Donnerstag, April 2, 2026

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Börßum: Bedrohung von zwei Jugendlichen

Börßum, Bahnhofstraße, 19.03.2026 gegen 20:10 Uhr

Nach bisherigen polizeilichen Erkenntnissen wurden zwei Jugendliche von einem Mann mit einem Gürtel bedroht. Ein 13- und ein 14-Jähriger gingen die Bahnhofstraße in Börßum Richtung Bahnhof entlang. Hinter den Jugendlichen ging ein Mann mit zwei Frauen ebenfalls in Richtung Bahnhof. Der Mann hatte plötzlich etwas gebrüllt, seinen Gürtel aus der Hose gezogen und mit diesem durch die Luft geschlagen. Währenddessen sei er zügig in Richtung der Jugendlichen gelaufen. Die Jugendlichen flüchteten daraufhin und versteckten sich vor dem Mann.

Dieser konnte als etwa 1,85 m groß und leicht korpulent beschrieben werden. Zudem hatte der Mann ein südländisches Erscheinungsbild mit dunkler, lockiger Kurzhaarfrisur sowie einen kurzen, dunklen Bart. Er habe eine braune Steppjacke getragen. Die Worte, die der Mann gebrüllt hatte, seien laut der Jugendlichen nicht Deutsch gewesen. Die beiden Frauen hätten jeweils ein Kopftuch getragen, wobei eines davon weiß gewesen sei. Hinweise sind an die Polizei Schladen unter der Telefonnummer 05335 929660 zu richten.

Klinikum Wolfenbüttel übernimmt die Aufgaben der ärztlichen Leitung des Rettungsdienstes

Staffelübergabe im Rettungsdienst: Nach 25 Jahren als Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes (ÄLRD) gibt Dr. Ulrich Heida die Verantwortung ab. Seit Jahresbeginn hat das Städtische Klinikum Wolfenbüttel die Aufgaben der ärztlichen Leitung des Rettungsdienstes übernommen. Dort verantwortlich ist jetzt Helge Trauden. Helge Trauden ist Facharzt für Anästhesiologie und Oberarzt am Städtischen Klinikum Wolfenbüttel.

„Dr. Ulrich Heida hat den Rettungsdienst in unserem Landkreis entscheidend geprägt, und sich ein ganzes Berufsleben lang für Leben und Gesundheit der Menschen in unserer Region eingesetzt. Als Rettungssanitäter und Anästhesist kannte er die Praxis und viele Situationen, in denen es um Leib und Leben ging. Seine Erfahrungen, sein Fachwissen und seine Persönlichkeit trugen dazu bei, dass der Landkreis seine Aufgaben erfüllen konnte – dafür bedanke ich mich herzlich“, so Landrätin Christiana Steinbrügge. „Ich heiße Helge Trauden herzlich willkommen und freue mich auf eine gute Zusammenarbeit“, so die Landrätin.

Mit Trauden übernimmt ein im Rettungsdienst erfahrener Arzt die Position des ÄLRD. Seit 2007 ist er als Notarzt bei Rettungseinsätzen unterwegs, seit 2018 unterstützte er den früheren ÄLRD Heida bei seinen Tätigkeiten und wuchs in diese Funktion hinein.

25-jähriger Einsatz für den Landkreis

Heida war von 1990 bis 2025 Arzt beim Städtischen Klinikum Wolfenbüttel. Dort war er in den Jahren 1995 bis 2019 auch Ärztlicher Leiter des Luftrettungsstandortes und mit dem Hubschrauber Christoph 30 zu Rettungseinsätzen unterwegs. Ab 2001 bis Ende des vergangenen Jahres war er ÄLRD im Landkreis Wolfenbüttel.

Eine besondere Herausforderung hatte er als Ärztlicher Leiter des Impfzentrums während der Corona-Pandemie: Aus dem Nichts galt es gemeinsam mit dem Team der Landkreisverwaltung eine Impfstruktur für 120.000 Menschen aufzubauen. 91.000 Impfungen wurden von Januar bis Oktober 2021 dort durchgeführt, danach noch bis Ende 2022 über 45.000 weitere Impfungen über Mobile Impfteams.

Neben der Pandemie waren weitere Themen des Rettungsdienstes zentral: So galt es den Rettungsdienst sicherzustellen und sich für den Erhalt und Ausbau der Rettungswachen einzusetzen – der Spatenstich zu einer weiteren Rettungswache in Cremlingen erfolgte im Januar 2026. Hinzu kommt der Aufbau eines erweiterten Rettungsdienstes bei einem Massenanfall von Verletzten, etwa bei Massenkarambolagen im Straßenverkehr.

