Samstag, April 4, 2026

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Bei Frost und Schnee: Firmen sollen Saison-Kurzarbeitergeld nutzen

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Jobs für 730 Bauarbeiter im
Kreis Wolfenbüttel sind „winterfest“

Die Jobs der rund 730 Baubeschäftigten im Landkreis Wolfenbüttel sind „winterfest“: „Wer auf dem Bau arbeitet, kommt gut durch den Winter. Auch wenn bei Schnee und Frost kein Fundament ausgehoben, keine Straßen asphaltiert, keine Rohrleitungen und Kanäle verlegt werden: Arbeitsverträge und Lohnfortzahlungen laufen weiter“, sagt Holger Henze von der IG BAU Braunschweig-Goslar.

Möglich macht das das Saison-Kurzarbeitergeld (kurz: Saison-Kug – das frühere Schlechtwettergeld), so die Bau-Gewerkschaft. „Vom Dezember bis zum März können Bauarbeiter dadurch weiterbeschäftigt werden. Auch wenn das Wetter das Arbeiten draußen unmöglich macht“, so der IG BAU-Bezirksvorsitzende Henze. Die Arbeitsagentur biete Baubeschäftigten dazu eine Art „Winter-Brücke“: ein Ausfallgeld in Höhe von bis zu 67 Prozent des Nettolohns.

„Wichtig ist, dass möglichst viele der 75 Baubetriebe im Landkreis Wolfenbüttel das Saison-Kug als Chance begreifen und nutzen. Der Vorteil für die Firmen liegt auf der Hand: Sie brauchen keinen Bauarbeiter entlassen – und müssen sich dann, wenn es im Frühjahr auf dem Bau wieder richtig rundgeht, auch keine neuen Fachkräfte suchen“, sagt Holger Henze. Und die Beschäftigten hätten eine „365-Tages-Perspektive im Job und stabile Einkünfte“.

Sollten Aufträge wegen des Winterwetters nicht erledigt werden können, dann reiche es sogar, die Arbeitsagentur nachträglich darüber zu informieren: „Betriebe können so frei planen und flexibel auf jedes Wetter reagieren. Und Unternehmen müssen kein großes bürokratisches Rad drehen: Anträge für das Saison-Kurzarbeitergeld sind schnell gestellt – für die komplette Belegschaft oder auch nur für einen Teil vom Team“, so der Bezirksvorsitzende der IG BAU Braunschweig-Goslar. Neben den Bauunternehmen würden auch Dachdecker- und Gerüstbaubetriebe vom Saison-Kurzarbeitergeld profitieren. Ebenso Unternehmen im Garten- und Landschaftsbau.

„Bevor sie das Saison-Kug nutzen, müssten die Unternehmen allerdings prüfen, ob Beschäftigte noch andere Arbeiten im Betrieb übernehmen können: bei der Produktion in der Halle oder im Lager zum Beispiel“, erklärt der IG BAU-Bezirksvorsitzende Henze. Auch alte Urlaubstage und Arbeitszeitkonten müssten Firmen im Kreis Wolfenbüttel vor einem Saison-Kug-Antrag berücksichtigen.

Mehr Infos zum Saison-Kurzarbeitergeld unter:

https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/kurzarbeitergeldformen/saison-kurzarbeitergeld

CDU Sickte veröffentlicht die Broschüre „BereitFürMorgen“

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Sickte 06.11.2025

Im Rahmen einer Pressekonferenz stellte Uwe Schäfer die Broschüre über die Samtgemeinde Sickte vor. Hier wird jede der 5 Gemeinden innerhalb der Samtgemeinde angesprochen und über die vergangenen 4 Jahre  Ratsarbeit der CDU informiert.

Über die Finanzen und die Sanierung der Freibäder in Sickte und Dettum wird ebenso, wie über die Friedhöfe, als würdevolle Orte informiert. Die Informationsschrift ist hochwertig ausgearbeitet und mit klarer Bebilderung sehr lesenswert.

Uwe Schäfer (Vorsitzender des CDU Samtgemeindeverbandes) möchte die Bürgerinnen und Bürger nicht nur informieren, sondern fordert die Gemeindemitglieder auch auf, sich mit Anregungen in die Entscheidungen einzubringen. Hier besteht eine gute Möglichkeit sich zu informieren und sich eine eigen Meinung zu bilden.

