Mittwoch, April 1, 2026

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HSB stellt Ergebnisse des Entwicklungs- und Konsolidierungskonzepts vor

Dienstag, 2. September 2025

Pressemeldung

Wernigerode – Heute präsentierten Katrin Müller, Geschäftsführerin der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB), sowie Thomas Balcerowski, HSB-Aufsichtsratsvorsitzender und Landrat des Harzkreises, in Wernigerode die Ergebnisse des jüngst fertiggestellten Entwicklungs- und Konsolidierungskonzepts zur Zukunft des Unternehmens. Erarbeitet wurde das mehrere hundert Seiten umfassende Konzept von der renommierten Beratungsfirma SCI Verkehr GmbH aus Köln.

Anlass für die Konzepterstellung war, dass die HSB in den letzten Jahren durch stark gestiegene Kosten in verschiedenen Bereichen zunehmend vor erhebliche finanzielle Herausforderungen gestellt worden war und die Situation sich im vergangenen Jahr zuspitzte. Die Bundesländer Sachsen-Anhalt und Thüringen als Aufgabenträger für den Nahverkehr sowie die kommunalen HSB-Gesellschafter reagierten darauf mit zusätzlichen finanziellen Hilfen – verbunden mit der Erwartung, dass die HSB ein nachhaltiges Konzept für ihre Zukunft entwickelt.

Die nun vorliegenden Ergebnisse der seit Januar 2025 laufenden Untersuchungen wurden zunächst am 31. Juli den Vertretern der zuständigen Ministerien in Sachsen-Anhalt und Thüringen vorgestellt und am 28. August den Gesellschaftern sowie dem Aufsichtsrat präsentiert. Am heutigen Tag informierte Katrin Müller auch die Mitarbeitenden der HSB bei einer eigens dafür einberufenen Versammlung.

Zentrale Ziele: Tradition bewahren – Zukunft gestalten

Im Mittelpunkt der Analysen stand in erster Linie die rein wirtschaftliche Betrachtung des Status Quo des Unternehmens mit dem Ziel, Maßnahmen zur Kostenbegrenzung wie zur Erlös- und Effizienzsteigerung zu entwickeln und Wege zur organisatorischen Weiterentwicklung aufzuzeigen. Besondere Aufmerksamkeit lag dabei auf dem Erhalt des 140,4 km umfassenden Streckennetzes, der Sicherung des touristisch wichtigen Dampfbetriebs, der Weiterentwicklung des HSB-Angebots als moderner Schienenpersonennahverkehr, der verlässlichen und effizienten Durchführung des Betriebes sowie auf der Steigerung von Reisekomfort und Fahrzeugverfügbarkeit.
Die Digitalisierung und moderne Technologien werden auch weiterhin eine wichtige Rolle spielen. So wurde die bereits angestrebte Umrüstung der noch betriebsfähig zu erhaltenden historischen Fahrzeuge auf umweltfreundlichere Antriebe, wie beispielsweise die Leichtölfeuerung bei den Dampflokomotiven, in die Untersuchungen einbezogen. Darüber hinaus wurde anhand verschiedener Szenarien aber auch untersucht, unter welchen finanziellen Voraussetzungen ein Weiterbetrieb des Gesamtnetzes oder nur von Teilstrecken möglich ist.

Klarer Fahrplan für Investitionen und Modernisierung

Die Ergebnisse der gründlich in die Tiefe durchgeführten Analysen belegen in Summe, dass sich bei der HSB in den vergangenen Jahren erhebliche Investitions- und Instandhaltungsrückstände aufgehäuft haben – insbesondere bei der Infrastruktur und den Fahrzeugen. Für die nächsten zehn Jahre wird hier ein Sanierungs- und Modernisierungsbedarf in mittlerer dreistelliger Millionenhöhe erwartet. Die Handlungsempfehlungen von SCI Verkehr geben der HSB dabei neben strategischen Ausrichtungen auch einen klaren Zukunftskurs:
* Sanierung des Streckennetzes einschließlich aller dazugehörigen Bauwerke und technischer Anlagen
* Anschaffung einer neuen Fahrzeuggeneration in Form von Triebwagen mit alternativen Antrieben,
* Modernisierung der zu erhaltenden Dampf- und Diesellokomotiven sowie der historischen Wagen
* Neubau einer erweiterten Werkstatt für die Instandhaltung der künftigen Triebwagen,
* Umsetzung von Übergangsfahrplänen, bis die Modernisierungsmaßnahmen greifen.
Ein zentrales Element ist die notwendige Modernisierung der Werkstattinfrastruktur, da die bestehende Fahrzeugwerkstatt für die Instandhaltung einer neuen Fahrzeuggeneration nicht geeignet ist. Positiv hervorzuheben ist: Ein Personalabbau ist nicht vorgesehen – die HSB bleibt ein verlässlicher Arbeitgeber in der Region.

