Gärtnermuseum: Vortrag von Frau Dr. Silke Wagener-Fimpel
Der Zeichner, Kupferstecher und Buchhändler Conrad Buno
Wolfenbüttel. Zu einem besonderen Vortrag lädt das Gärtnermuseum am Freitag, 3. Juli 2026, um 18:30 Uhr in die Kultur- und Bildungsstätte am Neuen Weg 33 ein. Archivoberrätin Dr. Silke Wagener-Fimpel vom hiesigen Landesarchiv hält einen bebilderten Vortrag mit dem Thema: „Der Zeichner, Kupferstecher und Buchhändler Conrad Buno– Episoden aus seinem Leben in der Residenzstadt Wolfenbüttel.“
Wer an historische Stadtansichten denkt, verbindet damit meistens den Namen „Merian“. Und tatsächlich stammt ein Großteil der norddeutschen Ansichten des 17. Jahrhunderts aus der „Topographia Germaniae“, dem Hauptwerk des Frankfurter Kupferstechers und Verlegers Matthäus Merian d. Ä. und seiner Söhne, in dem auch zahlreiche Ortschaften aus den welfischen Territorien vertreten sind.
An dem Werk wirkten namhafte Topographen, Kupferstecher und Vorlagenzeichner mit. Für den niedersächsischen Raum war es Conrad Buno, der die Vorlagen für die später von Merian als großformatige Kupferstiche vervielfältigten Stadtansichten lieferte. Als Kupferstecher und Zeichner stand er in den Diensten des Herzogs August des Jüngeren zu Braunschweig-Lüneburg und war später in dessen Residenzstadt Wolfenbüttel auch als Verleger und Buchhändler tätig. Das Haus, in dem er wohnte und arbeitete, befindet sich noch heute an der Ecke zwischen Stadt- und Kornmarkt. Verheiratet war Buno mit einer Nichte des Bürgermeisters Heinrich Bockelmann, über den man in der Sonderausstellung im Schlossmuseum zu den „Toten von Wolfenbüttel“ mehr erfahren kann.
Im Niedersächsischen Landesarchiv – Abteilung Wolfenbüttel, finden sich zahlreiche Archivalien, die Einblick in die Entstehung der „Topographia“ sowie in die Lebenswelt und den Arbeitsalltag eines Wolfenbütteler Künstlers der Barockzeit ermöglichen.
BU: Die Merian-Abbildung des Schlossplatzes.


