In einer Pressekonferenz nach einer internen Sitzung des Ausschusses „pflanzliche Erzeugnisse“ am 15.06. auf dem Klostergut Mariental GbR stellten Landvolkpräsident Dr. Holger Hennies, Ausschussvorsitzender Konrad Westphal sowie Vertreter der Mühlen und des Landhandels ihre Prognose für die diesjährige Getreideernte.
Nach drei eher schlechten Enten wird für 2026 ein durchschnittliches Ergebnis erwartet. Dazu muss natürlich auch das Wetter mitspielen, beispielsweise darf es jetzt keine anhaltende Hitzewelle geben, weil dann durch eine einsetzende Notreife das Korn 10-20% weniger als normal gefüllt wird.
Trotz guter Gesamtprognose erwarten viele Landwirte eine schwierige Erntesaison. Die momentanen Weltmarktpreise geben ebenfalls keinen Grund zum Jubeln, so liegt der Weizenpreis deutlich unter dem vom Vorjahr.
Auch die Auswirkungen des Irankrieges sind für Landwirte spürbar, die Preise für Dünger sind um 50%, die für Diesel um 25-30% gestiegen.
So blickt Gastgeber Tönnies Kühne zwar optimistisch in die Zukunft, sieht aber in der Vermarktung der Ernte die größte Herausforderung. Nicht nur die aktuellen Preise auf der Warenterminbörse machen ihm Sorgen, auch die Schließung von Mühlen und die damit verbundenen längeren Transportwege sorgen für schlechtere Zukunftsprognosen.
Bei der anschließenden Presse-Erntefahrt aufs Feld konnten sich alle Teilnehmer ein Bild vor Ort machen.