Nächste Schritte: Gemeinsam in die Zukunft

Die nun vorliegenden Ergebnisse bilden die Grundlage für die kommenden Gespräche mit den Ländern Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie den Gesellschaftern und Aufsichtsräten der HSB. Die anstehenden zukunftsweisenden Entscheidungen hängen maßgeblich von den künftigen Finanzierungsmöglichkeiten ab.
„Mit dem vorliegenden Konzept haben wir nun eine klare Orientierung, wie wir die HSB fit für die kommenden Jahrzehnte machen können – wirtschaftlich tragfähig, technisch modern und zugleich traditionsbewusst“, betonte Geschäftsführerin Katrin Müller.
Der Aufsichtsratsvorsitzende Thomas Balcerowski ergänzte: „Die HSB ist weit mehr als nur ein Verkehrsmittel – sie ist ein Stück lebendige Kultur und ein bedeutender Tourismusfaktor im Harz. Mit den jetzt vorgestellten Maßnahmen legen wir die Basis, diese Erfolgsgeschichte fortzuschreiben.“

Mehr Wasser für die Herzogsberge

DBU Naturerbe setzt Feuchtgebietsmaßnahme zum Schutz der biologischen Vielfalt um

Cremlingen. Es ist viel los im Grünland in den Herzogsbergen. „Nachdem die Schafe den Sommer über das Grün der selten gewordenen und europäisch geschützten mageren Flachland-Mähwiesen abgefressen haben, kümmern wir uns jetzt speziell um den Wasserhaushalt unserer DBU-Naturerbefläche“, erläutert Susanne Belting, Fachliche Leiterin im DBU Naturerbe, einer gemeinnützigen Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Drei sogenannte Sohlgleiten sowie 25 Grabenplomben sollen helfen den natürlichen Wasserrückhalt entlang des Cremlinger Bachs wiederherzustellen.

Schafsherde auf der DBU-Naturerbefläche Herzogsberge

Grabenplomben und Sohlgleiten für mehr Wasser in den Wiesen

„Grabenverschlüsse in Form von Grabenplomben und Sohlgleiten können den Wasserdurchlauf regulieren“, erläutert Revierleiter Achim Hördler vom Bundesforstbetrieb Niedersachsen, der die Umsetzung im Auftrag der Flächeneigentümerin vor Ort begleitet. Anders als bei Plomben, bei denen Entwässerungsgräben an einzelnen Punkten zugeschüttet werden und so das Wasser zurückstauen, verringern die drei eingesetzten Sohlgleiten nur die Durchflusshöhe des Wassers. Das führt zu einem leichteren Rückstau in den Gräben, was den angrenzenden feuchtigkeitsliebenden Pflanzen zugutekommen werde. „Der Zeitpunkt für die Umsetzung ist gut: Derzeit steht wenig Wasser in den Gräben, so dass wir gut arbeiten konnten“, so Hördler. Eingesetzt werde ein kleiner Bagger mit einer schmalen Schaufel, um die Flachland-Mähwiesen möglichst wenig zu belasten. Um Nährstoffeintrag zu vermeiden, wird lehmiger Boden von der DBU-Fläche eingesetzt. Wenn alles nach Plan läuft und das Wetter weiter mitspielt, sollen die Maßnahmen bis Ende Oktober abgeschlossen sein. Für Besuchende erwartet der Förster keine Einschränkungen.

Maßnahmen zum Schutz der biologischen Vielfalt

Die Veränderungen werden nicht von heute auf morgen sichtbar. Nur langsam regenerieren sich die Lebensräume. Wenn in den nächsten Jahren auf größerer Fläche beispielsweise wieder Seggen wachsen, die Kuckuckslichtnelke pink oder die Sumpfdotterblume gelb blühen, dann zeigten diese Pflanzen an, dass hier wieder Feuchtwiesen entstehen. „Die biologische Vielfalt ist bedroht. Der Rückgang der Artenvielfalt ist ein unersetzlicher Verlust, den wir uns nicht leisten können“, sagt Belting und ergänzt: „Es geht um die Lebensgrundlage von uns Menschen.“ Umso wichtiger sei es, solche Lebensräume wie in dem europäisch geschützten Naturschutzgebiet zu erhalten. Auch dank des engen Schulterschlusses mit der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Wolfenbüttels konnte die Planung der Feuchtgebietsmaßnahme vorangetrieben werden.

