Freitag, April 3, 2026

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GRÜNE: Doppelhaushalt ist gut für unsere Gemeinde

Dr. Diethelm Krause-Hotopp

– Pressesprecher –                                                  Cremlingen, den 10.03.2026

Cremlingen: Auf der jüngsten Sitzung des Cremlinger Gemeinderats wurde der Doppelhaushalt 2026/27 mehrheitlich mit den Stimmen von SPD/GRÜNEN und LINKE angenommen, die CDU-Fraktion stimmte wieder dagegen.

In seiner Vorstellung des Haushalts hatte der Kämmerer Hartmut Mayer auf die aktuelle schlechte Haushaltssituation hingewiesen. Leider weist der Haushalt ein Defizit von über 4 Millionen auf. Da die Verwaltung bereits Einsparpotentiale in die Aufstellung des Haushaltes eingearbeitet hatte, gelang es auch den aus der Politik eingesetzten Arbeitsgruppen nicht, weitere Einsparpotentiale ausfindig zu machen.

Einigkeit bestand darin, den Bürgerhaushalt, bisher 100.000 € pro Jahr für die 10 Ortschaften, zu kürzen, über die Einsparsumme wurde jedoch gestritten. Während die CDU/FDP nur noch 25.000€ für die Ortschaften einstellen wollte, setzten sich SPD und GRÜNE mit 50.000 € durch.

„Bei 25.000 € kommt in den Orten ja kaum etwas an“, so Ulrike Siemens, Mitglied im Finanzen, Wirtschaft und Gemeindeentwicklungsausschuss.

Kürzungen wären bei den freiwilligen Leistungen möglich, die aber nur ca. 4 % der Aufwendungen der Gemeinde ausmachen, worunter u. a. der Unterhalt der Dorfgemeinschaftshäuser, Turnhallen und Sportplätze sowie das Freibad am Elm fallen. Der größte Teil der Aufwendungen sind Pflichtaufgaben der Gemeinde, wozu u. a. die Feuerwehren, Kitas und Schulen zählen.

In seiner Haushaltsrede machte Diethelm Krause-Hotopp (GRÜNE) deutlich, dass der Bund und das Land ihrer Verpflichtung immer weniger nachkommen, die Kommunen ausreichend zu finanzieren.

Außerdem wies er darauf hin, dass SPD und GRÜNE in den letzten Jahren gut gewirtschaftet haben. „Unsere bilanzielle Gesamtrücklage beträgt gegenwärtig noch ca. 14 Millionen. Andere Kommunen, z.B. die Einheitsgemeinde Lehre, haben jetzt schon ein Minus von 29 Millionen.“

Außerdem hob er die Vorteile eines Doppelhaushaltes gegenüber einem Haushalt für nur ein Jahr hervor. Dieser habe eine größere Planungssicherheit und entlaste die Verwaltung. Ein großes Plus ist weiterhin die Vermeidung einer vorläufigen Haushaltsführung im zweiten Jahr, so dass z. B. Investitionen ab Beginn des Jahres erfolgen können. Dies kommt besonders auch den Ortschaften zugute, die ihre Ideen gleich umsetzen können. „Ein Nachtragshaushalt kann jederzeit in der laufenden Haushaltsperiode mit einer demokratischen Mehrheit erfolgen.“, so die Co-Fraktionsvorsitzende Tina Jäger.

Den Vorwurf der CDU, der von der Verwaltung vorgelegte Doppelhaushalt sei undemokratisch, wies Diethelm Krause-Hotopp scharf zurück. Auf Wahlkampfrhetorik bei dem wichtigen Thema Haushalt sollte die CDU verzichten. Das kommt auch bei den Wählerinnen und wählern nicht gut an!“

Foto (privat): Die Ratsfraktion der GRÜNEN im Cremlinger Gemeinderat: v.l.: Horst Gilarski, Diethelm Krause-Hotopp, Ulrike Siemens, Tina Jäger und Bernhard Brockmann.

Zukunft der Landwirtschaft im Landkreis Wolfenbüttel – CDU bringt Praxis und Bundespolitik an einen Tisch

Der CDU-Kreisverband Wolfenbüttel hatte zu einer Diskussionsveranstaltung über die Zukunft der Landwirtschaft eingeladen. Zahlreiche Landwirte, Landwirtsfamilien und politische Vertreter trafen sich im Dorfgemeinschaftshaus in Winnigstedt, um gemeinsam mit der Bundestagsabgeordneten und Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Silvia Breher, über Herausforderungen und Perspektiven der Landwirtschaft zu sprechen.

