Mittwoch, April 1, 2026

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Hier finden in den nächsten Tagen Laternenfeste statt

Ein Leserbrief zu den Windkraftplänen in Cremlingen

Ein Lererbrief von Susanne Bülte:

Betreff: Zum Protokoll der Sitzung des Ausschusses für Planung, Umwelt und Klimaschutz vom 28.9.2025 Windkraftpläne in Cremlingen

Sehr geehrte Damen und Herren der Redaktion,

mit großem Interesse habe ich das Protokoll vom 28.8.2025 der Sitzung des Ausschusses für Planung Umwelt und Klimaschutz zur Kenntnis genommen, in der die möglichen Standorte für Windkraftanlagen in Schandelah Wohld diskutiert wurden. Während die Notwendigkeit, einen Beitrag zur Energiewende zu leisten, unbestritten ist, muss ich doch meine Bedenken bezüglich des im Protokoll skizzierten Vorgehens äußern. Da es um einen Grundsatzbeschluss Antrag (Drucksache XI/376) als Tagesordnungspunkt ging.

Es macht mir Sorgen das zahlreicher Bürgerinnen und Bürger nicht im Protokoll erwähnt wurden. Insbesondere die Bedenken bezüglich des Naturschutzes und der möglichen Auswirkungen auf das Landschaftsbild in der Nähe von Landschaftsschutzgebiet Wohld Schandelah, scheinen nicht ausreichend gewichtet worden zu sein. Auch der Vortrag von Herrn Wolfgang Fischer über Windenergie mit Fakten und Zahlen wurden in diesem Protokoll nicht erwähnt, was ich persönlich und auch andere besorgte und interessierte Bürger/innen bedauere.

Ich möchte als besorgte Bürgerin darauf aufmerksam machen, dass eine Energiewende nur gelingen kann, wenn sie von einer breiten Basis in der Bevölkerung getragen wird. Dies erfordert Transparenz und eine echte Einbindung der Bürger in den Entscheidungsprozess – über das reine Anhören in einer Sitzung hinaus. Der Austausch im PUK ist ein wichtiger Schritt, doch die nachfolgende Kommunikation muss die angesprochenen Bedenken ernst nehmen und im Protokoll korrekt wiedergeben.

Ich appelliere daher an den PUK, das Gespräch mit der Bürgerschaft zu suchen, bevor weitere konkrete Schritte unternommen werden. Nur so kann eine Lösung gefunden werden, die nicht nur wirtschaftlich, sondern auch ökologisch und sozial verträglich ist.

Vincent Schwarz will Wolfenbütteler Bürgermeister werden

Vincent Schwarz will Bürgermeister werden: Der 26-Jährige ist zum Kandidaten für die Kommunalwahl 2026 gewählt worden.

Wolfenbüttel. Die FDP Wolfenbüttel hat in der vergangenen Woche ihren Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahl im kommenden Jahr gewählt: Der 26-jährige Vincent Schwarz wird für die Liberalen für das Amt des Bürgermeisters der Stadt Wolfenbüttel antreten. Schwarz ist seit 2021 Mitglied des Stadtrates, Vorsitzender der FDP-Fraktion und Vorsitzender des Ausschusses für Sport und Freizeit.

Themen: Gemeinschaft, Wirtschaft, Mobilität

Wer im Sport- und Freizeitbereich tätig ist, kennt die treibende Kraft in diesen Bereichen: Vereine und Ehrenamtliche. Diese zu stärken, ist eines der zentralen Anliegen von Vincent Schwarz: „Die Vereine und Verbände in Wolfenbüttel sind elementarer Bestandteil unseres städtischen Gemeinschaftsgefühls. Sie sorgen für Zusammenhalt, gegenseitige Unterstützung und Integration. Aufgabe der Stadt muss es daher weiterhin sein, unsere Vereine wie bisher mit guten Rahmenbedingungen zu unterstützen und die Wichtigkeit des ehrenamtlichen Engagements hervorzuheben.“
Gute Rahmenbedingungen gelte es auch für die Wolfenbütteler Wirtschaft zu schaffen. So müsse auch zukünftig dafür gesorgt werden, dass die infrastrukturellen Voraussetzungen für die ansässigen Unternehmen stimmen und gleichzeitig attraktiv für die Ansiedlung neuer Wirtschaftsbetriebe werden.
Mit Blick auf die Mobilität in der Stadt steht Schwarz nicht für ein „Entweder-Oder“. Vielmehr müsse der Verkehr – insbesondere in Wolfenbüttel aufgrund der umgebenden Ortsteile und Dörfer – ganzheitlich gedacht werden, sagt er. Sowohl der Auto- als auch der Radverkehr seien genau wie der ÖPNV Bestandteil der Wolfenbütteler Mobilität. So müsse auch in Zukunft in alle drei Bereiche investiert werden, ohne ideologische Scheuklappen.