Eine Investition in das Ausbildungsniveau

Die Lavie Reha gGmbH freut sich über die Hilfe der Bürgerstiftung Ostfalen. Mit dem neuen E-Screen steigt die Lust am Lernen.

Königslutter. In den Genuss einer verspäteten Schulstunde kamen jetzt Vorstandsmitglieder der Bürgerstiftung Ostfalen (Helmstedt). Michael Mechow und Helmut Friese wollten mal sehen, wie sich ihr jüngstes Projekt in der Praxis bewährt: Die Stiftung förderte die Anschaffung eines so genannten E-Screens für den Unterricht der Lavie Reha in Königslutter.

„Allein hätten wir diesen Kauf nicht stemmen können“, erklärte Corinna Wollenhaupt, die Geschäftsführerin der Reha-Einrichtung. Und Jasmin Blume, als Sozial- und Organisationspädagogin bei Lavie für die Fachberatung berufliche Inklusion zuständig, ergänzte: „Durch den E-Screen möchten wir unseren jungen Rehabilitanden mit psychischen Erkrankungen die Chance bieten, sie im Rahmen ihrer außerbetrieblichen Rehabilitation oder Ausbildung auf dem technisch neusten Stand zu fördern und auszubilden.“ Dabei gehe es einerseits darum, berufsspezifische Schulungen mit aktueller Technik zu verbessern. „Andererseits schulen unsere Lehrkräfte die Rehabilitanden im Umgang mit dem neuen Medium sehr zeitintensiv, um ihnen einen sicheren Umgang zu ermöglichen.“

Das belegte an diesem Morgen Mathelehrerin Manuela Dörge. Sie brachte ihrer Lerngruppe anhand griffiger Beispiele den Dreisatz nahe. Dabei ließ sich der große Bildschirm mit einem Finger ebenso beschreiben wie mit speziellen Stiften. Mit einem Knopfdruck ist alles gelöscht – die Zeiten von Schwamm und Kreide sind vorbei. Gleichwohl kann die Lehrkraft auch zu gelöschten Seiten zurückblättern, falls Fragen auftauchen. Selbstverständlich können diese Dateien auch über das hauseigene Teams-Netzwerk verschickt werden, damit die Lerngruppen zu Hause alles nochmal durchgehen können.

Als Manuela Dörge ein neues, schwieriges Rechenbeispiel an die Wand wirft, wird die Aufgabe von Stöhngeräuschen der Schüler begleitet – daran hat sich seit den Zeiten der Schiefertafel wohl nichts geändert. Und doch ist zu spüren, dass die Jugendlichen den technischen Abläufen mit Interesse folgen. Das mag auch an der Ausstattung liegen, die Manuela Dörge begeistert aufzählt: „Fernbedienung, Lautsprecher, WebCam, Tastatur und ein integrierter PC gehören dazu.“ Somit seien auch Ausflüge ins Internet sowie Video-Konferenzen möglich. „Ich finde den E-Screen eine wirklich gute Errungenschaft, die gerade schwächeren Teilnehmenden durch starke Visualisierung beim Lernen hilft“, betont die Pädagogin. In dieser Leistungsstufe könne nicht alles abgeschrieben werden, was an der Tafel stehe. „Aber durch das spätere Versenden sind die Bilder und sind alle Arbeitsschritte immer da und präsent.“

Die Unterstützer waren ebenfalls des Lobes voll: „Ich finde ihn auch wirklich toll“, freute sich Helmut Friese über den E-Screen. Die Stiftung habe der Lavie Reha gGmbH gern diesen dringenden Wunsch erfüllt, weil der Bedarf deutlich wurde. Immerhin förderte die Bürgerstiftung den Kauf mit fast 6500 Euro. Erfreut nahmen die Gäste zudem eine letzte Information der Mathelehrerin zur Kenntnis: „Unsere Klassen müssen immer noch persönliche Mappen führen – handgeschrieben.“

Lehrerin Manuela Dörge vor der Klasse und neben dem neuen E-Screen, auf dem sie gerade den Preis für sieben Bananen ermitteln lässt.  Foto Regio-Press