Nach einer Begrüßung durch den CDU-Kreisvorsitzenden Holger Bormann wurde die Veranstaltung von Christian Schwetje, landwirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Kreistagsfraktion, moderiert. Auch Tobias Thurau, der von der CDU nominierte Landratskandidat für den Landkreis Wolfenbüttel sowie der Samtgemeindebürgermeisterkandidat Dr. Christian Schieder waren vor Ort.

Im Zentrum standen landwirtschaftliche und umweltpolitische Themen aus dem Landkreis: das „Große Bruch“, Wasserversorgungskonzept des Landkreises und Beregnungsverbote. Viele Landwirte betonten die dringende Notwendigkeit von Planungssicherheit für ihre Betriebe.

Christian Schwetje erklärte: „Die Landwirtschaft steht vor großen Herausforderungen – von Wasserfragen bis zu komplexen gesetzlichen Vorgaben. Deshalb ist es wichtig, dass Politik und Praxis miteinander sprechen und Lösungen gemeinsam entwickeln.“

Silvia Breher berichtete über aktuelle Entwicklungen aus der Bundespolitik: „Wir haben die Abschaffung der Agrardieselrückvergütung zurückgesetzt und auch die Stoffstrombilanzverordnung gestoppt. Weitere Entlastungen folgen. Unser Ziel ist klar: weniger Bürokratie, mehr Vertrauen in die Landwirte und bessere Rahmenbedingungen für unsere Betriebe.“

Die Bundestagsabgeordnete aus dem Wahlkreis Cloppenburg–Vechta betonte zudem die Bedeutung von Fachkompetenz in der Agrarpolitik: „Im Ministerium übernehmen wieder mehr Menschen Verantwortung, die die Landwirtschaft nicht nur aus Akten kennen, sondern aus eigener Erfahrung – mit landwirtschaftlicher DNA und dem nötigen Stallgeruch.“

Sie verwies außerdem auf internationale Aktivitäten des Bundeslandwirtschaftsministers, der nach rund 20 Jahren wieder in den USA gewesen sei, um Netzwerke zu stärken und neue Impulse für den Export deutscher Agrarprodukte zu setzen.

Auch das Thema Wolf wurde diskutiert. Silvia Breher betonte: „Der Umgang mit dem Wolf ist jetzt im Bundesrecht geregelt. Abschüsse sind unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Parallel laufen weitere Abstimmungen auf europäischer Ebene.“

CDU-Kreisvorsitzender Holger Bormann rief die Anwesenden zu aktivem Engagement auf: „Ich appelliere an alle, sich auch in demokratischen Parteien einzubringen – am besten natürlich in der CDU, denn die Demokratie beginnt vor Ort. Wenn nicht jetzt, wann dann? Es sind Kommunalwahlen. Bringen Sie sich vor Ort ein! Lassen Sie uns gemeinsam an einem Strang ziehen oder stellen Sie Scheunenflächen, Zäune oder andere Ressourcen zur Verfügung, um für unsere demokratischen Kandidaten zu werben. Unsere Demokratie ist es wert.“

Tobias Thurau lenkte den Blick auf die wichtige Rolle der Landwirtschaft im Katastrophenschutz und kündigte eine Veranstaltung am 16. Juni an, bei der Landwirtschaft, Kommunen und Blaulichtorganisationen gemeinsam über Notfall- und Krisenszenarien erörtert werden sollen: „Beim starken Schneefall der vergangenen Zeit hat sich gezeigt: Ohne die Landwirte vor Ort wären viele Straßen nicht passierbar gewesen. Diese Zusammenarbeit müssen wir künftig noch stärker organisieren und festigen.“

Zum Abschluss erhielt Silvia Breher ein Präsent mit regionalen Produkten sowie ein Buch als Motivation für ihre weitere Arbeit – ein symbolischer Abschluss für einen Abend, der einmal mehr zeigte: Nur im engen Austausch zwischen Politik und Landwirtschaft können zukunftsfähige Lösungen entstehen.

Der CDU-Kreisverband Wolfenbüttel zieht ein positives Fazit: Der direkte Dialog zwischen Landwirtschaft und Politik ist unverzichtbar, um die richtigen Weichen für eine starke, moderne und zukunftsfähige Landwirtschaft im Landkreis Wolfenbüttel zu stellen.