Kostenlose Hygieneartikel – aber nur für den Notfall

Der dm – drogeriemarkt spendet der Lavie Reha vier Automaten sowie die künftige Befüllung mit Tampons und Damenbinden.

Königslutter. Die jüngste Spende des dm – drogerie markts in Königslutter an die Lavie Reha ist nicht für jedermann sichtbar, denn ihre Nutzung findet nahezu im Verborgenen statt. Ausschließlich auf Damen-Toiletten werden jene vier Spender hängen, die jetzt dm-Mitarbeiterin Yvonne Raetzel (lokale Kommunikation) an die Einrichtung übergab: Zwei für den Hauptsitz in Königslutter sowie je einen für die Außenstellen in Wolfsburg und Braunschweig.

„Diese Automaten enthalten Hygieneartikel wie Tampons und Damenbinden“, erläuterte Tanja Stansch, die Hauswirtschaftsleiterin bei Lavie. Sie und ihre Kollegin Anna Lukaszczyk vom House-Keeping nahmen die Spende hocherfreut entgegen: „Der Bedarf ist da. Wir hören ganz oft, dass sich Rehabilitandinnen danach erkundigen.“ Oftmals würden die Frauen vom Beginn ihrer Periodenblutung überrascht. „Wenn dann keine Hygieneartikel zur Hand sind, müssen sie nach Hause gehen.“

Solch ärgerliche Unterbrechung von Reha oder Ausbildung wird künftig ausgeschlossen, denn der dm – drogeriemarkt überreichte nicht nur die Geräte selbst, sondern auch eine komplette Füllung. „Die Jessa-Spender und die Artikel gehören zur dm-Hausmarke“, erklärte Yvonne Raetzel. Die Drogerie-Kette versorge mittlerweile eine ganze Reihe von gemeinnützigen Vereinen mit dieser Ausstattung. Dabei war ihr wichtig, dass es sich um eine permanente Gabe handelt: „Wir befüllen die Automaten, sobald das Signal kommt, dass sie leer sind.“ Insgesamt belaufe sich die Spende an Lavie auf viermal 80 Euro für die Geräte sowie viermal 20 Euro für die Füllungen.

Lavie-Geschäftsführerin Corinna Wollenhaupt bedankte sich sehr. „Das ist eine großartige Anregung – nicht zuletzt, weil sie ein so wichtiges Thema aus dem Schambereich herausholt.“ Sie selbst sei schon während des Studiums in verschiedenen Einrichtungen mit den Problemen der Teilnehmerinnen konfrontiert worden. „Seit Jahrzehnten müssen junge Frauen in dieser Notlage raus aus dem Programm und nach Hause.“

Von regelrechter Begeisterung sprachen Christin Wiedmann und Emely Zoll als Vertreterinnen der Rehabilitanden. „Wir unterstützen diesen Vorstoß sehr.“ Im entscheidenden Moment die benötigten Artikel zu Hause vergessen zu haben, löse ein ausgesprochen unangenehmes Gefühl aus. „Von daher konnten wir es kaum glauben, als wir jetzt die Spender mit dem kostenlosen Inhalt zum ersten Mal gesehen haben.“

Allerdings wies die Runde auch darauf hin, dass es sich nur um Ausstattung für den Notfall handelt. „Es soll dort nur der spontane Bedarf gedeckt werden“, unterstrich Tanja Stansch. „Niemand sollte sich bitte einen Vorrat für zuhause mitnehmen.“

