Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,
sie haben es sicher in der Rundschau bereits lesen können: Bei der Kommunalwahl am 13. September trete ich nicht wieder für das Amt des Bürgermeisters der Gemeinde Cremlingen an.
Mit 63 Jahren habe ich mich entschieden, nicht mehr zu kandidieren, um mehr Zeit für meine Familie, meine Enkelkinder und meine kleine Landwirtschaft in Italien zu haben.
Doch es gibt Projekte in der Gemeinde, die mir während meiner Amtszeit ans Herz gewachsen sind und die ich gerne weiter ehrenamtlich begleiten möchte. Deshalb bewerbe ich mich am 13. September um ein Mandat im Rat der Gemeinde Cremlingen und im Ortsrat meines Wohnortes Hordorf.
Lassen Sie mich zunächst einen kleinen Blick zurückwerfen auf die vergangenen 12 Jahre meiner Amtszeit als Bürgermeister der Gemeinde Cremlingen. Die Quartiersentwicklung in Cremlingen mit Wohnen, Kindertagestätte, BBZ und Skatebahn war ein spannender Prozess. Das ist ein schönes Viertel geworden.
Durch die Cremlinger Wohnungsbaugesellschaft (CWG) haben wir bezahlbaren Wohnraum in Cremlingen geschaffen. Die CWG wird weiteren Wohnraum für Geringverdiener in Cremlingen entwickeln. Und auch die Gründung der Cremlinger Energie Gesellschaft (CEG) war spannend. Die Erträge aus der Gesellschaft tragen zur Leistungsfähigkeit der Gemeindefinanzen bei.
Dass der Radweg zwischen Cremlingen und Hordorf kürzlich fertig geworden ist, war ein wichtiger Schritt zur Verknüpfung unserer Ortschaften und zur Anbindung dieser an regionale Radwegnetze.
Sicher gibt es noch viele wichtige Projekte mehr, so z. B. die Planung und den Bau von Feuerwehrhäusern und Mensen an unseren Grundschulstandorten in Schandelah und Destedt sowie die Entwicklung „des Hertel“, die wir als Verwaltung während meiner Amtszeit umsetzen konnten oder mit deren Umsetzung wir begonnen haben. Einige davon möchte ich als Mitglied von Ortsrat und Mitglied des Rates der Gemeinde ehrenamtlich weiter begleiten.
Perspektivisch möchte ich den Lückenschluss zwischen Hordorf und Essehof mit meiner Erfahrung und meinen Netzwerken gerne vorantreiben.
Das Aufbauen und Pflegen der Partnerschaften zwischen unserer Gemeinde und den Gemeinden Kołaczkowo in Polen und Tielt-Winge in Belgien war mir stets ein wichtiges Anliegen.
Und schließlich die Gedenkstättenarbeit rund um die KZ-Gedenkstätte Schandelah-Wohld. Hier ist in den vergangenen Jahren eine wichtige Erinnerungsarbeit gewachsen und es sind Freundschaften zu den Mitgliedern des Freundeskreises Neuengamme entstanden. Die Gedenkstätte und die damit verbundene wichtige Erinnerungsarbeit gilt es, sorgsam zu pflegen und weiterzuentwickeln. Hierzu möchte ich zukünftig ehrenamtlich weiter meinen Beitrag leisten.
Für mich war es immer ein besonderes Anliegen, die Gemeinde Cremlingen mit entwickeln zu dürfen. Es ist eine der schönsten Aufgaben, die man wahrnehmen darf, nämlich sich für seine Einwohner einsetzen zu dürfen. Es war mir eine besondere Ehre.
Detlef Kaatz
Ihr Bürgermeister
Bildunterschrift: Detlef Kaatz mit Rudi Beeken, Alt-Bürgermeister der Gemeinde Tielt-Winge und Sekretär des Freundeskreises Neuengamme. Foto: Frank Schildener