Mittwoch, Juni 10, 2026

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„Die Besten muss man gehen lassen“

Pressemitteilung

Malteser in der Diözese Hildesheim gratulieren Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ zur neuen Aufgabe in Münster

Hannover/Hildesheim (mhd). Die Malteser in der Diözese Hildesheim gratulieren dem Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ zu seiner Wahl zum Bischof von Münster. Am heutigen Donnerstag, 26. März 2026, hat Papst Leo XIV. diese Wahl bestätigt und in Rom verkündet.

Das Charisma von Heiner Wilmer, seine große geistige und intellektuelle Weite und Weltläufigkeit sind offenbar auch andernorts aufgefallen,“ kommentiert Max Freiherr von Boeselager, ehrenamtlicher Diözesanleiter der Malteser in der Diözese Hildesheim, diese Personalie. „Insofern kommt seine Wahl zum Bischof von Münster nicht völlig überraschend. Wir Malteser gratulieren dem Domkapitel von Münster zu seiner Entscheidung, auch wenn wir Bischof Wilmer gerne in Hildesheim behalten hätten. Aber die Besten muss man gehen lassen. Zugleich danken wir Bischof Wilmer für alle Unterstützung und Hilfe in den vergangenen acht Jahren. Er war immer für uns da, wenn wir ihn brauchten.“

Der anstehende Wechsel Wilmers nach Münster erinnert Max von Boeselager an das bekannte Kirchenlied „Vertraut den neuen Wegen.“ Darin heißt es: „Vertraut den neuen Wegen, auf die der Herr uns weist. Weil leben heißt, sich regen. Weil leben wandern heißt.“ In diesem Sinne wünscht der Diözesanleiter der Malteser dem Bischof im Namen der Malteser alles Gute und Gottes Segen für seinen Wechsel in das Bistum des Heiligen Ludgerus. „Leider werden wir Bischof Dr. Heiner Wilmer dort nicht mehr persönlich zur Seite stehen können,“ bedauert von Boeselager, „aber die Malteser in der Diözese Münster werden ihn mit offenen Armen empfangen und wir selbst ihn auch in Zukunft mit unseren Gebeten begleiten.“

Der ernannte Bischof von Münster ist in seiner Eigenschaft als Hildesheimer Bischof derzeit noch Schirmherr der Malteser Migranten Medizin Hannover (MMM) – Malteser Medizin für Menschen ohne Krankenversicherung – und war Schirmherr der Malteser-Ausstellung zum Turiner Grabtuch, die vom 12. März bis 23. April 2023 in der Hildesheimer Basilika St. Godehard Station machte. Auch andere Malteser-Projekte hat Wilmer tatkräftig und finanziell unterstützt, unter anderem MOBALNI – das mobile Badezimmer für Menschen auf der Straße in Hannover, und die regelmäßigen Lourdes-Wallfahrten des Malteserordens.

BU: Mitglieder der Diözesanleitung der Malteser in der Diözese Hildesheim 2019 auf Antrittsbesuch bei Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ (3. von rechts); Bildquelle: Lukas/Malteser