Titelfoto: Unterstützer, Schüler und Lavie-Mitarbeitende machten zufriedene Gesichter, als sie sich vor dem neuen E-Screen zum Foto aufstellten.  Foto: Regio-Press

Sicher im Auto unterwegs mit Kindern, die nicht die eigenen sind

ACV informiert zu Pflichten, Haftung und Sicherheit

Ob Fußballtraining, Kindergeburtstag oder Wochenendausflug: Wer Kinder befördert, die nicht die eigenen sind, übernimmt eine besondere Verantwortung. Zum Schulstart in Deutschland ist das Thema besonders aktuell, da nun wieder viele Kinder gemeinsam unterwegs sind. Neben der Aufsichtspflicht sind rechtliche Vorgaben einzuhalten, und auch die richtige Sicherung im Auto spielt eine zentrale Rolle. Der ACV Automobil-Club Verkehr gibt Tipps, wie Autofahrer rechtlich abgesichert sind und die kleinen Mitfahrer bestmöglich geschützt werden.

Rechtliche Absicherung vor der Fahrt

Bevor Kinder von Dritten mitgenommen werden, sollten die Eltern schriftlich zustimmen. Eine Einverständniserklärung überträgt die Aufsichtspflicht und gibt Sicherheit, wenn Name, Alter des Kindes, Zeitraum und Ziel der Fahrt sowie Kontaktdaten der Eltern und eine medizinische Vollmacht enthalten sind.
Zusätzlich kann eine schriftliche Absprache sinnvoll sein, in der die Eltern mögliche Risiken bestätigen. Eine vollständige Haftungsbefreiung ist rechtlich zwar nicht möglich, klare Vereinbarungen können aber Missverständnisse vermeiden.
Für Auslandsfahrten reicht eine einfache Erklärung nicht aus. Viele Länder verlangen eine beglaubigte Reisevollmacht mit zusätzlichen Angaben.

Sicherungspflicht im Auto

Kinder müssen nach § 21 StVO immer mit einem geeigneten, geprüften Kindersitz gesichert sein – bis zum vollendeten 12. Lebensjahr oder unter 150 cm Körpergröße.
Ob Babyschale, Reboarder, vorwärtsgerichteter Kindersitz oder Sitzerhöhung: Entscheidend ist, dass Sitztyp, Norm und Passform stimmen. Auch der richtige Gurtverlauf und das Ablegen dicker Kleidung sind Pflicht. Gerade bei spontanen Fahrten mit Freunden der eigenen Kinder ist eine sichere und passende Lösung wichtig.

Kinder auf dem Beifahrersitz

Grundsätzlich dürfen Kinder auch vorne mitfahren, aber nur im zugelassenen Kindersitz. Rückwärtsgerichtete Sitze sind auf dem Beifahrersitz nur erlaubt, wenn der Airbag deaktiviert ist. Am sichersten sind Kinder dennoch auf der Rückbank, insbesondere auf dem mittleren Sitz mit Dreipunktgurt.

Aufsichtspflicht während der Fahrt

Neben der Sicherungspflicht gilt die Aufsichtspflicht. Autofahrer müssen sicherstellen, dass Kinder angeschnallt sind und keine gefährlichen Handlungen ausführen. Bei Unruhe sollte lieber angehalten werden, statt während der Fahrt einzugreifen. Gerichte haben entschieden, dass Fahrer haftbar sein können, wenn eine Verletzung der Aufsichtspflicht zu Schäden führt.

Versicherungsschutz bei Unfällen

Kommt es zu einem Unfall, sind Kinder durch die Kfz-Haftpflichtversicherung abgesichert. Abhängig von der Situation können außerdem greifen:

  • Gesetzliche Unfallversicherung bei Kita-, Schul- oder Arbeitswegen
  • Kasko-Versicherung für Schäden am eigenen Fahrzeug
  • Private Haftpflichtversicherung für Schäden, die Kinder verursachen

Eine zusätzliche Insassenunfallversicherung ist meist nicht erforderlich.

Haftung bei Schäden durch Kinder

Die Haftung hängt vom Alter des Kindes ab:

  • bis 7 Jahre: keine Haftung
  • 7 bis 10 Jahre: nur bei Vorsatz
  • über 10 Jahre: bei Einsichtsfähigkeit

Wenn Kinder nicht haftbar sind, können Eltern oder Aufsichtspersonen verantwortlich sein. Eine private Familienhaftpflichtversicherung schützt vor finanziellen Folgen.