Kommen Windräder in der Gemeinde Cremlingen – Thema in der Ratssitzung 16.12.25

Mit Vorlage XI/376 liegt ein Vorschlag der Verwaltung vor, die rechtlichen Möglichkeiten für den Ausbau der Windenergienutzung künftig planerisch zu begleiten und zu steuern.

Zu einer möglichen Windkraftplanung in Schandelah-Wohld hat sich die Bürgerinitiative „Transparenz für Schandelah (TSF)“ gegründet und in der Ratssitzung am 23.09.2025 die anliegende Petition an Rat und Verwaltung übergeben.

Diese umfasst die Beschwerde einer fehlenden Transparenz zum Thema Windkraft in Schandelah-Wohld. Zudem werden folgende Punkte angeregt:

1. ein öffentlicher Sachstandsbericht zum aktuellen Stand des Vorhabens

2. Eine klare Bewertung des bisherigen Informationsverlaufs im Rat der Gemeinde Cremlingen.

3. Die Durchführung einer Einwohnerversammlung nach § 35 NKomVG vor einem Grundsatzbeschluss zur Windkraft. (Nach Auskunft der TSF ist hier eine Einwohnerbefragung gemeint!)

Die TSF hat damit ihr Recht aus § 34 NKomVG i. V. m. § 8 der Hauptsatzung der Gemeinde Cremlingen wahrgenommen, sich mit auf Anregungen und Beschwerden in Angelegenheiten der Kommune an die Vertretung zu wenden. Vertretungsberechtigte Personen sind benannt.

Der Petent hat einen Anspruch auf sachliche Prüfung und schriftliche Mitteilung darüber, wie die Angelegenheit inhaltlich behandelt und entschieden wird. Die Prüfung kann der Rat auf den Verwaltungsausschuss übertragen.

Die Verwaltung teilt dazu Folgendes mit:

Zu 1. Die Gemeindeverwaltung hatte lange Zeit keine Kenntnis über die Entwicklungsabsichten eines Windparks in der Gemarkung Schandelah. Es ist durchaus üblich, dass sich Projektentwickler zunächst einmal an Flächeneigentümer oder umgekehrt wenden, so dass Flächen zunächst einmal für ein Projekt gesichert werden können.

Die Gemeinde Cremlingen hat durch die Übersendung eines Pachtvertrages und eines Vorstellungsgespräches des Investors im Hause Kenntnis über das (Einzel-)Projekt Schandelah-Wohld erlangt. Die Gemeinde Cremlingen hat den vorliegenden Nutzungsvertrag nicht unterzeichnet, da ein Grundsatzbeschluss des Rates zur Windenergie bisher nicht gefasst wurde.

Zu 2. Die kommunalen Gremien wurden von der Verwaltung in vorgenannter Form informiert.  Eine tiefergreifende Information der Öffentlichkeit über das „Projekt Schandelah-Wohld“ ist wegen des bevorstehenden Grundsatzbeschlusses bisher nicht erfolgt.

Anzumerken ist, dass Ortsbürgermeister Bauschke aus eigenen Erkenntnissen den Ortsrat Schandelah in seiner Sitzung am 30.01.2025 über das Projekt informiert hat.

Zu 3. Aus Sicht der Verwaltung sollte zunächst einmal der Rat der Gemeinde Cremlingen einen Grundsatzbeschluss über Windkraft auf dem Gebiet der Gemeinde Cremlingen fassen. Sollte dieser positiv beschlossen werden, so wäre aus Sicht der Verwaltung vorstellbar, über (Einzel-)Projekte eine Einwohnerbefragung gemäß § 35 NKomVG durchzuführen zu können. Der Rat der Gemeinde Cremlingen müsste dazu einen gesonderten Beschluss fassen

Unfall auf der A 2 – am 14.12.25

Die Stützpunktfeuerwehr Flechtorf informiert:

14.12.2025; 19:49 Uhr

Der zweite Einsatz am Abend des 3. Advent führte uns auf die BAB 2.
zwischen dem Autobahnkreuz WOB-Königslutter und der Anschlussstelle BS-Ost kam ein PKW nach rechts von der Fahrbahn ab und stieß in die rechte Leitplanke. Anschließend schleuderte er über alle drei Fahrbahnen und fuhr dann noch in die Mittelleitplanke, wo er schwer beschädigt stehen blieb.
Der Fahrer wurde hierbei glücklicherweise nicht schwerer verletzt.
Die Feuerwehr sicherte die Einsatzstelle ab, leuchtete sie aus, reinigte die Fahrbahn von Schmutz und Trümmerteilen, und klemmte am verunfallten PKW die Fahrzeugbatterie ab.
Quelle: Text + Fotos FFW Flechtorf

