasserschutz in unserer Region

Presseinformation, 03.09.2025

Hochwasserschutz: Feuerwehr-Vormittag Überflutungsvorsorge

Feuerwehren üben auf dem Gelände des Wasserverbandes Weddel-Lehre

Am Samstag, den 30.08.2025, informierten sich die örtlichen Feuerwehren beim Was-
serverband Weddel-Lehre (WWL) zum Thema Überflutungsvorsorge. Christian Siemon,
Büroleiter der HGN Beratungsgesellschaft, stellte das eigens entwickelte Hochwasser-
Warnsystem vor, welches bereits die Einsatzkräfte im Landkreis Wolfenbüttel sowie in
den Städten Braunschweig und Goslar frühzeitig vor drohenden Gefahrenlagen durch
Hochwasser alarmiert. Im Anschluss hatten die anwesenden Kameradinnen und Kame-
raden verschiedener freiwilliger Feuerwehren die Möglichkeit, den kürzlich von der
Hochwasserpartnerschaft Schunter-Wabe angeschafften Mobildeich im Rahmen einer
Übung auf dem Betriebsgelände des Wasserverbandes Weddel-Lehre aufzubauen. Un-
terstützt wurde die Anschaffung des Mobildeiches durch eine 70% – Förderung des För-
derprogramms LEADER.

Nach den Hochwasserereignissen an Weihnachten 2023 hat die Hochwasserpartnerschaft
Schunter-Wabe reagiert und, gemeinsam mit den Gemeinden Cremlingen und Lehre sowie
den Samtgemeinden Sickte und Nord-Elm, ein Mobildeichsystem aus ineinander steckbaren
Kunststoffwinkeln angeschafft. Nunmehr stehen der Hochwasserpartnerschaft insgesamt 600
Meter Mobildeich zur Verfügung, der im Hochwasserfall die örtlichen Einsatzkräfte entlasten
soll.

Sichtlich interessiert und positiv überrascht von der kurzen Aufbauzeit, bauten die Teilnehmer
mehrere Deichabschnitte von bis zu 70 Metern in rund 15 Minuten auf. Die nächsten wichtigen
Bausteine für eine wirkungsvolle Überflutungsvorsorge sieht der WWL-Mitarbeiter und Koor-
dinator der Hochwasserpartnerschaft Schunter Wabe, Nils Stanko, in der Ausarbeitung eines
sinnvollen Einsatzkonzeptes gemeinsam mit den Feuerwehren sowie in der Erweiterung des
Hochwasserwarnsystems entlang der Schunter.

Hier Motive vom Mobieldeichsystem beim WWL:

Eine echte Alternative zum Sandsack, der Mobile Deich im Stecksystem

Teamarbeit für unsere Sicherheit – DANKE.

6oo Meter „Mobiler Deich“ werden zentral beim WWL in Cremlingen eingelagert

Moderne Medientechnik für Bildungseinrichtungen – Medienzentrum Wolfenbüttel erhält Förderung im Rahmen des Landesprogramms „Lernräume der Zukunft“

Das Medienzentrum des Landkreises Wolfenbüttel hat rund 140.000 Euro Fördermittel aus dem Programm „Lernräume der Zukunft“ des Landes Niedersachsen erhalten. Mit den Mitteln wurde modernste Film-, Licht- und Tontechnik sowie iPads und VR-Brillen für den stationären und mobilen Einsatz angeschafft. Die neue Ausstattung steht ab sofort kostenfrei allen Bildungseinrichtungen im Landkreis Wolfenbüttel für Film- und Medienprojekte zur Verfügung. Eine Übersicht der Geräte finden Sie in unserem Online-Katalog auf der Homepage.

Ziel des Förderprogramms ist es, digitale und kreative Bildungsräume zu stärken und zukunftsweisende Lernangebote zu unterstützen. Das Medienzentrum Wolfenbüttel hat die Förderung genutzt, um seine technische Infrastruktur grundlegend zu modernisieren und damit neue Möglichkeiten für medienpädagogische Arbeit zu schaffen.