Christian Schwetje, Holger Bormann, Silvia Breher, Dr. Christian Schieder und Tobias Thurau. Bilder: CDU Wolfenbüttel

BS: Verkehrsunfallflucht – Zeugen gesucht

Braunschweig, Watenbüttel

09.03.26, 13.30 Uhr

Verkehrstechniker leicht verletzt

Im Rahmen der Einrichtung einer Baustelle auf der Celler Heerstraße in Watenbüttel wurde am Montag ein 47-jähriger Mitarbeiter einer Firma für Verkehrstechnik leicht verletzt.

Wegen Bauarbeiten wurde auf der Celler Heerstraße eine Einbahnstraße in Richtung stadtauswärts errichtet. Während der Aufstellung entsprechender Beschilderung, missachtete gegen 13.30 Uhr ein Verkehrsteilnehmer die entsprechenden Verkehrszeichen und befuhr den Bereich der Baustelle verbotswidrig. Als ein dort arbeitender Verkehrstechniker den Autofahrer auf sein Fehlverhalten aufmerksam machte, beschleunigte dieser und fuhr an dem Mitarbeiter vorbei. Dabei streifte er jedoch den 47-Jährigen und erwischte ihn mit seinem Außenspiegel am Unterarm. Dadurch verletzte er sich leicht. Der Verursacher entfernte sich anschließend in Richtung Braunschweig.

Beschrieben wird der Mann als ca- 50-60 Jahre alt, mit kurzen dunklen Haaren. Beim Fahrzeug soll es sich um einen dunkelgrauen Mercedes SUV mit Braunschweiger Kennzeichen gehandelt haben.

Im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens, u.a. wegen Verkehrsunfallflucht, wird deshalb nach Zeugen gesucht, die Angaben zum Unfallhergang oder zum Fahrer des beschriebenen PKW machen können.

Hinweise nimmt der Verkehrsunfalldienst unter der Telefonnummer 0531/476-3935 entgegen.

13 neue Einsatzkräfte für die Gemeindefeuerwehr Cremlingen

Cremlingen. Bei bestem Wetter fand am vergangenen Samstag in Cremlingen der Abschluss der Feuerwehr-Grundausbildung statt. Die mittlerweile als QS 1 bezeichnete Qualifikation befähigt die Einsatzkräfte zum regulären Einsatzdienst als Truppmitglied.

Gemeindeausbildungsleiter Uwe Köhler und sein Team hatten die 13 Frau und Mann starke Gruppe in den letzten Wochen intensiv ausgebildet und auf die Abschlussübung vorbereitet. Aufgrund des guten Ausbildungstandes meisterten alle souverän die Prüfung und stehen ihren Ortsfeuerwehren somit im Einsatzfall zur Verfügung.

Damit gehören sie zur Gruppe von über 400 Kameraden und Kameradinnen der Gemeindefeuerwehr, die im Notfall jederzeit ehrenamtlich bereitstehen, um Leben zu retten und Gefahren abzuwehren. Im vergangenen Jahr war dies in der Gemeinde Cremlingen 130 mal der Fall. Statistisch gesehen waren also jeden dritten Tag die Einsatzkräfte einer oder mehrerer der zehn Ortsfeuerwehren gefragt. Der erfolgreiche Ausbildungsabschluss unterstreicht die hohe Einsatzbereitschaft der Feuerwehren in der Gemeinde.

Text & Bilder: Gemeindefeuerwehr Cremlingen.

BS: Schwerer Raub – Zeugengesucht

Steinweg, 09.03.2026, 16:50 Uhr

Unbekannter droht mit Messer und erlangt Bargeld

Am späten Nachmittag des gestrigen Montags kam es in der Innenstadt zu einer Raubstraftat. Ein bislang unbekannter Mann betrat um kurz vor 17:00 Uhr ein Blumengeschäft, nachdem er zuvor einen davor ausgestellten Blumentopf an sich nahm. Im Laden stellte er die Topfpflanze auf den Tresen forderte er die 41-jährige Mitarbeiterin auf, die Kasse zu öffnen. Dabei hielt der Mann ein Cuttermesser in der Hand. Die 41-Jährige kam der Aufforderung nach. Der Täter griff anschließend selbstständig nach dem Bargeld und erlangte so rund 600 EUR. Die Mitarbeiterin wurde schließlich von ihm in den hinteren Bereich des Ladens geschickt, sodass er das Geschäft unerkannt verlassen konnte.