Notfallmanagement und Erziehungsrecht

Für alle Fälle sollten Notfallkontakte, Adressen und eine medizinische Vollmacht griffbereit sein. Im Rahmen des Erziehungsrechts darf der Fahrer Anweisungen geben, um Sicherheit und Ordnung zu gewährleisten. So sind alle Beteiligten gut vorbereitet.

Ausführlichere Informationen zum Thema stellt der ACV über diesen Link im Ratgeber-Bereich seiner Website zur Verfügung.

Beitrag des TFS zum Windpark in Cremlingen

Windkraft in der Gemeinde Cremlingen
Update zur Petition – die gesamte Gemeinde im Blick
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
am Donnerstag, den 28.08.2025, wurde im Ausschuss für Planung, Umwelt- und Klimaschutz der Gemeinde Cremlingen deutlich, dass es bei der aktuellen Debatte zum Thema Ansiedlung von Windkraftanlagen nicht allein um den Ort Schandelah und den Kirschberg geht. Bürgermeister Kaatz (SPD) bestätigte, dass es bereits weitere Anfragen von Investoren für Standorte in Destedt und Klein Schöppenstedt gibt. Damit wird klar: Der geplante Grundsatzbeschluss hätte Auswirkungen auf die gesamte Gemeinde Cremlingen, nicht nur auf einen einzelnen Ort.
CDU-Position: Lebensqualität sichern
Die CDU-Fraktion hat in der Sitzung dargelegt, dass sie keine Flächen für Windkraftanlagen in der Gemeinde Cremlingen öffnen will, sondern die Planung des Regionalverbandes Großraum Braunschweig anerkennt. Dieser sieht für die Gemeinde Cremlingen keine geeigneten Flächen vor. CDU-Vertreter Uwe Lagosky warnte vor einer „Büchse der Pandora“, sollte die Gemeinde diesen Sonderweg einschlagen.
Eindrücke aus der Sitzung
Die CDU stellte klar, dass sie Lebensqualität, Natur und Akzeptanz sichern will und sich gegen Sonderwege ausspricht.
Bürgermeister Kaatz war gut über den Sachverhalt informiert und benannte konkrete Investorenanfragen in weiteren Ortschaften der Gemeinde Cremlingen. Er stellte zugleich dar, dass ein Grundsatzbeschluss nicht automatisch zu Konsequenzen führe. Besonders brisant: Er bezeichnete die Bebauung des Ortsteiles Schandelah-Wohld als „Splitterbebauung“, womit die 1000-Meter-Abstandsregel für Windkraftanlagen auf 600 Meter reduziert werden könnte. Es erweckte den Eindruck, dass ihm die Information zum geplanten Windpark in Schandelah durch Ortsbürgermeister Bauschke im Ortsrat Schandelah zum Jahresanfang missfiel. Ein Signal, dass umfassende Transparenz offenbar nicht immer gewünscht ist.
Die Grünen (Ausschussvorsitzende Ulrike Stuhlweißenburg-Siemens) sprachen sich offen für Windkraft aus und nannten 800 Meter Abstand zur Wohnbebauung als durchaus denkbar. Zudem müsse die vom Regionalverband Großraum Braunschweig vorgesehene Clusterung der Gebietsgröße für mögliche Windparkanlagen nicht zwingend eingehalten werden. Dies hätte die Errichtung von vielen kleinen Windparks im Gemeindegebiet zur Folge.
Die Basis (Dr. Wolfgang Fischer) brachte konkrete Sachargumente gegen Windkraft vor – Artenschutz, Landschaftsbild, fehlende Wirtschaftlichkeit.
Bürgerfragestunde: Der Sitzungssaal war voll besetzt. Viele Bürger stellten kritische Fragen, so dass die vorgesehene Zeit nicht ausreichte – zahlreiche Fragen blieben ungestellt und damit unbeantwortet.
Unser Eindruck als Initiative Transparenz für Schandelah (TFS) und der Blick über Schandelah hinaus
In der Sitzung wurde behauptet, in Dettum habe es eine Zustimmung von 70% der Bevölkerung für die Ansiedlung von Windkraftanlagen gegeben. Das stimmt so nicht: Die Zahl bezog sich auf eine stadtweite Befragung in Wolfenbüttel (2012), nicht nur auf die Ortschaften Ahlum und Dettum selbst. In einzelnen Ortsteilen überwog sogar die Ablehnung.
Dieses Beispiel zeigt, wie leicht es ist, mit dem „Heiliger St. Florian“-Prinzip zu argumentieren: „Verschon mein Haus, zünd andere an.“
Doch genau das darf in der Gemeinde Cremlingen nicht passieren. Alle Ortschaften sind potenziell betroffen. Schandelah könnte nur der Anfang sein – weitere Flächen stehen längst im Raum.