„Kultur ist ein unverzichtbarer Bestandteil!“

CDU-Kandidatin Kerstin Glier:
„Kultur ist ein unverzichtbarer Bestandteil!“
 
Wolfenbüttel. Am vergangenen Montag hatte Professor Dr. Christoph Helm die CDU-Bürgermeisterkandidatin Kerstin Glier zu einem ersten Gespräch mit dem Schwerpunkt Kultur eingeladen. In vertrauensvoller Atmosphäre wurden dabei umfassend die Aufgaben einer erfolgreichen Kulturarbeit auf allen Ebenen erörtert. Im Mittelpunkt  standen der gesellschaftliche Zusammenhalt, die wirtschaftliche Bedeutung und die Schaffung einzigartiger regionaler Strukturen. In diesem Zusammenhang waren die Fragen zur Koordination und Förderung auf kommunaler Ebene unter Einbindung aller Beteiligten von besonderer Bedeutung.
„Der gesellschaftliche Zusammenhalt und der Austausch durch die Kultur ist ein unverzichtbarer Bestandteil fürdie Menschen. Ein vielfältiges Angebot zeichnet die Attraktivität einer Stadt oder Region aus. Darüber hinaus ist die Kultur ein bedeutender Wirtschaftsfaktor mit einem sehr hohen Wachstumspotenzial. Positive Entwicklungen
im Kultursektor stärken die Zukunftsfähigkeit und schaffen die Grundlagen für nachfolgende Generationen,“ so CDU-Bürgermeisterkandidatin Kerstin Glier.
Titelfoto: Professor Dr. Christoph Helm zeigt Kerstin Glier die Grotesken-Malereien von Heinrich Heinemann. Foto: Andreas Meißler

Gemeinsam für den Wald von morgen: Die Waldfüchse pflanzen Zukunft

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Pressemeldung

Spaten in kleinen Händen, Erde unter den Fingernägeln und große Begeisterung im Gesicht: Die Waldkindergartengruppe „Die Waldfüchse“ hat gemeinsam mit der Forstgenossenschaft Halchter rund 70 junge Bäume und Sträucher auf ihrem Waldplatz eingepflanzt. Mit dieser Pflanzaktion leisten die Kinder einen wertvollen Beitrag für Natur, Artenvielfalt und einen zukunftsfähigen Wald.

Unter fachkundiger Anleitung von Bastian Schubert, Mitarbeitender der Niedersächsischen Landesforsten, lernten die Waldkinder, worauf es beim Pflanzen ankommt – vom richtigen Abstand über das vorsichtige Einsetzen der Wurzeln bis hin zum festen Andrücken der Erde. Gepflanzt wurden unter anderem Esskastanien, Wildbirnen sowie rote und schwarze Johannisbeeren. Diese Gehölze sind nicht nur ökologisch wertvoll, sondern werden den Kindern künftig auch mit Blüten, Früchten und spannenden Naturbeobachtungen begegnen.

Der Wald ist für die Waldfüchse ein fester Bestandteil ihres Alltags und ein Ort voller Erfahrungen. Entsprechend groß war die Begeisterung, den eigenen Waldplatz aktiv zu verändern und zu bereichern. „Die Kinder sehen dabei direkt, dass ihr Einsatz Wirkung zeigt und langfristig Spuren hinterlässt“, erklären Anastasia Elsner und Daniela Spode. Die gemeinsame Pflanzaktion verdeutlicht, wie früh Kinder an verantwortungsvolles und nachhaltiges Handeln herangeführt werden können.

Unterstützt wurde das Projekt von der Forstgenossenschaft Halchter, die das Pflanzmaterial zur Verfügung stellte und damit die Bedeutung frühkindlicher Umweltbildung unterstrich. Die neu gepflanzten Bäume und Sträucher werden in den kommenden Jahren wachsen und den Waldplatz bereichern – als Lebensraum für Tiere, als Schattenspender und als lebendige Lernorte für die Kinder.

Am Ende des Tages waren die Waldfüchse stolz auf das gemeinsame Erreichte und zeigten eindrucksvoll, wie wichtig Engagement für den Wald der Zukunft ist.

Derzeit sind in der Waldkindergartengruppe noch freie Plätze vorhanden, berichten die pädagogischen Fachkräfte. Gern würden sie weiteren Kindern diese besonderen Naturerfahrungen ermöglichen.

Eine Anmeldung ist über das Internetportal der Stadt Wolfenbüttel möglich.

Fotos: Kindertagesstätte „Am Hopfengarten“ – Wald KiTa, Genehmigungen der Erziehungsberechtigten zur Veröffentlichung der Fotos liegt der Kita-Leitung vor.