Nach Alarmierung der Polizei konnte der Mann in der Nähe nicht mehr angetroffen werden. Die Kriminalpolizei nahm den Tatort auf. Der Täter wird wie folgt beschrieben: 55-60 Jahre, 1,85 m, schwarze Kleidung, auffällige schwarzer Beanie, markante spitze Nase, gepflegtes Erscheinungsbild.

Zeugen, die Hinweise zum Täter oder der Tat geben können werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst unter 0531-476 2516 zu melden.

Coffee with a Cop – Bürgergespräche bei einer Tasse Kaffee

Schöppenstedt, Markt 3, 06.03.2026 von 09:30 bis 12:30 Uhr

Schladen, Hermann-Müller-Straße 1-2, 06.03.2026 von 09:30 bis 12:30 Uhr

Die örtlichen Polizeibeamtinnen und -beamten waren am Freitagvormittag in Schladen und in Schöppenstedt unter dem Motto „Coffee with a Cop“ vor Ort vertreten, um mit den Bürgerinnen und Bürgern in direkten Austausch zu kommen. In entspannter Atmosphäre ergaben sich bei einer Tasse Kaffee zahlreiche offene Gespräche. Viele nutzten die Gelegenheit, um Fragen zu stellen und ihre Anliegen anzusprechen. Das Ziel dieser Veranstaltungen ist es, die Bürgernähe zu fördern, auf Augenhöhe miteinander ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen. Dieses Ziel wurde erreicht – der Austausch war intensiv, informativ und sehr positiv. Zugleich konnten die Polizeibeamtinnen und -beamten vor Ort die Bürgerinnen und Bürger bei Bedarf zu den Themen: Schutz vor Taschendiebstahl, Einbruchschutz und Sicher im Verkehr beraten. Wir bedanken uns bei den Bürgerinnen und Bürgern, die vorbeigekommen und mit uns ins Gespräch gekommen sind. Der Leiter des Polizeikommissariats Wolfenbüttel, Herr Niklas Meyer-Ulex sagt dazu: „Die Auftaktveranstaltungen des Formats „Coffee with a Cop“ in Schöppenstedt und Schladen waren aus meiner Sicht ein voller Erfolg. Besonders am Rande des Wochenmarktes in Schöppenstedt haben wir gemerkt, wie groß das Bedürfnis nach einem unkomplizierten Austausch auf Augenhöhe ist. Dass wir neben viel Lob und positiver Resonanz auch wertvolle Hinweise direkt von den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort mitnehmen konnten, macht dieses Format wertvoll für unsere tägliche Arbeit. Wir wollen nicht nur sichtbar sein, wir wollen zuhören – und das werden wir definitiv fortsetzen.“

Wir freuen uns auf weitere Veranstaltungen unter dem Motto „Coffee with a Cop“. Bereits am 14.03.2026 werden wir von 09:30 Uhr bis 12:30 Uhr in Cremlingen „Im Moorbusche 2“ vor Ort sein. Auch dort laden wir alle Bürgerinnen und Bürger ein, bei einer Tasse Kaffee mit den Polizeibeamtinnen und -beamten ins Gespräch zu kommen.

WF: Trunkenheit im Verkehr – über 3 Promille

Wolfenbüttel, Berliner Straße/ Lindener Straße, 08.03.2026 gegen 22:00 Uhr

Eine 52-Jährige führte einen Pkw im öffentlichen Verkehrsraum, obwohl sie unter Alkoholeinfluss stand. Durch ihre auffällige Fahrweise, fiel die Wolfenbüttelerin zuvor bereits anderen Verkehrsteilnehmern auf. Bei einer Verkehrskontrolle konnten die eingesetzten Beamten/-innen eine deutliche Alkoholisierung der Fahrerin feststellen. Der Atemalkoholtest zeigte einen Wert von über drei Promille an.

Ein Arzt führte daraufhin eine Blutentnahme durch. Der Führerschein der 52-Jährigen wurde sichergestellt, ebenso wie die Fahrzeugschlüssel des Pkw. Die Beamten/-innen untersagten der Wolfenbüttelerin das Führen von fahrerlaubnispflichtigen Kraftfahrzeugen und leiteten ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr ein.