Titelfoto: Die Freude über den Vorstoß des dm – drogeriemarkts war allgemein bei der Übergabe (von links): Lavie-Geschäftsführerin Corinna Wollenhaupt, Yvonne Raetzel (dm lokale Kommunikation) mit einem Jessa-Spender, Emely Zoll und Christin Wiedmann von der Lavie-Rehabilitanden-Vertretung, Babette Bode (dm-Marktverantwortliche in Königslutter), Tanja Stansch (Lavie-Hauswirtschaftsleiterin) sowie Anna Lukaszczyk (Lavie-House-Keeping).    Foto: Regio-Press

Weitere 500 Frühblüher vor Haus der Vereine gesteckt

Pressemeldung der Grünen

Destedt. Mitglieder der Destedter GRÜNEN beteiligten sich an der diesjährigen Aktion „Frühblüher in Destedt stecken“. In den letzten Jahren wurden bereits über 9.000 Frühblüher gesteckt: Blausterne, Tulpen, Narzissen, Osterglocken, Hyazinthen und Krokusse. Besonders schön sieht es im Frühjahr auf der Fläche vor dem Haus der Vereine aus. Hier sind nun weitere 500 Frühblüher in die Erde gebracht worden.

Foto (privat): Petra Köhler, Sabine Auschra und Ortsbürgermeister Diethelm Krause-Hotopp brachten die Frühblüher in die Erde.

90. Geburtstag von Dieter Schwarzenberg

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Zu seinem 90. Geburtstag am 30. Okt. durfte sich Dieter Schwarzenberg über zahlreiche Gratulanten freuen.

Neben den Vorstandsmitgliedern seines Schützen-Sportvereins Weddel, kamen auch Mitglieder des Männergesangvereins, Freunde und Bekannte, um ihm persönlich zu gratulieren.

Für die musikalische Umrahmung sorgte Peter Rabe, der mit seinem Akkordeon die vorgetragenen Ständchen stimmungsvoll begleitete und für eine festliche Atmosphäre sorgte. Im Anschluss lud das Geburtstagskind in sein Haus ein, wo bereits Getränke und Handfood bereitstanden und zu geselligem Verweilen einluden.

Der Schützenverein Weddel wünscht Dieter Schwarzenberg weiterhin Gesundheit und viele schöne Jahre. Zugleich bedankt sich der Verein herzlich für seine fast 50-jährige Mitgliedschaft und die langjährige Verbundenheit zum Schützenwesen.

René Langenkämper

Neuer Windpark bei Sickte geplant

PRESSEMITTEILUNG

Informationsveranstaltung der Sickter Grünen

Auf große Resonanz stieß die Informationsveranstaltung „Windpark und Bürgerbeteiligung“ des Ortsverbandes Samtgemeinde Sickte von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Dorfgemeinschaftshaus Burschenhof in Sickte. Sämtliche Stühle waren besetzt, viele weitere Interessierte verfolgten die Veranstaltung im Stehen. Das Thema hat es in sich – dies wurde deutlich.

Unter Moderation des GRÜNEN-Sprechers Holger Barkhau ging es in erster Linie um Information. Kaum jemand wusste bisher, was zwischen Sickte, Hötzum, Salzdahlum und Mascherode geplant ist. Dank der fachkundigen Referenten, Jan-Hendrik Piel von der Firma Nefino aus Hannover und Dirk Staats, Geschäftsführer des Projektierers SAB WindTeam aus Itzehoe, konnte Licht ins Dunkel gebracht werden.

Jan-Hendrik Piel erläuterte zunächst, wie die Flächenausweisung für Windenergie erfolgt. Aufgrund eines Bundesgesetzes müssen alle Bundesländer Flächen für Windenergie vorhalten. Die Länder ihrerseits legen Flächenbeitragswerte für die einzelnen Regionen fest. Im Bereich des Regionalverbandes Großraum Braunschweig (RGB) muss bis zum Jahr 2032 3,18% der Regionsfläche für Windenergie ausgewiesen werden. Welche Flächen dafür infrage kommen, ergibt sich aus festgelegten Kriterien wie z.B. dem Abstand von 1.000 Metern zu Wohnsiedlungen, Naturschutzbelangen und Infrastrukturbedingungen. Es werden alle Flächen ausgeschlossen, die diesen Kriterien nicht entsprechen. Übrig bleiben dann die für Windparks in Frage kommenden Flächen, die in weiteren Schritten auf den Flächenbeitragswert reduziert werden. Im konkreten Fall sind drei Teilflächen westlich der Kreisstraße zwischen Hötzum und Apelnstedt vom RGB als geeignet identifiziert worden.