Zukunft fördern, Gemeinschaft stärken: Stiftung Zukunftsfonds Asse beschließt neue Projekte und Sonderprogramme

Pressemeldung

Der Stiftungsrat der Stiftung Zukunftsfonds Asse hat in seiner 44. Sitzung mehrere Projekte zur Stärkung des Landkreises Wolfenbüttel beschlossen. Im Mittelpunkt stehen Maßnahmen in den Bereichen Bildung, soziale Infrastruktur und wirtschaftliche Entwicklung. Darüber hinaus wurden die Weichen für zwei Sonderprogramme zur Förderung von Spielmannszügen und Musikvereinen sowie Künstlerinnen und Künstler gestellt.

„Mit den neuen Förderentscheidungen investieren wir gezielt in Projekte, die die Zukunftsfähigkeit unserer Region stärken – von der Bildung junger Menschen bis hin zur kulturellen Vielfalt und lokalen Wirtschaft“, betont Stiftungsratsvorsitzender Martin Albinus.

Ein Beispiel für die Bildungsförderung ist das Projekt „Escape the Fake“ der Ostfalia Hochschule in Kooperation mit dem Bücherbus des Landkreises. In einem interaktiven Escape-Game lernen Jugendliche, digitale Informationen kritisch zu hinterfragen und ihre Medienkompetenz zu stärken.

Auch die lokale Gemeinschaft profitiert: Für den Bau eines neuen Dorfgemeinschaftshauses in Haverlah bewilligte die Stiftung rund 165.000. Zudem wird die Erweiterung des Qualifizierungsangebots am inklusiven Kuba Bildungscampus der Neuerkeröder Wohnen und Betreuen GmbH mit etwa 155.000 Euro unterstützt – unter anderem für die Anschaffung moderner Ausbildungstechnik.

Die Wirtschaftsförderung im Landkreis Wolfenbüttel GmbH stellte zudem die aktuellen Fortschritte im von der Stiftung geförderten Projekt zur Unterstützung der Energiewende vor. Sie begleitet Unternehmen im Landkreis auf ihrem Weg der nachhaltigen Transformation und unterstützt so die wirtschaftliche und ökologische Entwicklung der Region.

Nachhaltig und zukunftsorientiert wirken auch die beiden neu beschlossenen Sonderprogramme:

„Spielmannszüge und Musikvereine sind ein zentraler Bestandteil der Tradition und kulturellen Infrastruktur im Landkreis Wolfenbüttel. Sie prägen Dorffeste, Gedenkveranstaltungen, Umzüge und Vereinsleben und leisten einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Bildung. Ebenso leisten Künstlerinnen und Künstler einen wesentlichen Beitrag zur kulturellen Vielfalt, zur regionalen Identität und zur Attraktivität des Landkreises Wolfenbüttel. Insbesondere im ländlichen Raum sichern sie kulturelle Angebote vor Ort, schaffen Begegnungsräume und tragen zur kulturellen Bildung bei“, heiß es aus dem Stiftungsrat.

Mit dieser Schwerpunktsetzung möchte der Assefonds kulturelle Strukturen stärken. „Der Assefonds setzt mit den beiden Sonderprogrammen Impulse für neue Ideen und schafft gleichzeitig nachhaltige Strukturen, die über einzelne Projekte hinauswirken“, so die Stiftung weiter.

Nähe Informationen zu den Förderbedingungen erhalten Interessierte auf der Internetseite www.zukunftsfonds-asse.de

Hintergrund:

Die Stiftung Zukunftsfonds Asse fördert seit vielen Jahren Projekte, die die Entwicklung des Landkreises Wolfenbüttel unter anderem auch in sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Bereichen voranbringen. Mit den neuen Beschlüssen setzt sie ein klares Signal für Zusammenhalt, Teilhabe und Zukunftsfähigkeit in der Region.

Foto: Der Rat der Stiftung Zukunftsfonds Asse tagte im Kreishaus.

Wohnungsbau-Tag 2026: Niedersachsen als Vorbild mit zentralen Ansätzen mehr bezahlbaren Wohnraum

Grant Hendrik Tonne: „Intelligentes Bauen bedeutet bewusstes Weglassen“
Unser dem Titel „Worauf wartet Deutschland? Raus aus der Krisenstarre auf dem Wohnungsmarkt“ hat heute der 17. Wohnungsbau-Tag in der Niedersächsischen Landesvertretung in Berlin stattgefunden. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Bau- und Immobilienwirtschaft diskutierten über Wege aus der anhaltenden Wohnungsbaukrise.