Die Sitzung hat gezeigt: Die Debatte geht längst über Schandelah hinaus.

Das Ausmaß der bisher im Hintergrund laufenden Vorgänge und die Möglichkeit, dass die gesamte Gemeinde Cremlingen als potenzielle Fläche für Windkraftanlagen im Fokus stehen könnte, ist erschreckend.
Falls Schandelah möglicherweise nicht betroffen sein sollte, stehen wir dennoch gemeinsam mit allen Ortschaften in der Verantwortung, Transparenz und Mitsprache einzufordern.
Deshalb unser Appell an alle Bürgerinnen und Bürger in der Gemeinde Cremlingen:
Unterstützen Sie die Petition mit Ihrer Unterschrift. Jede Stimme stärkt die Forderung nach klarer Information, fairer Abwägung und echter Beteiligung.
Ebenfalls appellieren wir an Sie, die stimmberechtigten Mitglieder des Gemeinderates.
Lassen Sie sich bitte nicht von Fraktionszwängen in Ihrer Entscheidung lenken. Setzen Sie mit Ihrer Stimme ein Zeichen. Ein Zeichen für unsere Gemeinde Cremlingen, für den Schutz unserer Natur, für den Erhalt unserer Heimat und für eine Zukunft, in der sich auch kommende Generationen zuhause fühlen können.
Wir werden die Petition offiziell in der Gemeinderatssitzung am 23. September übergeben – ein sichtbares Zeichen, dass die Bürgerinnen und Bürger gehört werden wollen.
Bürgerinitiative Transparenz für Schandelah

Ab September hat der Obsthof Molks auch wieder Sonntags geöffnet

Anzeige Evessen, 02.09.25

Jetzt werden die Äpfel auf den Plantagen im Elm geerntet

Nachdem nun die ersten Obstsorten geerntet wurden, ist Zeit für den Liebling der Deutschen, den Apfel. In den Plantagen in Evessen sind diese gut heran gewachsen und dank der längeren Regenzeit seit Juli auch noch mit ausreichend Wasser versorgt worden.

Nun kommen die über 25 Apfelsorten in den Verkauf, direkt im Hofladen der Familie Molks und auch auf den Wochenmarktständen in Braunschweig. Jeden Mittwoch und Samstag ist der Marktwagen auf dem Altstadtmarkt in Braunschweig und am Freitag hinter dem Schloß.

Windpark in Cremlingen?

Ein Leserbrief von Ole Höpfner:

Wer verschandelt unsere Umwelt, der soll sich erklären.

Windräder sprießen, doch ohne Speicherlösungen bleibt ihr Nutzen begrenzt. Was hilft grüner Strom, wenn er verpufft, weil das Netz nicht bereit ist?

Keine Batterien, kein smartes Management – aber Hauptsache die Landschaft ist „klimaneutral“ verbaut.

Nicht alles was Grün ist, ist gut !

Nachhaltiger Fortschritt beginnt mit den Grundlagen, nicht mit Symbolen

Wer den zweiten Schritt vor dem ersten macht, riskiert mehr als nur Ineffizienz – er zerstört Vertrauen in die Energiewende.

„Überflutungsvorsorge“ – wirkungsvoller Hochwasserschutz in unserer Region

Presseinformation, 03.09.2025

Hochwasserschutz: Feuerwehr-Vormittag Überflutungsvorsorge

Feuerwehren üben auf dem Gelände des Wasserverbandes Weddel-Lehre

Am Samstag, den 30.08.2025, informierten sich die örtlichen Feuerwehren beim Was-
serverband Weddel-Lehre (WWL) zum Thema Überflutungsvorsorge. Christian Siemon,
Büroleiter der HGN Beratungsgesellschaft, stellte das eigens entwickelte Hochwasser-
Warnsystem vor, welches bereits die Einsatzkräfte im Landkreis Wolfenbüttel sowie in
den Städten Braunschweig und Goslar frühzeitig vor drohenden Gefahrenlagen durch
Hochwasser alarmiert. Im Anschluss hatten die anwesenden Kameradinnen und Kame-
raden verschiedener freiwilliger Feuerwehren die Möglichkeit, den kürzlich von der
Hochwasserpartnerschaft Schunter-Wabe angeschafften Mobildeich im Rahmen einer
Übung auf dem Betriebsgelände des Wasserverbandes Weddel-Lehre aufzubauen. Un-
terstützt wurde die Anschaffung des Mobildeiches durch eine 70% – Förderung des För-
derprogramms LEADER.