Dirk Staats stellte die bisherigen Planungen in diesem Bereich näher vor. Zunächst müsse der RGB das Gebiet per Beschluss ausweisen. Dann gelte es den Genehmigungsantrag zu stellen und den Netzanschluss zu sichern. Nach der derzeitigen Planung ist der Baubeginn im Jahr 2029 und eine Inbetriebnahme des Windparks im Jahr 2030 möglich. Auf Nachfrage teilte er mit, dass auf dem Areal ungefähr 12 Windenergieanlagen geplant würden.

Weiterhin erläuterte er, welche Maßnahmen zur Akzeptanzförderung geplant seien. Die betroffenen Kommunen erhalten eine Zuwendung von 0,2 Cent für jede erzeugte Kilowattstunde. Für jede Anlage mit ca.15 Millionen Kilowattstunden Jahresenergieertrag ergebe sich ein Betrag von etwa 30.000 € im Jahr, der den Haushalten der jeweiligen Kommunen zugute komme. Zusätzlich werde es eine weitere finanzielle Beteiligung geben. Diese könne z.B. für über Pflichtaufgaben hinausgehende Projekte der Kommunen, aber auch für die Förderung kultureller und sozialer Zwecke durch einen Förderverein in Höhe von z.B. 10.000 € pro Jahr für jede Anlage oder für das Angebot eines Sparproduktes für Einwohnerinnen und Einwohner im Umkreis von 2.500 Meter um eine Anlage verwendet werden. Zusammen mit den zu erwartenden Gewerbesteuereinnahmen ergebe sich insgesamt eine erhebliche regionale Wertschöpfung für die Kommunen und die vom Windpark betroffenen Menschen.

In der angeregten und überwiegend sachlichen Diskussion ging es um die Notwendigkeit des Ausbaus der Windenergie, mögliche Gefährdungen für die Gesundheit und Natur und die rechtlichen Möglichkeiten, Einwendungen geltend zu machen. Mehrfach kritisiert wurde, dass Informationen bezüglich der Planungen bisher so gut wie gar nicht in der Bevölkerung angekommen sind. Wünschenswert wäre mehr Transparenz und eine aktive Informationspolitik seitens des RGB . Die Veranstaltung der Sickter Grünen habe zum ersten Mal vor Ort einen Beitrag zur Information der Öffentlichkeit geleistet. Holger Barkhau wies abschließend darauf hin, dass umfassende Informationen zur Windenergieplanung des RGB und zu den öffentlichen Auslegungen unter www.regionalverband-braunschweig.de/wind2025 zu erhalten sind.

Holger Barkhau

Fotos: Die Referenten und Mitglieder des Vorstandes der Sickter GRÜNEN (von links): Maximilian Behrendt, Holger Barkhau, Christiane Wagner, Jan-Hendrik Piel, Dirk Staats, Wolfgang Busch, Michael Kohl, Carsten Marowsky-Brée (Quelle: privat)

Geplanter Windpark Sickte_Hötzum_Salzdahlum_Mascherode (Quelle: RGB)

Einsatzstichwort: Tierrettung

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Außergewöhnliche Info-Dienste bei der Feuerwehr Destedt

Die Feuerwehr Destedt hat sich in diesem Herbst im Bereich Tierrettung weitergebildet. Hierbei wurden in mehreren Diensten erst Pferde, und dann sogar Schlangen behandelt.

Zunächst wurde beim Pferdeland am Elm unter Leitung der Eigentümerin Kerstin Köchy unterrichtet, wie man in Rettungssituationen behutsam auf Pferde zugeht und Halfter anlegt. Mitte Oktober folgte dann der zweite Level: Auf dem Gutshof in Destedt stellte der Vorsitzende des Reit-und Fahrvereins Kai Klapprott mit seinem Team die Stallungen vor. Im Anschluss durften die Kameraden ihr neu erlerntes Wissen anwenden und den Pferden Halfter anlegen. Organisiert wurden die beiden Dienste von Kamerad Sven Traulsen.