Mitmach-Aktion am Tag der Kinderrechte

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Am 20. November, dem Geburtstag der UN-Kinderrechtskonvention, und Tag der Kinderrechte nahmen wieder bundesweit zahlreiche Schulen und Kitas an der UNICEF-Mitmach-Aktion teil. Auch die Grundschulkinder des Offenen Ganztags in Lehre machten in diesem Jahr wieder mit.

Alle AG-Gruppen beschäftigten sich anhand der kostenlosen UNICEF-Aktionsmaterialien mit dem diesjährigen Motto“ „I AM. Ich bin einmalig. Ich bin vieles. Ich bin gut.“ Dabei geht es laut UNICEF „um die Stärkung des Selbstwertgefühls und Empowerment von Kindern und Jugendlichen, während wir Vielfalt und Einzigartigkeit sichtbar machen.“ 

Die Kinder gestalteten Plakate und Poster und setzten sich so mit den Kinderrechten auseinander. „Die Kinder durften sich auf Ihrem Plakat selbst verwirklichen und wichtige Fragen nach ihren Rechten stellen, wie etwa ‚Darf ich so lange schlafen wie ich will?‘, aber auch ganz frei ihre Gedanken zum Thema Kinderrechte allgemein einbringen“, berichtet Johanna Willimek, pädagogische Leitung des Offenen Ganztags an der Grundschule Lehre.

Foto(Gemeinde Lehre): Bildunterschrift.

Feuerwehr bietet stimmungsvolles Bild

Offener Adventskalender Destedt

Feuerwehr bietet stimmungsvolles Bild

Die Feuerwehr Destedt hat in diesem Jahr am Offenen Adventskalender des Dorfes teilgenommen. Im Rahmen des Stammtisches gab es weihnachtliche Verpflegung in der festlich geschmückten Fahrzeughalle des Gerätehauses. Die zahlreichen Besucher waren begeistert und das Team des Stammtisches freut sich darauf, nächstes Jahr wieder dabeizusein.

Fabian Trappe, Pressewart FFW Destedt

Lavie Reha kooperiert jetzt mit der TU Braunschweig

Teilnehmende schlüpfen begeistert in neue Rollen. Und dann die Sache mit den farbigen Murmeln.

Königslutter. Viel Trubel gab es kürzlich auf dem Gelände der ehemaligen Roto-Werke an der Fallersleber Straße 12 in Königslutter. Die Lavie Reha hatte eine Gruppe von Studierenden der TU Braunschweig zu Gast. In der Boulderhalle startete ein Gemeinschaftsprojekt zwischen den Teilnehmenden der Reha-Einrichtung sowie dem Institut für Sportwissenschaft und Bewegungspädagogik der Universität.

Am ersten Tag stand natürlich das Kennenlernen im Vordergrund – und zwar der Menschen ebenso wie der technischen Möglichkeiten bei Lavie. Elisabeth Viedt lieferte zur Begrüßung allgemeine Infos und erklärte vor allem den Spiele-Parcours, der in der Boulderhalle aufgebaut worden war. Denn genau darum geht es mittelfristig: Die Studierenden sollen ein neues Spiel entwickeln – durch Beobachtung und Gespräche mit den Lavie-Teilnehmenden. Dazu gehörte auch ein erster Rundgang durch die Werkstätten des Hauses unter Führung von Anleiter Heiko Kowski.

Gerade die einmalige Situation in Königslutter mit Teilnehmenden, Ausbildung und Werkstätten habe die Zusammenarbeit so reizvoll gemacht, sagte Dominik Korte, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut. „Natürlich mussten wir abwägen: Die Anreise hierher gegenüber den tollen Möglichkeiten. In der Summe sind wir absolut überzeugt von diesem Projekt.“

Künftig kommen die Studierenden also einmal pro Woche zu Lavie, wo dann vier Stunden Arbeit angesetzt sind. „Es geht nicht zuletzt um das Miteinander und das Ausprobieren“, verdeutlichte Korte. „Wir wollen mit viel Spaß schöne Projekte auf die Beine stellen.“ Das ging am ersten Tag schon gut los, als alle in der Boulderhalle die vier Stationen einmal durchlaufen mussten (Darten, Kicker, Tischtennis, Klettern). Dabei agierte die Lavie-Gruppe als Einweiser in die Spiele – und übernahm diese Rolle mit zunehmendem Eifer.