Hintergrund

Der Landkreis Wolfenbüttel ist als Träger dafür zuständig, den Rettungsdienst für das Landkreisgebiet zu organisieren; dafür hat er Vereinbarungen mit dem DRK Wolfenbüttel sowie mit der Stadt Salzgitter für das Gebiet der Samtgemeinde Baddeckenstedt getroffen. Die Funktion der ÄLRD ist im niedersächsischen Rettungsdienstgesetz (NRettDG) geregelt: Dieser ist zuständig für medizinische Fragen und Gesamtkonzeption des Rettungsdienstes, sowie für das Qualitätsmanagement.  Zudem begleitet die Ärztliche Leitung auch die Aus- und Fortbildung des im Rettungsdienst eingesetzten nichtärztlichen Personals.

Bildunterschrift: Blumen zur Staffelübergabe: Dr. Ulrich Heida (vorne 2.v.l.) hört nach 25 Jahren als ÄLRD auf, Helge Trauden (vorne 2.v.r.) ist neuer ÄLRD. Die Staffelübergabe erfolgte mit Landrätin Christiana Steinbrügge (vorne links) und Dennis Buchholz (Sachbearbeitung Rettungsdienst, LK Wolfenbüttel) (vorne rechts) sowie (hintere Reihe v.l.n.r.)  Ordnungsamtsleiter Jürgen Fricke (Landkreis Wolfenbüttel), Olaf Glaeske (Leiter Abteilung Bevölkerungsschutz, LK Wolfenbüttel), Erster Kreisrat Heiko Beddig und Axel Burghardt (Geschäftsführer Städtisches Klinikum Wolfenbüttel). Foto: Landkreis Wolfenbüttel

Oster Malle Indoor-Festival 2026 – Norddeutschlands größtes Mallorca Indoor Festival

Am Ostersonntag, den 05.04.2026, verwandelt sich das MEC Braunschweig ab 19:00 Uhr erneut in eine große Partywelt voller Mallorca-Feeling, Live-Entertainment und ausgelassener Festivalstimmung.

Mit einem hochkarätigen Line-up und einem aufwendig inszenierten Indoor-Konzept zählt das Oster Malle Indoor-Festival auch 2026 wieder zu den absoluten Veranstaltungshighlights der Region.


Das Publikum darf sich auf folgende Acts freuen:

Isi Glück
Calvin Kleinen
Schürze
Kreisligalegende
Specktakel
BREITNER
Timo Scheppert


Festival-Highlights auf einen Blick:

  • große Festivalbühne

  • Mallorca-Feeling mitten in Braunschweig

  • 3L-Biersäulen & Sangria Eimer

  • besondere Oster-Eventatmosphäre im MEC

Landvolk Braunschweig lädt ein: Zwischen Klimaschutz und Weltpolitik

Remlingen/Braunschweig/Wolfenbüttel

Im Februar hat das Landvolk Braunschweiger Land zur Gemeindeverbandsversammlung eingeladen.
Neben den Regularien Agrarpolitik, Bericht aus der Geschäftsstellt und Darstellung des Landwirtschaftlichen Testbetriebsnetzes der LWK. Stand das Projekt Klimalandschaft Wolfenbüttel auf der Tagesordnung.

Als Referent stellte der Regionale Koordinator Viktor Reupke das Projekt „Klimalandschaft Wolfenbüttel“ mit Ergebnissen einer wissenschaftlichen Landschaftsanalyse vor und gab eine Übersicht über die bundesweit einzigartige Förderung für Agroforstsysteme im Landkreis Wolfenbüttel.

Die wissenschaftliche Landschaftsanalyse, welche im Projekt angefertigt wurde, zeigt unter anderem ein Gefahrenpotential durch Wassererosion auf Agrarflächen im Landkreis Wolfenbüttel. Agroforstsysteme kühlen die Landschaft, schaffen Biodiversität und können zur Stabilisierung der Böden und des Wasserhaushalts erheblich beitragen. Sie bieten außerdem die Chance für alternative Einkommensmöglichkeiten in der landwirtschaftlichen Urproduktion, welche das Projekt versucht mit Runden-Tischen, Impulsen für Wertschöpfungsgemeinschaften und Werkräumen anzustoßen.

Die Klimalandschaft Wolfenbüttel wird im Rahmen des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK) vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) gefördert. Noch bis Dezember 2026 bietet das Projekt kostenfreie Beratungen und Planungen für Agroforstsysteme und koppelt sich an die Förderung der Stiftung Zukunftsfonds Asse, welche darüber hinaus auch Pflanz- und Pflegeleistungen mit hohem Fördersatz von bis zu 90 % fördert.