Nach den Hochwasserereignissen an Weihnachten 2023 hat die Hochwasserpartnerschaft
Schunter-Wabe reagiert und, gemeinsam mit den Gemeinden Cremlingen und Lehre sowie
den Samtgemeinden Sickte und Nord-Elm, ein Mobildeichsystem aus ineinander steckbaren
Kunststoffwinkeln angeschafft. Nunmehr stehen der Hochwasserpartnerschaft insgesamt 600
Meter Mobildeich zur Verfügung, der im Hochwasserfall die örtlichen Einsatzkräfte entlasten
soll.

Sichtlich interessiert und positiv überrascht von der kurzen Aufbauzeit, bauten die Teilnehmer
mehrere Deichabschnitte von bis zu 70 Metern in rund 15 Minuten auf. Die nächsten wichtigen
Bausteine für eine wirkungsvolle Überflutungsvorsorge sieht der WWL-Mitarbeiter und Koor-
dinator der Hochwasserpartnerschaft Schunter Wabe, Nils Stanko, in der Ausarbeitung eines
sinnvollen Einsatzkonzeptes gemeinsam mit den Feuerwehren sowie in der Erweiterung des
Hochwasserwarnsystems entlang der Schunter.

Hier Motive vom Mobieldeichsystem beim WWL:

Eine echte Alternative zum Sandsack, der Mobile Deich im Stecksystem

Teamarbeit für unsere Sicherheit – DANKE.

6oo Meter „Mobiler Deich“ werden zentral beim WWL in Cremlingen eingelagert

Moderne Medientechnik für Bildungseinrichtungen – Medienzentrum Wolfenbüttel erhält Förderung im Rahmen des Landesprogramms „Lernräume der Zukunft“

Das Medienzentrum des Landkreises Wolfenbüttel hat rund 140.000 Euro Fördermittel aus dem Programm „Lernräume der Zukunft“ des Landes Niedersachsen erhalten. Mit den Mitteln wurde modernste Film-, Licht- und Tontechnik sowie iPads und VR-Brillen für den stationären und mobilen Einsatz angeschafft. Die neue Ausstattung steht ab sofort kostenfrei allen Bildungseinrichtungen im Landkreis Wolfenbüttel für Film- und Medienprojekte zur Verfügung. Eine Übersicht der Geräte finden Sie in unserem Online-Katalog auf der Homepage.

Ziel des Förderprogramms ist es, digitale und kreative Bildungsräume zu stärken und zukunftsweisende Lernangebote zu unterstützen. Das Medienzentrum Wolfenbüttel hat die Förderung genutzt, um seine technische Infrastruktur grundlegend zu modernisieren und damit neue Möglichkeiten für medienpädagogische Arbeit zu schaffen.

„Mit der neuen Ausstattung können Schulen, Kitas und andere Bildungseinrichtungen professionell ausgestattete Medienprojekte umsetzen – vom der ersten Filmidee bis zum finalen Schnitt“, sagt Laura Lörcher vom Medienzentrum. „Wir freuen uns, damit die Medienkompetenz junger Menschen aktiv zu fördern.“

Die Technik kann nach vorheriger Reservierung ausgeliehen werden. Eine Einweisung in die Nutzung der Geräte erfolgt durch die Mitarbeitenden des Medienzentrums vor Ort im Bildungszentrum. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, mit Gruppen direkt in den Räumlichkeiten des Medienzentrums zu arbeiten – ideal für Workshops, Projekttage oder Filmprojekte.

Das Medienzentrum versteht sich als Partner der Bildungseinrichtungen im Landkreis und bietet neben der Technik auch fachliche Beratung und Unterstützung bei der Umsetzung medienpädagogischer Projekte an.