„Mit der neuen Ausstattung können Schulen, Kitas und andere Bildungseinrichtungen professionell ausgestattete Medienprojekte umsetzen – vom der ersten Filmidee bis zum finalen Schnitt“, sagt Laura Lörcher vom Medienzentrum. „Wir freuen uns, damit die Medienkompetenz junger Menschen aktiv zu fördern.“

Die Technik kann nach vorheriger Reservierung ausgeliehen werden. Eine Einweisung in die Nutzung der Geräte erfolgt durch die Mitarbeitenden des Medienzentrums vor Ort im Bildungszentrum. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, mit Gruppen direkt in den Räumlichkeiten des Medienzentrums zu arbeiten – ideal für Workshops, Projekttage oder Filmprojekte.

Das Medienzentrum versteht sich als Partner der Bildungseinrichtungen im Landkreis und bietet neben der Technik auch fachliche Beratung und Unterstützung bei der Umsetzung medienpädagogischer Projekte an.

Weitere Informationen und Buchungsanfragen unter:
https://www.bildungszentrum-wolfenbuettel.de/kultur-medien/medienzentrum

Bildunterschrift: Aus den Fördermitteln wurde modernste Film-, Licht- und Tontechnik sowie iPads und VR-Brillen für den stationären und mobilen Einsatz angeschafft  Foto: BIZ

CDU Cremlingen: Lebensqualität statt Windkraft-Experimenten

Pressemeldung

Die CDU-Fraktion im Rat der Gemeinde Cremlingen wird zum Tagesordnungspunkt „Windkraft in der Gemeinde Cremlingen – Grundsatzbeschluss“ (Drucksache XI/376) einen Änderungsantrag in den kommenden Gemeinderat einbringen. Unser Ziel ist es, die Planung des Regionalverbandes Großraum Braunschweig (RGB) verbindlich anzuerkennen und keine zusätzlichen Flächen für Windkraftanlagen in der Gemeinde Cremlingen auszuweisen.

Die Sorgen der Menschen sind groß: Bürgerinnen und Bürger befürchten, dass ihre Ortschaften durch riesige Windräder direkt vor der Haustür massiv an Lebensqualität verlieren. Laut Bürgermeister gibt es bereits vorliegende Anfragen in den Ortschaften Destedt, Schandelah und Klein Schöppenstedt. Weitere könnten folgen! Niemand möchte eine „Verspargelung“ der Landschaft, Lärm- und Schattenwurf oder den Wertverlust des eigenen Hauses. Statt Klarheit und Verlässlichkeit zu schaffen, setzt der Bürgermeister auf einen Sonderweg, obwohl das Planungsverfahren des Regionalverbandes kurz vor dem Abschluss steht – und dort eindeutig festgestellt wurde: In Cremlingen gibt es keine geeigneten Flächen, um Windkraftanlagen zu bauen.

Warum die CDU diesen Sonderweg ablehnt:

  • Die Planung des Regionalverbandes Großraum Braunschweig sieht in Cremlingen keine Potenzialflächen vor: Die Gründe dafür sind der Abstand zu Wohngebieten, Abstand zu FFH- Gebieten, Naturschutz, Rohstoffsicherung, Abstand zu Autobahnen, Abstand zu Bundesstraßen, der Abstand zu Bahnstrecken, der Schutz des Rotmilans und ggf. weitere Punkte. Ohne klare Regeln erfolgt eine „Verspargelung“ unserer Landschaft. Es muss auch Gebiete ohne Windkraft geben!

  • Hohe Kosten für die Gemeinde: Zusätzliche Planungen würden erhebliche Ressourcen verschlingen, die wir dringend für Kitas, Schulen, Straßen und Feuerwehr benötigen.

  • Akzeptanzverlust: Nur wenn die Menschen mitgenommen werden, kann die Energiewende gelingen. Sonderwege zerstören das Vertrauen in Politik und Verwaltung.