„Das war eine superschöne Sache und toll zu beobachten“, schilderte Elisabeth Viedt später. Die Teilnahme an der Aktion habe der Lavie-Gruppe freigestanden. „Die Mehrheit hat sich dafür entschieden.“ Aus Sicht der Reha-Einrichtung, in der ja vor allem Menschen mit psychischer Belastung arbeiten, eröffne die Kooperation eine einmalige Gelegenheit: „Auf diesem Wege haben wir die Chance, 0den Sport vielfältiger zu machen.“ Vor allem war augenfällig, wie zunehmend gelöster die Lavie-Gruppe wurde und stärker Verantwortung übernahm. „Richtig cool“, bestätigte Elisabeth Viedt. „Und alle haben sich gut verstanden.“

Dazu trugen farbige Murmeln bei, von denen jeder zu Beginn ein Säckchen voll erhielt. Während des Parcours‘ sollten sich alle austauschen und durch die Weitergabe ihrer Murmeln sozusagen den Grad ihrer Begeisterung dokumentieren. So entstand ein kommunikativer Austausch, und durch das direkte Murmel-Feedback auch ein Gefühl für Kommunikation. „Das war wirklich eine tolle Idee“, befand Elisabeth Viedt. „Es ging eben nicht darum, seine Farbe durchzuziehen, sondern voneinander zu profitieren.“ Wer das Gespräch gesucht und Kontakte gefunden hatte, sammelte viele verschiedene Farben. „Das ist eine grandiose Symbolik, auch vor dem Hintergrund von Vielfalt und Inklusion: Bunt ist schöner.“

Übrigens berichtete Dominik Korte, dass es während der vergangenen Semester (damals noch in der TU-Werkstatt) tatsächlich schon einmal gelungen war, ein marktreifes Spiel zu entwickeln. „Dabei ist Marktreife eigentlich nicht das Ziel unseres Projektes.“ Es gehe vielmehr darum, den Studierenden ein Gefühl dafür zu geben, wie sie sich auf unterschiedliche Lerngruppen einstellen können.

Und ein weiteres Angebot machte die Lavie ihren Gästen, wie Heiko Kowski in der Werkstatt betonte. „Haben Sie keine Angst vor ausgefallenen Ideen“, beruhigte der Tischler die Studierenden, denn das sei kein Problem: „Wir können hier rund ums Holz alles lösen.“

Dunja Kreiser, MdB, besucht Zuckerfabrik in Schladen während der Rübenkampagne

PRESSEMITTEILUNG.
Im Zuge der diesjährigen Rübenkampagne besuchte die für den Wahlkreis Wolfenbüttel-Salzgitter-Nordharz direkt gewählte SPD-Bundestagsabgeordnete Dunja Kreiser kürzlich die Nordzuckerfabrik in Schladen. Werkleiter Ulrich Overwin gab der Bundespolitikerin einen Überblick über die Aktivitäten, Baumaßnahmen und die nachhaltige Ausrichtung der Traditionsfabrik. Nordzucker hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2050 CO2-neutral zu sein und mit Hilfe neuer Technologien künftig Energieeinsparungen von bis zu 50 Prozent zu erreichen. Dunja Kreiser zeigte sich nach dem Rundgang beeindruckt: „Die Rübe prägt die Region. Die Zuckerfabrik Schladen spielt eine zentrale Rolle in der norddeutschen Wertschöpfung und setzt mit nachhaltigen Zielen sowie Umstrukturierungen Maßstäbe. Mit der umweltgerechten, zukunftsorientierten Ausrichtung werden hier klar sichtbare, zukunftsweisende Energieziele gesetzt, die ich außerordentlich begrüße.“ Im Werk Schladen arbeiten mehr als 160 Mitarbeiter und Auszubildende. Rund 720 Landwirte liefern während der Rübenkampagne ihre Rübenernte an. Pro Tag werden durchschnittlich 10.400 Tonnen Rüben verarbeitet.
Foto (von links): Aida Gonzalez – Mellado, Manager Environmental AffairS, Ralf Koppe, Betriebsratsvorsitzender Schladen, Ulrich Overwin, Head of Sugar Factory Schladen, SPD-Bundestagsabgeordnete Dunja Kreiser und Alexander Sick, Public Affairs

Kindergartenkinder aus Erkerode schmücken den Weihnachtsbaum

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Erkerode – Mit viel Kreativität haben die Kinder der Kindertagesstätte Erkerode den Weihnachtsbaum für den Ort festlich geschmückt. In den vergangenen Tagen bastelten die Mädchen und Jungen eifrig Sterne, Engel und kleine Tannenbäume, die sie anschließend gemeinsam an den Baum im Ortskern hängten.