Als „Gastgeber“ betonte Niedersachsens Bauminister Grant Hendrik Tonne die Dringlichkeit politischen Handelns: „Die Baukonjunktur ist weiterhin schwach, gleichzeitig fehlt es an bezahlbarem Wohnraum. Zusätzliche Herausforderungen wie demografische Entwicklungen und aktuelle geopolitische Unsicherheiten verschärfen die Lage weiter. Wir brauchen jetzt schnell konkrete Antworten. Zwei zentrale Ansätze aus Niedersachsen können bundesweit als Vorbild dienen: die Novelle der Niedersächsischen Bauordnung sowie der sogenannte Niedersächsische Weg.“

Reform der NBauO

Mit der grundlegenden Reform der Bauordnung hat Niedersachsen neue Maßstäbe gesetzt. Ziel ist es, Umbauten deutlich zu erleichtern und kostengünstiger zu machen. So müssen neue Bauteile bei Bestandsumbauten nicht mehr zwingend aktuellen Normen entsprechen, sondern lediglich dem Standard des bestehenden Gebäudes.

Tonne: „Entscheidend ist, dass zentrale Schutzziele wie Standsicherheit und Brandschutz gewährleistet sind – nicht die starre Einhaltung jeder einzelnen Vorschrift. Gleichzeitig haben wir Entscheidungsräume erweitert und bürokratische Verfahren vereinfacht. Für diesen Ansatz wurde Niedersachsen bereits ausgezeichnet – unter anderem vom Zentralen Immobilien Ausschuss für die innovativste Bauordnung. Und genau deshalb machen wir auch weiter und werden erneut Änderungen an der NBauO mit weiteren Verbesserungen auf den Weg bringen.“

„Niedersächsischer Weg“: Einfacher, schneller, günstiger

Ergänzend setzt das Land auf den „Niedersächsischen Weg zum erleichterten und kostengünstigen Bauen“, der gemeinsam mit 37 Partnern aus Wirtschaft, Kammern, Verbänden und Kommunen entwickelt wurde. Im Zentrum steht ein grundlegender Perspektivwechsel: die Konzentration auf Basisstandards und der Verzicht auf unnötige Komplexität wird durch den Einsatz serieller und modularer Bauweisen und die Nutzung kostengünstiger Materialien ergänzt.

„Intelligentes Bauen bedeutet heute auch bewusstes Weglassen. Was nicht gebaut wird, kostet nicht“, erklärte Tonne: „Neue Freiräume müssten von allen Beteiligten aktiv genutzt werden – von Planenden über Behörden bis hin zu Bauherren. Reformen entfalten nur dann Wirkung, wenn sie auch gelebt werden. Dafür braucht es Mut, eingefahrene Wege zu verlassen.“

Hintergrund: Branchengipfel mit politischer Strahlkraft

Der Wohnungsbau-Tag gilt als einer der wichtigsten Branchengipfel für Bau- und Wohnungspolitik in Deutschland. Veranstaltet wird er von sieben führenden Organisationen der Bau- und Immobilienwirtschaft, darunter der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel, der Deutsche Mieterbund sowie das Deutsche Baugewerbe.

In einer hochkarätig besetzten Polit-Arena waren Matthias Miersch, Felix Banaszak, Jens Spahn, Jan van Aken und Magdalena Finke eingeladen, um über Lösungsansätze für den angespannten Wohnungsmarkt zu diskutieren. Ein Programmpunkt des Wohnungsbau-Tages war die Vorstellung einer neuen Wohnungsbau-Studie durch die Forschungsinstitute ARGE (Kiel) und RegioKontext (Berlin) sowie den Baurechtsexperten Michael Halstenberg.