Mit der von der Verwaltung vorgeschlagenen Nutzung rechtlicher Möglichkeiten wird der Weg für Windkraftanlagen in Cremlingen frei. Ob die Gemeinde Cremlingen sich entgegen der Planung des Regionalverbandes öffnet, kann nur mit einem klaren Ja oder Nein beantwortet werden. Der Beschlussvorschlag der Verwaltung sieht dieses aber nicht vor und öffnet Tür und Tor für Windkraftanlagen in der Gemeinde Cremlingen. “, so Uwe Lagosky, Mitglied im Ausschuss für Planung, Umwelt- und Klimaschutz. „Wir stehen ohne Zweifel hinter der Energiewende. Erneuerbare Energien sind notwendig – auch im Interesse unserer Kinder und Enkel. Aber sie dürfen nicht auf Kosten von Lebensqualität, Transparenz und Akzeptanz erzwungen werden.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Tobias Breske ergänzt: „Unsere Bürgerinnen und Bürger dürfen erwarten, dass ihre Interessen im Mittelpunkt stehen – nicht die von Investoren. Wir wollen erneuerbare Energien, aber mit Augenmaß und klaren Regeln. Diese Regeln wurden vom Regionalverband erarbeitet. Es geht um nichts weniger als den Schutz unserer Heimat und die Lebensqualität in unseren zehn Dörfern und der gesamten Region.“

Appell an die Ratsfraktionen:

Wir rufen die anderen Fraktionen dazu auf, den vorgeschlagenen Irrweg nicht mitzugehen. Die Menschen in Cremlingen haben ein Recht auf berechenbare Politik. Der Regionalverband hat eine fachlich fundierte Entscheidung getroffen – lassen Sie uns diesen Weg gemeinsam gehen. Für unsere Bürgerinnen und Bürger, für unsere Heimat und für eine Energiewende mit Vernunft“, so Breske.

Gastronomie unter Druck

Studie der Uni Osnabrück: Mehrfache Krisen stellen Betriebe vor große Herausforderung

Eine Studie am Institut für Geographie der Universität Osnabrück zeigt, dass viele Gastronomiebetriebe sich an Krisen anpassen können. Die Überlagerung verschiedener Krisen (Coronapandemie, Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine, Inflation) gefährdet aber häufig die Existenz der Betriebe. Ein Forschungsteam des Instituts der Geographie der Universität Osnabrück hat dies in einem dreijährigen Forschungsprojekts über die Gastronomie in niedersächsischen Städten festgestellt.

Viele Gastronomiebetriebe haben durch Maßnahmen wie Kostenreduktion und -effizienz, beispielsweise durch Personal- oder Angebotseinsparungen, Personalbindung, Preiserhöhungen sowie der Umstellung oder Diversifizierung von Angeboten oder des gesamten Betriebskonzepts auf die Krisen reagiert. „Vor allem während der COVID-19-Pandemie stellten Netzwerke unter Gastronominnen und Gastronomen eine wichtige Basis dar, um gegenseitig Unterstützung zu erhalten und dienten dem Wissens- und Informationsaustausch“, erläutert dazu Dr. Philip Verfürth vom Institut für Geographie. Staatliche Unterstützungsprogramme, Kurzarbeit und der Rückgriff auf eigene Rücklagen trugen für zahlreiche Betriebe wesentlich zum (Über-)Leben in der COVID-19-Krise bei. Der größte Teil der befragten Gastronomiebetreibenden sieht sich mit 44,7 Prozent als geschwächt aus ihrer bisher größten Betriebskrise hervorgehen. „Gleichzeitig sind aber auch 35,7 Prozent der Befragten der Meinung, dass ihre Betriebe gestärkt aus den Krisen hervorgegangen sind. Nur knapp 20 Prozent der Betriebe haben gar keine Veränderungen durch die Krisen wahrgenommen“, erklärt dazu Dr. Thomas Neise vom Institut für Geographie.

Während die Gastronomie sich an einzelne Krisen, wie der COVID-19-Pandemie, anpassen kann, erschwert die gleichzeitige Überlagerung mehrerer Krisen es ihnen, effektive Maßnahmen zu ergreifen. Dazu Dr. Philip Verfürth: „Pandemie, Personalmangel, der russische Angriffskrieg auf die Ukraine, Energiekrise und Inflation – es hat sich eine Polykrise entwickelt, also eine Situation, in der sich verschiedene Krisen gegenseitig verstärken. Die bringt viele Gastronomiebetriebe an ihre Belastungsgrenzen, denn was gegen die eine Krise hilft, kann in Bezug auf die andere Krise schaden“. Laut Studie sehen sich fast 40 Prozent der Gastronomiebetriebe in Niedersachsen aufgrund der Krisen in ihrer Existenz bedroht.

