Wenn am ersten September-Wochenende die Deutsche Meisterschaft im Bundeswettbewerb der Jugendfeuerwehren in Hannover stattfindet, wird erneut die Jugendfeuerwehr Osterwald-Unterende gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr Nöpke – beide aus der Region Hannover – das Bundesland Niedersachsen vertreten. Osterwald-Unterende hat damit die Chance, zum dritten Mal in Folge den Titel „Deutscher Meister“ zu gewinnen.
Der Zeltplatz am Tankumsee sowie das Sportzentrum in Vorsfelde standen am vergangenen Wochenende ganz im Zeichen der Niedersächsischen Jugendfeuerwehren. In Vorsfelde fand der Landesentscheid im Bundeswettbewerb statt. Insgesamt 51 Gruppen traten an. Sie hatten sich zuvor teilweise in mehreren regionalen Ausscheidungsrunden für den Landesentscheid qualifiziert.

Das große Ziel: der Titel „Landesmeister 2026“ und damit die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft. Man darf schließlich träumen.
Zum Landesentscheid gehört traditionell auch ein gemeinsames Zeltlager. Dieses fand aus Platzgründen am nahegelegenen Tankumsee bei Gifhorn statt. Dort herrschte am Samstagmorgen reges Treiben. Innerhalb kurzer Zeit entstand eine kleine Zeltstadt mit rund 750 Bewohnerinnen und Bewohnern. Bei Temperaturen von über 30 °C war die Möglichkeit zur Abkühlung im Tankumsee eine gern genutzte Gelegenheit.
Parallel dazu lief der Aufbau der Wettbewerbsbahnen im Sportzentrum Vorsfelde auf Hochtouren. Auf dem Rasenplatz entstanden insgesamt vier Bahnen für den Löschangriff. Zwei Bahnen für den 400-m-Staffellauf wurden auf der umlaufenden Laufbahn aufgebaut. Pünktlich zum Trainingsdurchgang am Samstagnachmittag war alles vorbereitet. Auch die Wertungsrichterteams waren aus ganz Niedersachsen angereist, um den Trainingsdurchgang und am folgenden Tag den entscheidenden Durchgang der Wettbewerbsgruppen zu bewerten.
Spannung bis zum letzten Durchgang
Als die ersten Jugendfeuerwehren am frühen Sonntagmorgen zum finalen Durchgang am Sportzentrum eintrafen, war die Anspannung deutlich zu spüren. Alle hatten das Ziel, eine gute Leistung zu zeigen und sich vielleicht sogar für die Deutsche Meisterschaft oder den Niedersachsen-Cup zu qualifizieren.
Doch es reisten nicht nur die Wettbewerbsgruppen an. Auch ganze Fan-Lager aus Feuerwehrkameradinnen und -kameraden, Eltern und Freunden der Wettbewerbsteilnehmenden fanden den Weg nach Vorsfelde. Schnell füllte sich der Bereich rund um die Wettbewerbsbahnen. Banner wurden aufgehängt, Signalhörner, Ratschen und Pfeifen kamen zum Einsatz und die Teilnehmenden wurden mit kräftigen Zurufen angefeuert.


Besonders laut wurde es zum Ende des Wettbewerbs. Nun gingen die Gruppen an den Start, die in den vergangenen Jahren üblicherweise die vorderen Plätze unter sich ausgemacht hatten. Entsprechend groß waren auch ihre Fan-Lager. Doch sicher war der Sieg noch lange nicht: Ein kleiner Fehler konnte reichen, um mehrere Plätze zu verlieren.