Auch das Landvolk fordert, dass sämtliche Akteure partnerschaftlich und auf Augenhöhe zusammenwirken, um tragfähige und langfristige Lösungen für eine zukunftsfähige Landwirtschaft und Landschaftsgestaltung zu entwickeln. Nur gemeinsam mit allen Akteuren Landwirte, Flächeneigentümer, Verarbeitende Betriebe, Handel, Verwaltung und Verbraucher kann eine langfristige Entwicklung geplant werden. Informationen zum Projekt und Veranstaltungen, wie auch Ergebnisse der Landschaftsanalyse und Kontaktmöglichkeiten, finden Sie auf der Webseite: klimalandschaft-wolfenbüttel.de

Der geschäftsführende Vorstand und Geschäftsführung berichtet weiter über weltpolitische Themen die die Landwirtschaft bewegt, wie beispielsweise Mercosur, die Neue Gemeinsame Agrarpolititk der EU und deren Budgetierung sowie die neue Bürokratische Pflanzenschutzanwendungsverordnung machen deutlich, die Regulatorische Einflüsse in der EU bleiben hoch.
Auch die Landwirtschaftskammer brachte harte Fakten auch den Tisch und zeigte die
wirtschaftliche Lage der Betriebe ist dramatisch. Die Zahlen zeigen Gewinnrückgänge in allen Betriebsformen.
Für das Landvolk bat dieses Versammlung eine gute Plattform um im weiteren Austausch mit den Mitgliedern zu bleiben und mögliche neue Wege auf Ihren Betrieb zu finden.

Vereiste Scheiben und Drogen – Pkw touchiert geparkten Streifenwagen

Lehre, Marktstraße

17.03.2026, 07.45 Uhr

Am Dienstagmorgen verursachte ein 47 Jahre alter Pkw-Fahrer in Lehre einen Verkehrsunfall. Personen wurden nicht verletzt.

Der Pkw-Fahrer befuhr die Marktstraße in Richtung Berliner Straße und wollte nach rechts abbiegen. Aufgrund einer vereisten Scheibe auf der Beifahrerseite, übersah der 47-Jährige einen auf einem Parkplatz stehenden Streifenwagen. Es kam zu einem Zusammenstoß, bei dem beide Pkw beschädigt wurden.

Der Fahrer und seine beiden mitfahrenden Kinder wurden nicht verletzt.

Bei der Unfallaufnahme fiel den Beamten auf, dass der Pkw-Fahrer offensichtlich unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Eine Nachfrage bestätigte den Verdacht und ein freiwillig durchgeführter Drogen-Test des 47-Jährigen verlief positiv.

Eine daraufhin angeordnete Blutprobe wurde im Klinikum Wolfsburg entnommen.

Die Fahrzeugschlüssel und der Führerschein des Pkw-Fahrers wurden sichergestellt und ein Strafverfahren eingeleitet.

Outdoor Erste Hilfe Kurs für alle Interessierten

Pressemitteilung

Freitag, 10. April 2026, 8 bis 16 Uhr

Draußen unterwegs – und jederzeit kann aus Freizeitspaß ein schwerwiegender Notfall entstehen. Dann gilt es zügig zu handeln und die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Das Frühjahr steht vor der Tür und es zieht uns wieder raus in die Natur. Doch sind Sie fit für den Outdoor-Notfall beim Ausflug ins Gelände? Der Naturpark Elm-Lappwald bietet in diesem offenen Kurs unter der Leitung von Oliver Blake allen Interessierten die Möglichkeit das Erste-Hilfe-Wissen zum Saisonauftakt noch einmal aufzufrischen.

Sind Sie in der Lage, den Überblick zu behalten und die richtigen Entscheidungen zu treffen? Sie lernen, im Notfall ruhig zu bleiben, die richtigen Prioritäten zu setzen und erfolgreich Erste Hilfe zu leisten. Inhalte der Veranstaltung sind Notruf u. Orientierung im Gelände, Organisation u. Struktur des Helferteams, Verletzungen erkennen u. beurteilen, Besonderheiten bei Kindern u. Jugendlichen, Lebensrettende Sofortmaßnahmen und Wundversorgung sowie Wärmeerhalt u. Wetterschutz.

Dieser Kurs richtet sich an alle Interessierten Privatpersonen ebenso wie an Lehrkräfte, Pädagogen oder Landschaftsführer, die mit oder ohne Gruppe im Gelände unterwegs sind.