Neben den genannten Krisen sehen sich die Betriebe vor allem mit behördlichen Auflagen, hohen Betriebskosten sowie einem stagnierenden Umsatz bzw. geringen Margen konfrontiert – auch ausgelöst durch das abnehmende Konsum- und Ausgehverhalten der Menschen. Weitere Herausforderungen stellen die Qualität und Arbeitsbereitschaft der Mitarbeitenden, der steigende Mindestlohn sowie die Beendigung der herabgesetzten Mehrwertsteuer auf Speisen dar. Diese fortlaufenden Krisen und Herausforderungen lassen dauerhafte und nachhaltige strategische Anpassungen oftmals nicht zu. „Die Polykrisensituation führt in der Branche deshalb zu dem Gefühl, dass die Krisen noch nicht vorbei sind und auch nicht aufhören. Dies führt zu hoher Unsicherheit und Unvorhersehbarkeit bezüglich der Zukunft. Wir rechnen deshalb damit, dass weitere Betriebe schließen,“ so Isabelle Dachs.

„In der COVID-19-Krise haben Lokalpolitik und Kommunalverwaltungen häufig zum ersten Mal gemerkt, welche Bedeutung die Gastronomie für das soziale und wirtschaftliche Leben der Städte hat. Wir würden uns wünschen, dass die Branche gezielter gefördert und nachhaltige Unterstützungsstrukturen aufgebaut werden“, appelliert Dr. Thomas Neise. Handlungsempfehlungen aus dem Projekt adressieren den weiteren Ausbau von Beratungs- und Förderangeboten, die Digitalisierung in den Betriebsabläufen sowie die Stärkung der Vernetzung innerhalb der Branche und externen Akteurinnen und Akteuren, wie Stadtverwaltung, Politik und Wirtschaftsförderung.

Die Datengrundlage des Projektes „Organisationale Resilienz in der COVID-19-Pandemie: Krisenbewältigung und strategische Anpassung von Gastronomiebetrieben in niedersächsischen Städten‟ besteht aus zwei quantitativen Online-Befragungen (deutschlandweit 2020, 623 befragte Gastronominnen und Gastronomen und niedersachsenweit 2023, 679 befragte Gastronominnen und Gastronomen) sowie 83 qualitative Interviews mit Gastronominnen, Gastronomen und Vertreterinnen und Vertreter von Brauereien, Getränkegroßhandel, DEHOGA und Industrie- und Handelskammern (2018–2025).

Jugendfeuerwehr-Anhänger erstrahlt in neuem Glanz:

Jugendfeuerwehr-Anhänger erstrahlt in neuem Glanz: Spenden ermöglichen Folierung für mehr Sichtbarkeit

Der PKW-Anhänger der Kinder- und Jugendfeuerwehren der Samtgemeinde Sickte erhielt eine hochwertige Folierung, vollständig finanziert durch Spenden. Regionale Unternehmen wie der Obsthof Belkius GbR (Erkerode), VDP Ahrens (Veltheim/Ohe), EDEKA Kamp (Sickte) sowie die Fleischerei Schwieger (BS-Südstadt) unterstützten die Maßnahme mit großzügigen Spenden.

Ziel der Aktion ist, die Außenwirkung der Kinder- und Jugendfeuerwehren sowie der Freiwilligen Feuerwehren insgesamt zu steigern und die Sichtbarkeit des Anhängers bei Ausbildungs- und Einsatzübungen sowie bei öffentlichen Veranstaltungen zu erhöhen. Zudem soll Transparenz bei der Mittelverwendung sichtbar gemacht und die Wertschätzung der Unterstützerinnen und Unterstützer verdeutlicht werden. Durch das neue Logo wird zudem die Wiedererkennung der Kinder- und Jugendfeuerwehren in der Samtgemeinde Sickte gestärkt.