Weitere Informationen und Buchungsanfragen unter:
https://www.bildungszentrum-wolfenbuettel.de/kultur-medien/medienzentrum

Bildunterschrift: Aus den Fördermitteln wurde modernste Film-, Licht- und Tontechnik sowie iPads und VR-Brillen für den stationären und mobilen Einsatz angeschafft  Foto: BIZ

CDU Cremlingen: Lebensqualität statt Windkraft-Experimenten

Pressemeldung

Die CDU-Fraktion im Rat der Gemeinde Cremlingen wird zum Tagesordnungspunkt „Windkraft in der Gemeinde Cremlingen – Grundsatzbeschluss“ (Drucksache XI/376) einen Änderungsantrag in den kommenden Gemeinderat einbringen. Unser Ziel ist es, die Planung des Regionalverbandes Großraum Braunschweig (RGB) verbindlich anzuerkennen und keine zusätzlichen Flächen für Windkraftanlagen in der Gemeinde Cremlingen auszuweisen.

Die Sorgen der Menschen sind groß: Bürgerinnen und Bürger befürchten, dass ihre Ortschaften durch riesige Windräder direkt vor der Haustür massiv an Lebensqualität verlieren. Laut Bürgermeister gibt es bereits vorliegende Anfragen in den Ortschaften Destedt, Schandelah und Klein Schöppenstedt. Weitere könnten folgen! Niemand möchte eine „Verspargelung“ der Landschaft, Lärm- und Schattenwurf oder den Wertverlust des eigenen Hauses. Statt Klarheit und Verlässlichkeit zu schaffen, setzt der Bürgermeister auf einen Sonderweg, obwohl das Planungsverfahren des Regionalverbandes kurz vor dem Abschluss steht – und dort eindeutig festgestellt wurde: In Cremlingen gibt es keine geeigneten Flächen, um Windkraftanlagen zu bauen.

Warum die CDU diesen Sonderweg ablehnt:

  • Die Planung des Regionalverbandes Großraum Braunschweig sieht in Cremlingen keine Potenzialflächen vor: Die Gründe dafür sind der Abstand zu Wohngebieten, Abstand zu FFH- Gebieten, Naturschutz, Rohstoffsicherung, Abstand zu Autobahnen, Abstand zu Bundesstraßen, der Abstand zu Bahnstrecken, der Schutz des Rotmilans und ggf. weitere Punkte. Ohne klare Regeln erfolgt eine „Verspargelung“ unserer Landschaft. Es muss auch Gebiete ohne Windkraft geben!

  • Hohe Kosten für die Gemeinde: Zusätzliche Planungen würden erhebliche Ressourcen verschlingen, die wir dringend für Kitas, Schulen, Straßen und Feuerwehr benötigen.

  • Akzeptanzverlust: Nur wenn die Menschen mitgenommen werden, kann die Energiewende gelingen. Sonderwege zerstören das Vertrauen in Politik und Verwaltung.

Mit der von der Verwaltung vorgeschlagenen Nutzung rechtlicher Möglichkeiten wird der Weg für Windkraftanlagen in Cremlingen frei. Ob die Gemeinde Cremlingen sich entgegen der Planung des Regionalverbandes öffnet, kann nur mit einem klaren Ja oder Nein beantwortet werden. Der Beschlussvorschlag der Verwaltung sieht dieses aber nicht vor und öffnet Tür und Tor für Windkraftanlagen in der Gemeinde Cremlingen. “, so Uwe Lagosky, Mitglied im Ausschuss für Planung, Umwelt- und Klimaschutz. „Wir stehen ohne Zweifel hinter der Energiewende. Erneuerbare Energien sind notwendig – auch im Interesse unserer Kinder und Enkel. Aber sie dürfen nicht auf Kosten von Lebensqualität, Transparenz und Akzeptanz erzwungen werden.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Tobias Breske ergänzt: „Unsere Bürgerinnen und Bürger dürfen erwarten, dass ihre Interessen im Mittelpunkt stehen – nicht die von Investoren. Wir wollen erneuerbare Energien, aber mit Augenmaß und klaren Regeln. Diese Regeln wurden vom Regionalverband erarbeitet. Es geht um nichts weniger als den Schutz unserer Heimat und die Lebensqualität in unseren zehn Dörfern und der gesamten Region.“

Appell an die Ratsfraktionen:

Wir rufen die anderen Fraktionen dazu auf, den vorgeschlagenen Irrweg nicht mitzugehen. Die Menschen in Cremlingen haben ein Recht auf berechenbare Politik. Der Regionalverband hat eine fachlich fundierte Entscheidung getroffen – lassen Sie uns diesen Weg gemeinsam gehen. Für unsere Bürgerinnen und Bürger, für unsere Heimat und für eine Energiewende mit Vernunft“, so Breske.