Geflügelpest: Aufhebung der Schutz- und Überwachungszone zum 10. März

Der Landkreis Wolfenbüttel hebt zum 10. März 2026 die Schutz- und Überwachungszone (Restriktionszonen) per Allgemeinverfügung vom 9. März im südlichen Bereich des Kreisgebietes auf. Diese waren nötig, nachdem Ende Januar im Landkreis Harz der Ausbruch der Geflügelpest in einem Putenmastbetrieb im Osterwiecker Ortsteil Bühne festgestellt worden war. Daraufhin hat der Landkreis Harz Schutzmaßnahmen in einem Umkreis von bis zu zehn Kilometern rund um den betroffenen Betrieb veranlasst, die auch den Landkreis Wolfenbüttel betreffen.

Die Überwachungszone umfasst Teile der Gemeinde Schladen-Werla sowie Teile der Samtgemeinden Oderwald und Elm-Asse. Südlich von Hornburg wurde zudem eine Schutzzone eingerichtet.

Auch wenn diese Restriktionszonen aufgehoben sind, besteht weiterhin die Gefahr des Eintrags der Geflügelpest in Geflügelbestände. Wie in den Nachbarkreisen, ist auch im Landkreis Wolfenbüttel das Geflügelpestvirus bei Wildvögeln nachgewiesen worden. Daher ist der Kontakt zu Wildvögeln, insbesondere Wassergeflügel, so weit wie möglich zu unterbinden. Die Versorgung der Tiere ist so zu gestalten, dass Wildvögel keinen Zugang zu Futter, Tränkwasser und Einstreumaterial haben. Die Stallungen dürfen nicht von unbefugten Personen betreten werden. Außerdem ist grundsätzlich Schutzkleidung zu tragen. Zur Desinfektion des Schuhwerks sind geeignete Einrichtungen, wie beispielsweise Desinfektionsmatten, zu verwenden.

Das Veterinäramt des Landkreises weist darauf hin, dass auch kleine Betriebe mit sehr geringen Beständen und Hobbyhalterinnen und Hobbyhalter verpflichtet sind, ihre Haltung dem Veterinäramt zu melden. Bisher noch nicht gemeldete Geflügelhaltungen sollten daher unverzüglich angezeigt werden.

Weitere Informationen und Hinweise unter www.lkwf.de/veterinär

Wildblumen statt Schotterwüste

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Gemeinde prämiert „Naturnahe Vorgärten“

Unter dem Motto „Naturnahe Vorgärten“ steht der diesjährige Wettbewerb der Gemeinde Lehre. Nach dem erfolgreichen Start 2025, bei dem aus den zahlreichen Bewerbungen fünf besonders naturnahe Gärten prämiert wurden, geht es jetzt in die zweite Runde.

Diesmal steht der Vorgarten im Mittelpunkt, denn auch dieser oft kleine Raum kann durch eine naturnahe und doch pflegeleichte Gestaltung, ein Biotop sein für die heimische Tier- und besonders Insektenwelt.

Als „Global Nachhaltige Kommune“ lobt die Gemeinde nun den zweiten Gartenwettbewerb aus, um naturnahe Gärten und deren heimische Artenvielfalt zu fördern. Dabei darf es auch im Vorgarten mal eine Wildblumenwiese anstelle einer Rasenfläche sein. Diese ist nicht nur bunt und bietet Lebensraum für viele Insekten, sondern ist auch noch pflegeleicht, da sie nur maximal zweimal im Jahr gemäht werden muss.

Mit dem neuen Schwerpunkt Vorgarten, wollen wir naturnahe, insektenfreundliche und bunte Alternativen aufzeigen zu den oft eintönigen Rasenflächen und öden Schottergärten, die man immer häufiger sieht“, erklärt Eike Guhl vom Fachbereich 50, die den Gartenwettbewerb organisiert, die Hintergründe. Beim Wettbewerb geht es um den grünen Eingangsbereich eines Grundstücks, der zwischen Haus und Straße liegt.

Nach der guten Resonanz im letzten Jahr, freuen wir uns auf zahlreiche Bewerbungen. Mit dem Wettbewerb möchte die Gemeinde ein Zeichen setzen für den Schutz der Artenvielfalt und den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Wenn die teilnehmenden Gärten andere zu einer naturnahen Umgestaltung ihres eigenen Vorgartens anregen, wäre das ein toller Effekt“, so Bürgermeister Andreas Busch.