Die Spendenaktion zeigt, wie gemeinschaftliches Engagement konkrete Verbesserungen für Jugendarbeit und Außendarstellung ermöglichen kann. Die Initiatoren sehen darin einen wichtigen Beitrag zur Nachwuchsgewinnung und zur Stärkung des Vereinslebens in der Region.

Die Kinder- und Jugendfeuerwehren bedanken sich bei allen Sponsoren, die die neue Folierung des Anhängers ermöglicht haben. KHE

Gemeinsam Stark – Fachzug 5 übt Waldbrandeinsatz

Ein gemeinsamer Übungsdienst des 5. Fachzuges der Kreisfeuerwehrbereitschaft Ost „Wassertransport“, bestehend aus den Freiwilligen Feuerwehren Erkerode/Lucklum, Evessen, Wittmar, Cremlingen und Schulenrode, hat am vergangenen Wochenende rund um das Thema Wald- und Vegetationsbrände stattgefunden. Die Übung fand im Waldstück „Dettumer Grund“ statt und wurde vom Rittergut Lucklum als Bereitsteller unterstützt.

In zwei Übungslagen standen praxisnahe Themen im Mittelpunkt:

Zuerst wurde sich mit dem Anlegen eines Wundstreifens befasst. Diese einfache Methode befreit Vegetationsflächen von leicht entzündlichem Material, um die Ausbreitung eines Waldbrandes zu verlangsamen oder sogar zu stoppen. Hierbei wird dem Feuer der Brennstoff entzogen. Der Wundstreifen wird mit Handwerkzeugen, wie einem Gorgui angelegt. Ein Gorgui ist ein spezielles Handwerkzeug für die Waldbrandbekämpfung. Ziel des Übungsdienstes war es, den Teilnehmenden schnelle, sichere und praktikable Vorgehensweisen für den Einsatz unter realistischen Bedingungen zu vermitteln. Vor allem sollte gezeigt werden, was sich mit einfachen Mitteln, direkt von den Fahrzeugen aus erreichen lässt. 

Bei der zweiten Übung ging es um wassersparende Einsatzstrategien: Der Einsatz mittels

D-Schläuchen wurden geübt. Ebenfalls wie man diese unter Druck erweitert. Ziel war eine ressourcenschonende Planung und Nutzung des Wassers, ohne die Einsatzfähigkeit zu beeinträchtigen.

Besonderheiten der Veranstaltung waren der externe Beitrag von Luca Villa (@fire), der mit praxisnahen Beispielen unterstützte.

Die Verantwortlichen ziehen eine positive Bilanz: Die Teilnehmenden konnten Kenntnisse in der schnellen und effizienten Wasserführung bei Wald- und Vegetationsbränden erweitern und wertvolle Erfahrungen im wassersparenden Einsatz sammeln. Das Gelernte soll künftig zu schnelleren Reaktionszeiten und verbessertem Ressourcenmanagement in Einsätzen beitragen.

Ein besonderer Dank geht an das Rittergut Lucklum, für die Bereitstellung der Übungsstelle und bei Luca Villa für die fachliche Begleitung. KHE

Fachzug der Feuerwehr LK Wolfenbüttel im Einsatz bei Wendessen

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Der Fachzug I&K – Landkreis Wolfenbüttel informiert:

Am Abend des 30.08.2025 wurde unsere Fachgruppe UAS Ost, bestehend aus der in der Samtgemeinde Sickte stationierten Drohne und der Drohnengruppe der TEL, mit dem Stichwort H 0 – Drohneneinsatz Personensuche in die Stadt Wolfenbüttel alarmiert.
Im Rahmen der Amtshilfe für die Polizei sollten wir bei einer Personensuche unterstützen.
Schnell war klar, dass es ein längerer Einsatz mit vielen beteiligten Hilfsorganisationen werden würde und unsere Fachgruppen ELW 2, Krad und UAS gefordert werden. Galt es doch einen zehnjährigen autistischen Jungen zu finden.
Während unserer Einsatzzeit waren insgesamt elf Flächensuchhunde und Mantrailer, drei Drohnengruppen, zwei Kräder, ein Polizeihubschrauber, eine Fachgruppe Beschallung und unzählige Fußtrupps von DLRG, Feuerwehr, Polizei und Spontanhelfern an der Suche beteiligt.
In den frühen Morgenstunden rückten wir nach zehn Stunden Einsatz, leider ergebnislos, in unsere Standorte ein. Die Suche wurde natürlich mit frischen Einsatzkräften weitergeführt.
Glücklicherweise wurde der Junge in den folgenden Vormittagsstunden gefunden und konnte seiner Familie zugeführt werden. Somit war ein erneuter Einsatz für uns nicht erforderlich.
Wir bedanken uns für die professionelle Zusammenarbeit bei diesem für alle Beteiligten sehr emotionalen Einsatz!
Quelle: Fachzug I&K