Tonne abschließend: „Die zentrale Botschaft des Wohnungsbau-Tages: Ohne entschlossene Reformen, weniger Bürokratie und einen gemeinsamen Mentalitätswechsel wird die Wohnungsfrage in Deutschland nicht zu lösen sein. Wohnraum für alle schaffen wir nur gemeinsam.“

Hordorf: Carport und Einfamilienhaus in Flammen

Pressemeldung der Gemeindefeuerwehr

Hordorf. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wurde die Feuerwehr zu einem Objekt im Hordorfer Süden alarmiert. Als die ersten Kräfte wenige Minuten nach Alarmierung eintrafen, stand ein Carport und ein darin befindlicher PKW in Vollbrand. Das Feuer griff bereits auf das zugehörige Wohngebäude über.

Menschen befanden sich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr im Gebäude. Die Feuerwehr rettete mehrere Katzen und leitete umgehend eine intensive Brandbekämpfung ein. Im Einsatzverlauf wurde eine Drehleiter eingesetzt, um die Brandentwicklung im Dachbereich des Einfamilienhauses gezielt zu bekämpfen. Zur Sicherstellung der Löschwasserversorgung wurde eine Schlauchleitung über 400 m verlegt.

Durch die Maßnahmen konnte ein Vollbrand des Gebäudes verhindert werden. Durch die massive Rauch- und Hitzeentwicklung entstanden dennoch große Schäden. Dabei war die Wärmestrahlung des Brandes so intensiv, dass am mehrere Meter entfernten Nachbargebäude Fensterscheiben barsten.

Im Einsatz waren neben der Freiwilligen Feuerwehr Hordorf diverse Einheiten der Gemeindefeuerwehr Cremlingen, sowie die Örtliche Einsatzleitung Cremlingen und eine Drehleiter der Berufsfeuerwehr Braunschweig.

Text & Bilder: Gemeindefeuerwehr Cremlingen.

Jahreshauptversammlung beim VfR Weddel

Starke Bilanz und Vorfreude auf 800 Jahre Weddel: Jahreshauptversammlung beim VfR Weddel

Weddel, 05. März 2026 – Zur diesjährigen Jahreshauptversammlung des VfR Weddel im Dorfgemeinschaftshaus konnte der 1. Vorsitzende Tassilo Behrendt 47 stimmberechtigte Mitglieder begrüßen. Neben dem Rückblick auf ein ereignisreiches Sportjahr 2025 standen zukunftsweisende Entscheidungen und hochkarätige Ehrungen im Mittelpunkt der Versammlung.

Die Versammlung begann mit einem ehrenden Gedenken an die verstorbenen Mitglieder Gertrud Habekost, Ehrenmitglied Rolf Klutas und den Ehrenvorsitzenden Günter Behrens. Im Anschluss wurden außergewöhnliche sportliche und ehrenamtliche Leistungen gewürdigt. Besonders hervorgehoben wurde Rudi Oliva, der mit 90 Jahren als ältestes Mitglied des Vereins für seinen unermüdlichen Einsatz als Sportabzeichenprüfer und seine aktive sportliche Vitalität geehrt wurde. Ebenfalls ausgezeichnet wurde Melanie Mosterdijk: Die Jugendwartin und Spitzenspielerin der 1. Damen (Oberliga) feierte nationale Erfolge. Als aktuelle Landesmeisterin erreichte sie die Endrunde bei den Deutschen Meisterschaften im Einzel und sicherte sich mit ihrer Partnerin Jennifer Kaufmann im Doppel die Bronzemedaille. 2026 steht für sie die Weltmeisterschaft in Südkorea an. Auch Steffi Butte erhielt eine Auszeichnung für ihre langjährige Arbeit als Jugendwartin. Unter ihrer Leitung wurden das Kinderturnen, die Schulkooperationen mit der Erich-Kästner-Grundschule sowie die „Sport- und Spaßmeile“ fest im Vereinsleben etabliert. Für langjährige Vereinstreue wurden zudem Hiltraut Heimberg, Kerstin Prestin und Dietmar Klutas (50 Jahre) sowie Marlies Lotze, Helga Sadlutzki und Beate Richter (25 Jahre) geehrt.