Begleitet von ihren Erzieherinnen machten sich die Kinder auf den Weg dorthin und präsentierten ihre liebevoll gestalteten Anhänger. Der Weihnachtsbaum erstrahlt nun in einem fröhlichen, bunten Mix weihnachtlicher Motive – ein Geschenk der Kinder an die gesamte Gemeinde.

Der Baum steht nun im Ort und kann in den kommenden Tagen und Wochen von den Bewohnerinnen und Bewohnern betrachtet und bewundert werden.

Die Kindertagesstätte Erkerode wünscht allen Mitgliedern der Gemeinde Erkerode/Lucklum ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Pressemitteilung der SPD Fraktion zum Hochwasserschutz Destedt

Leserbrief von betroffenen Anwohnern zur Pressemitteilung „Hochwasserschutz Destedt“

Halbe Sachen bringen nichts!
Die in der Pressemitteilung getroffene Aussage, dass der Hochwasserschutz oberhalb von Destedt umgesetzt wurde und die Anwohner nunmehr bei Starkregen ruhiger schlafen können, ist Wunschdenken der SPD-Fraktion.
Doch zunächst der Reihe nach: Mit der Aufstellung eines Bebauungsplans vor mehr als 30 Jahren wurde ein Planungsfehler leider erst Anfang der 2000er Jahre deutlich. Hier begangen die Starkregenfälle, die zu erheblichen Schäden bei Anwohnern durch den unkontrollierten Abfluss der Wassermassen von der oberhalb liegenden Ackerfläche führten. Dies, so die einhellige Meinung der Anwohner, hätte vermieden werden können, wenn bei Aufstellung des Bebauungsplanes ein Grabenlauf oberhalb der neuen Ortslage berücksichtigt worden wäre. Denn vor der Ausweisung der Bauflächen „Im Kleigarten“ gab es einen solchen Graben, der die Grundstücke der Anwohner der Abbenroder Straße vor Starkregenfällen schützte. In Gesprächen mit der Gemeinde seit dieser Zeit wurde dies mehrfach angesprochen, doch die notwendigen Schritte einleiten, um bei zukünftigen Starkregenfällen Schutz für die Anwohner zu schaffen, war man nicht bereit. Stattdessen wurden so abstruse Vorschläge gemacht, die Anlieger sollten eine nachträgliche Verwallung ihrer Grundstücke vornehmen!
Das die Mühlen der Bürokratie langsam mahlen, ist hinlänglich bekannt. Erst bei einer Fahrradtour der SPD-Gemeinderatsfraktion mit der Landrätin im Jahr 2021 wurde die Problematik endlich aufgegriffen und Zuschüsse für Schutzmaßnahmen in Aussicht gestellt und letztlich bewilligt.
Der von den Anwohnern für notwendig erachtete Grabenlauf ist weiterhin nicht umgesetzt worden. Lediglich eine Furche wurde vom bewirtschaftenden Landwirt gezogen, in der das Oberflächenwasser zum nach wie vor zu kleinen Sammelbecken fließen soll. Die Furche wird bei Starkregenfällen schnell wieder zugespült und erhebliche Mengen von Erdreich zum Sammelbecken transportiert werden. Nur ein Graben, ggf. mit einer Verwallung davor und auch einer Buschbepflanzung, wird hier die gewünschte und notwendige Sicherheit der Anlieger erzielen können.
Bei einer nächsten Starkregensituation wird man das Ergebnis sehen. Bleibt zu hoffen, dass uns weitere Schäden im vierstelligen Bereich erspart bleiben.

Willi Kuhn
Uwe Feder
Axel Pramann
Peter Rieckmann

Foto mit Anwohnern an der Furche (von links H. Rieckmann, H. Feder, H. Kuhn)