Lucklumer Gespräche: Wie gelingen Begegnungsorte im ländlichen Raum?

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„Dorf.Raum.Kultur: Begegnungsorte in ländlichen Räumen gestalten“ – so lautete der Titel der mittlerweile 5. Lucklumer Gespräche, die am 25. August 2025 auf dem Rittergut Lucklum (SG Sickte) stattgefunden haben. Rund 70 Gäste aus Verwaltung, Kommunalpolitik, Kulturlandschaft, Heimatpflege und Wissenschaft nahmen teil. Die Lucklumer Gespräche sind ein mittlerweile etabliertes Format des Landkreises Wolfenbüttel, um gemeinsam mit den Aktiven vor Ort Themen des ländlichen Raums zu erforschen und entsprechende Impulse zu setzen. Die Veranstaltung fand in Zusammenarbeit mit der Niedersächsischen Akademie Ländlicher Raum e. V. (ALR) statt.

Was Begegnungsorte im ländlichen Raum leisten können, zeigte sich auf dem Rittergut Lucklum: Bei schönem spätsommerlichen Wetter kamen die Gäste im Innenhof zu guten Gesprächen zusammen. Der Bücherbus mit Team war vor Ort und für die gelungene Musikunterhaltung sorgte das Straßenmusiker-Duo Crepes Sucette.

Mit „DenkDeinDorf…und darüber hinaus!“ lokale Gemeinschaften stärken

Im Rittersaal begrüßten Landrätin Christiana Steinbrügge sowie Dr. Sylvia Herrmann von der ALR die Gäste. Johanna von Anshelm, Leiterin der Abteilung Kultur und Medien am Bildungszentrum Landkreis Wolfenbüttel, moderierte gekonnt durch den Abend.

„Wer Demokratie stärken will, muss Räume schaffen, in denen Menschen zusammenkommen können, um so soziale Beziehungen und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern. Und genau daran arbeiten wir hier im Landkreis Wolfenbüttel“, so die Landrätin. Sie verwies dabei auf das Projekt „DenkDeinDorf… und darüber hinaus!“, das ins Leben gerufen wurde, um lokale Gemeinschaften zu stärken. Gefördert wird das Vorhaben über das Bundesförderprogramm Aller.Land, die Förderzusage erfolgte im Juni. „Und damit komme ich zu dem Punkt, der mir noch wichtig ist: Das sind eben diese „interessierten Menschen“, also diejenigen, die sich für die Gemeinschaft vor Ort engagieren, die über Kultur, Sport, Feuerwehr oder andere Initiativen Begegnung und Verbindung schaffen und damit das Vertrauen stärken, das wir alle brauchen, um gut miteinander leben zu können“, so Steinbrügge.

Dr. Sylvia Herrmann stellte den Gästen die Akademie Ländlicher Raum vor. Ziel sei es, die Lebensgrundlagen im ländlichen Raum zu verbessern und Strategien für die zukünftige Entwicklung auszuarbeiten. Wichtig dafür sei der Austausch und Wissenstransfer, wie er auch bei den Lucklumer Gesprächen stattfindet.

Impulsvorträge: Wie gelingen Begegnungsorte? Was sind Voraussetzungen?

