„Nichts über uns ohne uns“: Martin Albinus im Austausch mit Werkstattrat und Bewohnervertretung der Lebenshilfe Wolfenbüttel

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Pressemitteilung

SPD-Landratskandidat besucht die Lebenshilfe – im Mittelpunkt standen faire Löhne, bezahlbarer und barrierefreier Wohnraum sowie der Zugang zum allgemeinen Arbeitsmarkt.

Der SPD-Landratskandidat Martin Albinus hat die Lebenshilfe Wolfenbüttel besucht und dabei das Gespräch mit den Menschen gesucht, um die es geht: Beim Termin im Juni 2026 hatten der Werkstattrat und die Bewohnervertretung die Themen selbst gesetzt. „Nichts über uns ohne uns – genau so muss Teilhabe aussehen“, betonte Albinus. „Die wichtigsten Fragen kamen an diesem Tag nicht von der Verwaltung und nicht von mir, sondern von den Menschen selbst. Das war ein ehrliches und offenes Gespräch, für das ich sehr dankbar bin.“

Ein zentrales Anliegen war die Frage fairer Löhne. Beschäftigte der Werkstätten arbeiten 38,5 Stunden pro Woche und verdienen im Durchschnitt rund 200 Euro. Wird dieser Verdienst zusätzlich auf die Grundsicherung angerechnet, bleibt am Ende noch weniger. „Wer Vollzeit arbeitet, ist kein Bittsteller“, so Albinus. „Dass ein ohnehin geringer Werkstattlohn noch gekürzt wird, empfinden viele zu Recht als ungerecht. Andere Kommunen zeigen, dass es Spielräume gibt – dieses Thema nehme ich ernst und werde ihm nachgehen.“

Ausführlich sprachen die Beteiligten auch über bezahlbaren und barrierefreien Wohnraum. Viele Menschen mit Behinderung möchten selbstbestimmt in einer eigenen Wohnung leben – doch entsprechende Angebote sind im Landkreis Wolfenbüttel rar, barrierefreie erst recht. „Selbstbestimmt zu wohnen darf kein Privileg sein – im Übrigen für Niemanden“, sagte der Landratskandidat. „Die Stadt, die Gemeinden und der Landkreis müssen barrierefreien und bezahlbaren Wohnraum konsequent mitdenken – bei der Planung, bei der Förderung und der Umsetzung.“

Ein weiteres Thema war das „Budget für Arbeit“, mit dem der Übergang von der Werkstatt auf den allgemeinen Arbeitsmarkt gelingen kann. Hier sieht Albinus auch den Landkreis selbst in der Verantwortung: „Wenn wir Inklusion auf dem Arbeitsmarkt ernst meinen, dann ist es nur schlüssig, dass der Landkreis als Arbeitgeber mit gutem Beispiel vorangeht.“

Mit Interesse aufgenommen hat Albinus die Einladung zum bundesweiten Aktionstag „Schichtwechsel“ am 24. September, bei dem Menschen des öffentlichen Lebens für einen Tag den Arbeitsplatz mit Beschäftigten aus den Werkstätten tauschen. Die Idee finde er großartig; ob eine Teilnahme in diesem Jahr terminlich – aufgrund des Wahlkampfes – möglich sei, ließ er offen.

Bild (von links): Inga Dixon, Bernd Schauder, Elke Aldrup (sitzend), Anja Eicholz, Tanja Schniedertöns, Joshua Metzner, Lisa Holzhauer (sitzend), Detlef Sturm, Martin Albinus