Vierte Photovoltaikanlage der SONNE geht in Bau

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Genossenschaft unterzeichnet Dachmietvertrag auf dem Ostfalia-Gelände mit dem TIW.

Wolfenbüttel. Auf dem Gelände der Ostfalia Hochschule wurde ein weiterer Schritt für den Ausbau erneuerbarer Energien vor Ort gemacht: Für das Gebäude K („Kubus“) unterzeichneten die Verantwortlichen jetzt einen Dachmietvertrag zur Errichtung einer Photovoltaikanlage (PV). Beteiligt waren das Technische Innovationszentrum Wolfenbüttel (TIW) als Eigentümer, die Ostfalia als Mieter sowie die eingetragene Genossenschaft SONNE eG (Süd-Ost Niedersachsen Energiegenossenschaft), die das Vorhaben stemmt.

„Wir freuen uns sehr über den nächsten Schritt unserer Zusammenarbeit mit der SONNE eG“, erklärten TIW-Geschätsführerin Carola Weitner-Kehl sowie Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Umbach, der TIW-Vorstandsvorsitzende. Schon mehrere Dächer des TIW wurden in den vergangenen Monaten Am Exer mit PV-Anlagen bestückt. „Dieses ist nun das letzte Projekt, alle anderen Dächer sind denkmalgeschützt und dürfen nicht belegt werden.“

Die beiden lobten die Kooperation mit der SONNE ausdrücklich: „Es macht wirklich Spaß, weil die Verantwortlichen engagiert, schnell und verlässlich arbeiten.“ Carola Weitner-Kehl unterstrich, dass die Akteure der Genossenschaft nebenberuflich arbeiten. „Und das, obwohl es viel Zeit und Kraft kostet – es handelt sich um echte Idealisten.“ An den Wolfenbüttelern könnten sich viele ein Beispiel nehmen: „Wenn die Energiewende genauso schnell umgesetzt werden würde wie die Projekte der SONNE eG, dann wäre viel erreicht.“

Das TIW sei umso überzeugter in die Zusammenarbeit eingestiegen, weil es sich um eine Innovation aus der Hochschule heraus handelt. „Und genau das entspricht dem Satzungszweck unseres Vereins“, betonte Wolf-Rüdfiger Umbach. Das Dach auf dem Kubus hat nur rund 100 Quadratmeter, für die das TIW lediglich einen symbolischen Preis berechnet. „Wir nehmen einen Euro pro Quadratmeter und Jahr – bekommen also 100 Euro Miete per anno.“

Die geplante Anlage hat eine Leistung von rund 24 kWp (Kilowatt Peak). Die Energiegenossenschaft plant, den vor Ort erzeugten Solarstrom direkt am Standort zu nutzen, erklärte Dipl.-Ing. Nanno Peters von der Ostfalia als Vorstand der SONNE eG. „Durch dieses Modell profitiert die Ostfalia künftig von lokal erzeugtem, kostengünstigem Strom, während gleichzeitig die regionale Energieversorgung gestärkt und ein Beitrag zur Energiewende geleistet wird.“

Volker Küch als Vizepräsident der Ostfalia Hochschule sowie Prof. Dr.-Ing. Holger Brüggemann als Aufsichtsrat der SONNE eG hoben ebenfalls die schnelle und konstruktive Abstimmung hervor, die eine zügige Umsetzung des Projekts ermöglicht hat. Der Bau der Anlage soll unmittelbar beginnen, die Inbetriebnahme ist in den kommenden Wochen geplant.

Das Projekt ist Teil einer Reihe gemeinsamer Vorhaben zur Nutzung geeigneter Dachflächen für Photovoltaik in der Region. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich weiterhin an der Energiegenossenschaft beteiligen. „Aktuell sind nur noch wenige Genossenschaftsanteile verfügbar“, sagte Nanno Peters.

Foto: Sie freuten sich vor dem Ostfalia-Kubus über viel Sonnenschein, der künftig Strom bringen soll (von links): Nanno Peters (Vorstand SONNE eG), Prof. Dr. rer. nat. Wolf-Rüdiger Umbach (Vorstandsvorsitzender TIW), Dipl.-Kauffr. Carola Weitner-Kehl (Geschäftsführerin TIW),  Prof. Dr.-Ing. Holger Brüggemann (Aufsichtsratsvorsitzender SONNE eG) und Volker Küch (Vizepräsident der Ostfalia Hochschule).  Foto: Regio-Press