Wie Begegnungsorte gelingen können, zeigten zwei Impulsvorträge. Professor Dr. Berthold Vogel vom Soziologischen Forschungsinstitut der Universität Göttingen betonte die zentrale Bedeutung der kommunalen Ebene für viele Gegenwartsfragen wie etwa Energiewende, Bildung, Mobilität und den demografischen Wandel. Bürgerinnen und Bürgern beurteilten den allgemeinen Zustand des Landes, so Prof. Vogel, anhand ihrer Erfahrungen in ihrem direkten Umfeld. Daher komme der Kommunalpolitik und öffentlichen Verwaltung eine Schlüsselrolle für den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu.

Zusammenhalt, so Vogel, wachse dort, wo Vertrauen durch persönliche Begegnungen entsteht, wo Menschen vor Ort mitgestalten können und Entwicklungschancen gesehen werden. Fehlen diese, gehe auch Hoffnung verloren. Zudem bestehe die Wahrnehmung, dass die Themen der ländlichen Räume wenig Beachtung finden. Das fördere ein Gefühl des „Abgehängt-Seins“. Daraus ergibt sich der Gestaltungsauftrag für gleichwertige Lebensverhältnisse zu sorgen.

Vogel stellte das in seiner Forschungsarbeit entwickelte Konzept der „Sozialen Orte” vor: Orte, an denen Zusammenarbeit gelingt, Konflikte verhandelt werden und neue Formen des Miteinanders entstehen. Beispiele sind: Bibliotheken und Mehrgenerationenhäuser, aber auch innovative Formate wie Dorfmoderationen und neue Formen kommunaler Zusammenarbeit.

Soziale Orte gelingen laut Vogel, wenn Verwaltungen risikofreudig agieren, engagierte Akteure als „Virtuosinnen und Virtuosen des Wandels“ wirken und diese Orte als dauerhafte Prozesse gedacht werden.

Erfolgsfaktoren für Begegnungsorte im ländlichen Raum

„Wie gelingen Begegnungsorte in ländlichen Räumen?“ – so lautete der Impulsvortrag von Dr. Ina Rateniek von pro loco, einem Büro für Kultur- und Stadtberatung im nordrheinwestfälischen Schwerte. Sie konnte aus vielen konkreten Projekten berichten.

Ihre Erkenntnis: Es gibt sieben Erfolgsfaktoren, die Begegnungsorte entstehen und gelingen lassen. Es braucht, erstens, einen gesicherten Zugriff auf ein Gebäude, durch Kauf, Miete oder in Absprache mit der Kommune. Zweitens ist die Umnutzung bestehender Gebäude, etwa einer früheren Kneipe oder einem leerstehenden Ladenlokal, möglich. Drittens ist der Nutzungsmix entscheidend. Ein neues Angebot sollte bestehende Angebote ergänzen, aber nicht in Konkurrenz dazu treten. Viertens: Es braucht Menschen, die motiviert und engagiert sind und andere begeistern. Eine frühe Beteiligung der Einwohnerinnen und Einwohner, nach dem Motto „Ein Ort für Eure Ideen“ ist der fünfte Erfolgsfaktor. Ein Netzwerk auf Grundlage öffentlicher Strukturen ist, sechstens, ein weiterer wesentlicher Erfolgsfaktor. Dabei kommt der lokalen Wirtschaft eine wichtige Rolle als Förderer und Sponsor zu. Siebtens sind es Wirkung und Mehrwert, die einen Begegnungsort gelingen lassen: Ein solcher Ort erzeugt Aufbruchsstimmung und neues Engagement, ermöglicht mehr soziale und kulturelle Teilhabe und stärkt damit die Demokratie.

Praxisbeispiel: Ein Dorfladen und Dorfcafé

Ein Beispiel aus der Praxis gaben Dorfladenmitgründer Axel Unger und Bernd Caspar aus den Orten Hevensen und Wolbrechtshausen. Die Einführung dazu gab Sebastian Tränker von der Niedersächsischen Landgesellschaft mbH (NLG), die den Dorfentwicklungsprozess begleitet und unterstützt hatte.

Die beiden bestätigten, was Vogel und Rateniek zuvor als Erfolgsfaktoren benannt hatten, etwa die Möglichkeit der Umnutzung einer alten Schule, das gute Zusammenspiel von Bürgerinnen und mit Verwaltung und Lokalpolitik, sowie das bürgerschaftliche Engagement, das Vertrauen und Zuversicht verbreitet. Die große Begeisterung war den Mitgründen des Dorfladens „LadenTreff“ deutlich anzumerken.