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Der Kurs findet in den Räumlichkeiten der Politischen Bildungsstätte Helmstedt statt. Der Praxisteil wird im Außengelände durchgeführt. Daher bitte an wetterangepasste Kleidung denken.

Weitere Informationen und die Buchung der Veranstaltung sind möglich unter: https://event-buddy.de/o/naturpark-elm-lappwald    Foto: © Oliver Blake

Frühstück der ehemaligen Mitarbeiter der Samtgemeinde Sickte

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Medieninformation

Frühstück der ehemaligen Mitarbeiter der Samtgemeinde Sickte

Sickte. Beim jährlichen „Ehemaligenfrühstück“ im Herrenhaus Sickte kamen auch in diesem Jahr frühere Mitarbeiter der Samtgemeinde Sickte zusammen. In geselliger Atmosphäre nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit, Erinnerungen auszutauschen und sich über aktuelle Entwicklungen in der Samtgemeinde zu informieren. Samtgemeindebürgermeister Marco Kelb begrüßte die Gäste herzlich und zeigte sich erfreut über die vertraute Runde. In angeregten Gesprächen wurde auf gemeinsame Zeiten zurückgeblickt und das frühere Arbeitsleben lebendig in Erinnerung gerufen. „Solche Treffen bieten eine wichtige Möglichkeit, bestehende Kontakte aufrechtzuerhalten und das Gemeinschaftsgefühl zu vertiefen“, erklärte Kelb. Die Samtgemeinde Sickte dankt allen Teilnehmenden für ihr Kommen und freut sich jetzt schon auf das nächste Treffen.

Bild v.l.n.r: die ehemaligen Mitarbeiter der Samtgemeinde Sickte Werner Brandes, Wolfgang Lochte, Helmut Meyer, Reiner Liborius, und Diethard Winter mit Samtgemeindebürgermeister Marco Kelb freuten sich über den Besuch der alten Arbeitsstätte und die freundschaftlichen Gespräche.

 

Wir lieben unser Weddel

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Wir lieben unser Weddel (Jan Birkenfelds Text-Favorit) – YouTube

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Jägermeister setzt bei Glasflaschen auf Hybridofen-Technologie

Pressemitteilung

Emissionen pro Flasche sinken deutlich

Wolfenbüttel/Obernkirchen, 18.03.2026 – Jägermeister stellt als erster Spirituosenhersteller auf eine CO₂-reduzierte Serienproduktion seiner grünen Glasflaschen um: Ab März werden 14 Millionen der bekannten 0,7 l Flaschen in der NextGen Furnace Hybrid-Schmelzwanne bei Ardagh Glass Packaging in Obernkirchen hergestellt. Erste Auswertungen zeigen, dass sich die CO₂-Emissionen im Herstellungsprozess pro Flasche im Vergleich zur konventionellen Glasherstellung damit um 60 Prozent reduzieren lassen*.
„Mit dem Übergang in den dauerhaften kommerziellen Serienbetrieb wird aus einer technologischen Innovation ein verlässlicher Bestandteil unserer Lieferkette – und somit ein wichtiger Hebel für die Erreichung unserer Nachhaltigkeitsziele“, sagt Carsten Doliwa, Vice President Procurement bei Mast-Jägermeister SE.

Und diese Hebel sind für Jägermeister strategisch nicht unerheblich: Rund 30 Prozent der Emissionen entstehen bei der Flaschenherstellung, mehr als 90 Prozent insgesamt in der Lieferkette. Bis 2030 will das Unternehmen die Emissionen aus Primärverpackungen um 50 Prozent senken.

Umgesetzt wird das Ganze durch ein innovatives Verfahren des langjährigen Partners Ardagh Glass Packaging-Europe. Das Unternehmen hat eine neue Schmelzwanne entwickelt, die mit 42 Bodenelektroden arbeitet und sich somit grundlegend von konventionellen Glasschmelzöfen unterscheidet. Joris Goossens, R&D Project Manager bei Ardagh Glass Packaging Europe, der diese neue Technologie mitentwickelt hat, erklärt: „Die NextGen Furnace Technologie ist ein Meilenstein für die Glasindustrie, weil rund 60 Prozent der eingesetzten Energie aus Strom aus vollständig erneuerbaren Quellen stammen. Sie zeigt zugleich, dass elektrisch unterstütztes Schmelzen die Qualitätsanforderungen einer industriellen Glasproduktion im großen Maßstab erfüllt.“

*Die Angaben basieren auf einer ersten, fachlich geprüften Analyse der initialen Produktion grüner Jägermeister-Flaschen; eine abschließende Verifizierung steht noch aus.