Das Engagement für Artenschutz und Biodiversität der fünf Gewinnergärten wird mit insgesamt 600 Euro Preisgeld belohnt. 

Vom 09. März bis zum 24. April 2026 haben alle interessierten Menschen, aber auch Vereine sowie gemeinnützige Einrichtungen im Gemeindegebiet, die Gelegenheit ihren Vorgarten zur Teilnahme am Wettbewerb einzureichen. Dazu kann man einfach eine E-Mail mit seinen Kontaktdaten und bis zu vier aussagekräftigen Fotos des Gartens an umweltwoche@gemeinde-lehre.de  schicken. Gerne können in einer kurzen Beschreibung des Gartens artenschutzfördernde Besonderheiten wie etwa Wasserstellen, Nisthilfen, Trockenmauern aufgezählt werden.

Eine Jury mit Vertretern aus Verwaltung, Politik und Umweltverbänden trifft aus den allen Einsendungen eine Vorauswahl und nimmt ausgewählte Gärten voraussichtlich im Mai in Augenschein. Die Prämierung erfolgt dann im Spätsommer.

Foto: Pflegeleichte Wildblumenwiese statt Rasenfäche im Vorgarten.

Waldkindergarten Schöppenstedt e.V. wird „Naturpark KiTa“

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Pressemitteilung

Schöppenstedt, 05. März 2026 – Ein bedeutender Schritt in Richtung Naturerziehung und Umweltschutz: der Waldkindergarten Burgtalzwerge Schöppenstedt und die Naturkindertagesstätte Schliestedt haben als erste Einrichtung in der Region den Kooperationsvertrag mit dem Naturpark Elm-Lappwald im Rahmen des Projekts „Naturpark-KiTa” des Verbands Deutscher Naturparke (VDN) unterzeichnet.

Durch Begegnungen mit der Natur entstehen viele Fragen: Wo wohnt der Regenwurm? Wie kommt mein Essen auf den Teller? Können Tiere meine Freunde sein? In der Bildungsarbeit von Kitas entstehen so täglich Anlässe, um Fragen zum Mensch-Natur-Verhältnis aufzugreifen und die Basis für einen verantwortungsvollen Umgang mit Natur und sich selbst zu schaffen.

Durch eine Kooperation von Naturpark und Kita werden Naturpark-Themen Teil des Alltags und zugleich wird das Angebot des Naturparks für diese Zielgruppe erweitert, so Samtgemeindebürgermeister Dirk Neumann. In einer Naturpark-Kita, wie dem Waldkindergarten Schöppenstedt und der Naturkindertagesstätte Schliestedt, werden Themen wie Natur und Landschaft, regionale Kultur und Handwerk, Land- und Forstwirtschaft regelmäßig im Alltag, in Exkursionen oder Projekttagen behandelt. Die Kinder lernen auf diese Art ihre Region kennen und werden für sie begeistert. Im Mittelpunkt des Projekts stehen die bewusste Auseinandersetzung des Kindes mit der Natur sowie die Sensibilisierung für natürliche Kreisläufe im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Der VDN überprüft in Zusammenarbeit mit Naturpark und Kita, ob die deutschlandweit geltenden Kriterien erfüllt sind und die Auszeichnung für weitere fünf Jahre als „Naturpark-Kita“ verliehen wird.

Wir möchten den Kindern nicht nur die Schönheit der Natur zeigen, sondern sie auch dazu anregen, aktiv zum Schutz und Erhalt der Umwelt beizutragen“, sagt Gaby Darley – Gründungsmitlied des ersten niedersächsischen Waldkindergartens. Die Kinder sollen lernen, den Wald als Lebensraum wertzuschätzen und zu schützen sowie eigene kreative Ideen zur Förderung der Nachhaltigkeit zu entwickeln.

„Wir freuen uns, dass die beiden Einrichtungen des Waldkindergartens Schöppenstedt e V. unser erster Partner in diesem Projekt sind”, betont Naturpark Geschäftsführer Sven Volkers bei der Unterzeichnung.

Die offizielle Unterzeichnung der Vereinbarung stellt somit den Beginn einer aufregenden und lehrreichen Reise für den Waldkindergarten Schöppenstedt e. V. und den Naturpark Elm-Lappwald dar. 

Foto: Burgtalzwerge_Kooperation.jpg © Naturpark Elm-Lappwald