Foto: © BIZ/Johannes Giering

Jetzt frisch im Dorfladen: Apfel- und Zwiebelernte

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Gerade aktuell:

Frisch eingetroffen – unsere neue Zwiebelernte! Regional, aromatisch und ab sofort bei uns erhältlich von Armbrecht aus Leiferde !

Die neue Apfelernte ist da! Frisch, knackig & regional von Halbhuber aus Evessen

Donnerstag ist „frische Tag“

Dienstags bestellen und Donnerstag kommt es frisch vom Erzeuger

Der Dorfladen in Weddel legt besonderen Wert auf regionale Produkte. Die Regale an einer Wand sind mit Produkten aus dem Umland gewidmet. Hier gibt es Wurst- und Fleischkonserven, Honig, Öle, gerösteten Kaffee, Marmeladen, Eingemachtes und Eingelegtes. Man findet aber auch Molkereiprodukte wie Käse und Joghurt, Eier und Kartoffeln kommen ebenfalls aus der Region. Frische Waren gibt es je nach Saison und einiges nur auf Vorbestellung wie zum Beispiel Weihnachtsgänse.
Zusätzlich gibt es noch Schreibwaren, ein Schul- und Bastelsortiment, Kinderbücher, Spiele und Wolle und Garne zu erwerben.

Der „moderne“ Tante Emma Laden in Weddel mit Schul- und Bürobedarf, Tiernahrung, Regionalen Lebensmitteln und vielen weiteren Produkten.

Sonntag, Montag und Feiertage geschlossen
Dienstag – Freitag 09:00–12:30, 14:30–18:00
Samstag 09:00–12:00

SPD Weddel gratuliert zum Jubiläum der KiTa Arche Noah

Pressemeldung der SPD

Seit einigen Jahrzehnten ist die Kindertagesstätte Arche Noah in Weddel ein zentraler Ort frühkindlicher Bildung, Begegnung und Betreuung. Anlässlich des jüngsten 50-jährigen Jubiläum gratulierte der SPD-Ortsverein Weddel herzlich und beteiligte sich zugleich mit einer Spende am Kauf eines neuen Bollerwagens für die Einrichtung. „Die Arche Noah ist für viele Familien ein fester Bestandteil des Alltags. Es war uns ein besonderes Anliegen, das Jubiläum nicht nur mit Glückwünschen, sondern auch mit einem praktischen Beitrag zu begleiten“, betont Christoph Ehlers.

Auch mehrere Mandatsträger der SPD nahmen am Festakt teil. „Die KiTa ist ein Ort, der Kinder fördert, Familien stärkt und den sozialen Zusammenhalt in Weddel sichtbar macht. Mit dem neuen Bollerwagen wird das pädagogische Angebot für die Kinder noch ein Stück bereichert“, erklärt Dr. Peter Abramowski, der als Präsident der Landessynode in seiner Rede auch die Vermittlung christlicher Werte unterstrich.

„Gerade in der Gemeinde Cremlingen sehen wir, wie wichtig eine gute Ausstattung unserer Kindertagesstätten ist. Der Einsatz der Arche Noah mit ihren Mitarbeitenden und den vielen engagierten Eltern ist vorbildlich, und wir werden uns weiterhin in den kommunalen Gremien dafür einsetzen, dass die Rahmenbedingungen stimmen“, ergänzte Malte Scheffler, der bis 2001 selber noch die KiTa Arche Noah besuchte. Den Gratulationen konnte sich Ortsbürgermeister Harald Koch nur anschließen. Er freue sich, dass die Einrichtung in direkter Nachbarschaft liege und er häufig KiTa-Gruppen bei ihren Ausflügen begegne – bald hoffentlich mit neuem Bollerwagen.

Der SPD-Ortsverein Weddel bedankt sich herzlich bei allen Beteiligten für das große Engagement rund um die Jubiläumsfeier und wünscht der KiTa Arche Noah weiterhin viel Erfolg bei ihrer wertvollen Arbeit mit den Kindern.