Ein abschließendes Highlight stellte dann der Schlangen-Dienst, organisiert von Kamerad Torben Meyer, dar. Die 2. Gruppe der Feuerwehr Destedt besuchte hier die Schlangenfarm in Schladen, bei der in einer exklusiven Führung durch den Guide Patrick die verschiedenen Reptilien vorgestellt wurden. Um ein Gefühl für die Tiere zu bekommen, durften alle Teilnehmer am Ende Schlangen in den Armen halten.

Text & Fotos: Fabian Trappe, Pressewart

Lehre erhält das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“

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Lehre, 29. Oktober 2025

Die Gemeinde Lehre wird heute mit dem Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ ausgezeich-net. Damit würdigt der Verein Kinderfreundliche Kommunen die Verabschiedung eines Ak-tionsplans, der die kommunale Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention zum Ziel hat. Mit dem Erhalt des Siegels bekennt sich die Gemeinde Lehre dazu, die Rechte von Kindern und Jugendlichen zu stärken und stellt sich zugleich einem regelmäßigen Prüfverfahren.

Das Siegel vergibt der von UNICEF Deutschland und dem Deutschen Kinderhilfswerk getragene Verein Kinderfreundliche Kommunen. Es ist Ausdruck einer Selbstverpflichtung der Gemeinde zu mehr Kinderfreundlichkeit und Ansporn, die festgesteckten Ziele innerhalb von drei Jahren umzu-setzen.

Bürgermeister Andreas Busch betonte: „Die Zertifizierung als Kinderfreundliche Kommune ist für die Gemeinde Lehre Anerkennung und Verpflichtung zugleich. Kinder sehen die Welt oft mit einer Offenheit, die Erwachsene inspiriert – oder wie Winnie Puuh sagt: ‚Manchmal nehmen die kleinsten Dinge den größten Platz in deinem Herzen ein.‘ Dieses Herz und diese Haltung wollen wir in unserer Kommune leben, indem wir die Kinderrechte mit Leben füllen und gemeinsam, Jung und Alt, wei-terentwickeln.“

Dr. Heide-Rose Brückner, Senior-Consultant des Vereins Kinderfreundliche Kommunen, beglück-wünschte Lehre und betonte im Namen des Vereins: „Mit dem Aktionsplan zeigt die Gemeinde Lehre, wie engagiert sie die Rechte junger Menschen stärkt und ihre Mitbestimmung vor Ort för-dert. Im Mittelpunkt steht das Kinder- und Jugendbüro als niedrigschwellige Anlaufstelle, die Kinder und Jugendliche bei ihren Anliegen unterstützt. Zugleich wird ein verbindliches Beteiligungskon-zept mit Qualitätsstandards entwickelt, in dessen Erarbeitung die jungen Menschen aktiv einge-bunden sind. Verschiedene offene Formate, wie Kinder- und Jugendforen oder Kinderversamm-lungen, werden erprobt, wobei die Kinder bereits bei Themenwahl und Rahmenbedingungen mit-wirken. So schafft Lehre Strukturen, die echte Partizipation ermöglichen und Stimmen junger Men-schen direkt in Entscheidungen einbinden.“

Die zuständigen Sachverständigen des Vereins Kinderfreundliche Kommunen, Clemens Klikar und Jan Westermann, lobten: „Die Gemeinde stellt sich von Anfang an mit vollem Engagement, Kreati-vität und beachtlicher Netzwerkarbeit der Aufgabe, die UN-Kinderrechte konkret vor Ort umzuset-zen. Daher liegt ein erkennbarer Fokus im Aktionsplan darauf, valide Informationen, insbesondere über Gefahren- und Angsträume zu erheben, anhand derer konkrete Probleme adressiert werden können. Hier wird es wichtig sein, verbindliche Abläufe zu etablieren, die sicherzustellen, dass Kin-der und Jugendliche Rückmeldung zu ihren Anliegen erhalten. Wir freuen uns darauf, die Weiter-entwicklung der Kommune zu begleiten.“

Das Programm „Kinderfreundliche Kommune“ läuft vier Jahre und kann anschließend verlängert werden. Im ersten Jahr wird durch eine Bestandsaufnahme und durch Beteiligungsverfahren mit Kindern und Jugendlichen der Aktionsplan vorbereitet. Nach der Bestätigung des Aktionsplans durch den Gemeinderat prüft der Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. den Aktionsplan und vergibt das Siegel für die folgenden drei Jahre.