Haushaltsplanung erfordert Augenmaß und demokratische Sorgfalt

Pressemeldung

Cremlingen. Die Diskussion um den Doppelhaushalt der Gemeinde Cremlingen für die Jahre 2026 und 2027 zeigt, dass Haushaltsplanung mehr ist als eine technische Aufgabe der Verwaltung, denn es geht um den Umgang mit öffentlichen Mitteln und damit um Verantwortung gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern.

Kommunale Haushalte sind das zentrale Steuerungsinstrument der lokalen Politik. Über sie entscheidet sich, welche Projekte umgesetzt werden, wo Prioritäten liegen und wie Steuergeld eingesetzt wird. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an Transparenz, Sorgfalt, Weitsicht und fachliche Abwägung.

Die Entscheidung, den Haushalt gleich für zwei Jahre festzulegen, fällt in eine Phase politischer und finanzieller Unsicherheit. Im September 2026 wählen die Bürgerinnen und Bürger in Niedersachsen einen neuen Gemeinderat und einen neuen Bürgermeister, und dies geschieht in einer aktuellen Situation, in der viele Kommunen vor steigenden Ausgaben, unsicheren Einnahmen und strukturellen Haushaltsdefiziten stehen.

Für Tobias Breske, Verwaltungsleiter einer Gemeinde in der Region, Vorsitzender der CDU- Fraktion im Rat der Gemeinde Cremlingen und Bürgermeisterkandidat der CDU für die kommende Kommunalwahl, ist deshalb eine sachliche Einordnung unabdingbar.

Ein kommunaler Haushaltsplan ist das wichtigste Steuerungsinstrument eines Gemeinderates. Hier fällt die Entscheidung über umzusetzende Projekte und über die Setzung von Prioritäten, und hier zeigt sich, wie verantwortungsvoll mit öffentlichen Mitteln umgegangen wird.“

Aus fachlicher Sicht spricht nach Breskes Einschätzung vieles dafür, Haushalte grundsätzlich jährlich zu beschließen. „Das jährliche Haushaltsverfahren ist das transparenteste und demokratisch sauberste Verfahren. Rat und Öffentlichkeit können regelmäßig neu über Prioritäten beraten und auf Veränderungen reagieren.“

Gerade in der aktuellen finanziellen Situation vieler Kommunen werde Planung zunehmend schwieriger. Einnahmen lassen sich schwerer prognostizieren, während Kosten etwa bei Energie, Infrastruktur oder Zinsen dynamisch steigen können.

Wenn viele unbekannte Daten eine Entscheidung prägen, sagt ein Sprichwort, man versuche, ‚den Pudding an die Wand zu nageln‘. Haushaltsplanung hat immer ein Stück davon. Bei einem Doppelhaushalt versucht man es allerdings gleich für zwei Jahre.“

Neben der finanziellen Perspektive sieht Breske auch einen demokratischen Aspekt. „Die Haushaltsplanung gehört zum Kern kommunaler Demokratie. Normalerweise wird darüber jedes Jahr öffentlich beraten. Diese regelmäßige Debatte schafft Transparenz und unterstützt den Grundsatz der politischen Verantwortung.“

In der aktuellen Diskussion werden auch Vorteile eines Doppelhaushalts angeführt, etwa eine vermeintlich höhere Planungssicherheit oder organisatorische Entlastungen für die Verwaltung. Solche Argumente gehören selbstverständlich auch zur politischen Debatte. Am Ende jedoch werden Bürgerinnen und Bürger selbst abwägen und entscheiden, welche Überlegungen sie überzeugend finden.

Am Ende blieb für die CDU-Fraktion im Gemeinderat nur eine klare Konsequenz: Sie hat den Doppelhaushaltsplan geschlossen abgelehnt. In den Beratungen zuvor hatte die Fraktion ihre fachlichen Bedenken und ihre sachbezogene Kritik am Verfahren ausführlich vorgetragen. Diese Argumente blieben jedoch bei der Ratsmehrheit weitgehend ungehört.

Breske fasst seine Einschätzung abschließend zusammen: „Demokratie lebt vom regelmäßigen Austausch, von Transparenz und von der Möglichkeit, auf Entwicklungen zu reagieren. Gerade bei öffentlichen Finanzen ist diese Flexibilität ein wichtiger Teil verantwortungsvoller Politik.“

Bildunterschrift:  Tobias Breske, CDU-Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat Cremlingen und Bürgermeisterkandidat der CDU     Foto: privat