Seit über zehn Jahren begleitet der Verein Kinderfreundliche Kommunen Städte und Gemeinden und nun auch Landkreise bei der lokalen Umsetzung der Kinderrechte. Mehr als 60 Kommunen, die ihre Politik und Verwaltung auf Kinderfreundlichkeit ausrichten wollen, haben sich dem Vorha-ben „Kinderfreundliche Kommune“ angeschlossen – darunter Hanau, Köln, Papenburg, Potsdam, Regensburg und Wolfsburg. Das Vorhaben basiert auf den internationalen Erfahrungen aus der Child Friendly Cities Initiative von UNICEF und wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Treffen mit den Feldhütern im Schutzgebiet Wohlder Wiesen

Jüngst trafen sich Mitglieder der grünen Cremlinger Gemeinderatsfraktion mit den Feldhütern in den Wohlder Wiesen. Die drei Feldhüter Elke Bartels, Johannes Ksyk und Noah Seifert sind mit unterschiedlichen Stundenzahlen in den beiden Schutzgebieten – den Wohlder Wiesen und den Herzogsbergen- eingesetzt. Elke Bartels ist seit 2016, Johannes Ksyk und Noah Seifert sind hier seit Anfang 2025 unterwegs.

Die Feldhüter sind bei der Gemeinde Cremlingen angestellt und deren Tätigkeit wird teilweise von dieser, größtenteils aber vom Landkreis Wolfenbüttel/Untere Naturschutzbehörde finanziert. Die beiden Einsatz- und Schutzgebiete sind die ehemaligen Truppenübungsplätze, die seit 2014 im Besitz der Deutschen Bundesstiftung Umwelt Naturerbe GmbH (DBU) sind.

Die Feldhüter sind zuständig für die Gebietskontrollen in dem Naturschutzgebiet „Herzogsberge“ und dem Landschaftsschutzgebiet „Nieder- und Oberdahlumer Holz, Langholz…“ in den Gemeinden Sickte und Cremlingen sowie in dem Landschaftsschutzgebiet „Schandelaher Wohld und Pfeifengraswiese Wohld“ in der Gemeinde Cremlingen.

Für beide Schutzgebiete gelten eine ganzjährige Anleinpflicht für Hunde und ein striktes Wegegebot. Bei Verstößen dagegen reicht in vielen Fällen ein ermahnendes Gespräch. Wenn Worte nicht zielführend sind, dürfen die Feldhüter die Personalien feststellen und an die zuständigen Behörden weitergeben.

Die Schutzgebiete sind geprägt von offenen Wiesen, die von einem Schäfer/Pächter mit seiner Herde in den Sommermonaten gepflegt werden. Damit bleibt dieses Offenland für seltene Pflanzen und Tiere erhalten, die diese Art von Lebensraum benötigen. Auch die Mahd gehört zur Pflege und die gemähten Wiesen ermöglichen den Bodenbrütern eine weitere Brut. Es ist ein besonderes Erlebnis, wenn im Frühjahr die Kiebitze ankommen, um einen geeigneten Brutplatz zu finden.

In diesem Jahr wird die Herde erstmalig, wenn der Schäfer nicht vor Ort ist, von Herdenschutzhunden bewacht, die praktisch in der Herde leben.

„Das Besondere an unserer Arbeit ist der Kontakt mit den Menschen, die genau diese Natur suchen, um sie zu genießen. Mit ihnen ins Gespräch zu kommen ist eine Bereicherung. Negative Gespräche gibt es natürlich auch, aber es überwiegen auf jeden Fall die positiven“, meinen die Feldhüter und freuen sich auf weitere Begegnungen mit Erholungsuchenden.

Foto (Elke Bartels): Blick auf die Wohlder Wiesen bei Schandelah