Jubilare. vlnr 1. Vorsitzender Tassilo Behrendt, Dietmar Klutas, Kerstin Prestin, beide 50. jähriges Jubiläum, Wolfgang Kugel, 2. Vorsitzender und Geschäftsführerin Marion Helmke)

Hinsichtlich der Infrastruktur und Finanzen präsentierte Geschäftsführerin Marion Helmke eine positive Bilanz, wonach der Verein aktuell 977 Mitglieder zählt. Trotz technischer Herausforderungen, wie einem Heizungsschaden, wurde investiert: Der alte Kiosk dient nun als Kabine für die Gymnastikhalle, während das „Ahorneck“ in der ehemaligen Schiedsrichterkabine als neuer Treffpunkt fungiert. Zusätzlicher Platzbedarf wurde durch den Erwerb eines gebrauchten Containers gedeckt. Sorgen bereitet hingegen die Platzpflege, da die Gemeinde künftig keine Nebenflächen mehr mäht. Der Verein muss diese Pflege nun eigenständig organisieren, was eine zusätzliche personelle und finanzielle Belastung, etwa durch die Anschaffung eines Aufsitzmähers, bedeutet. Ein besonderer Dank ging in diesem Zusammenhang an das vereinseigene „A(rbeits)-Team“, welches die Sportanlage unermüdlich instand hält. Positiv wurde zudem die voranschreitende Digitalisierung durch eine neue Webseite und Cloud-Lösungen hervorgehoben.

Die Berichte aus den Abteilungen unterstrichen die sportliche Vielfalt. Die 1. Herren im Fußball belegen nach der Hinrunde Platz 4 der Kreisliga Braunschweig, während die Jugendabteilung mit 120 Kindern in 10 Mannschaften einen regelrechten Boom erlebt. Auf dem A-Platz wurde zudem eine Regeneration durchgeführt. Im Tischtennis wächst die Jugendabteilung ebenfalls stark, weshalb dringend weitere Betreuer gesucht werden. Die Boule-Sparte spielt nach dem Aufstieg erfolgreich in der Oberliga Süd. Die Tennisabteilung zählt 100 Mitglieder, wobei besonders die Ü40-Herren mit drei Aufstiegen in Folge herausragen; lediglich in der Altersklasse der 18- bis 30-Jährigen besteht eine personelle Lücke. Beim Kinderturnen bleibt der Zuspruch ungebrochen hoch. Für Mädchen ab 10 Jahren sucht der Verein jedoch nach Möglichkeiten, das Angebot, etwa um Volleyball, Handball oder Leichtathletik, zu erweitern.

Abschließend wurde ein Ausblick auf das neue Sportjahr und das Dorfjubiläum thematisiert. Die finanzielle Lage des Vereins ist stabil, der Haushaltsplan 2026 wurde einstimmig verabschiedet und die Beiträge bleiben für 2027 unverändert. Ein anonymer Antrag auf Abschaffung der Trainervergütung wurde von der Versammlung geschlossen abgelehnt, um die Qualität des sportlichen Angebots zu sichern. Das Hauptereignis des Jahres ist die 800-Jahrfeier von Weddel. Der VfR beteiligt sich vom 12.06. bis 28.06.2026 mit zwei großen Sportwochen und zahlreichen Highlights am Festprogramm.

Zu den feststehenden Terminen im Rahmen des Dorfjubiläums gehören das Mixed-Volleyball-Turnier (17.05.2026), die Tennis Sommer-Party (12.06.2025), die Boule-Meisterschaft (14.06.2026) sowie ein Benefiz-Fußballspiel (19.06.2026). Weiterhin finden die Sport- und Spaßmeile (20.06.2026), die Tischtennis Mini-Meisterschaft (21.06.2026), die Fußball Dorfmeisterschaft sowie ein Abschlussabend auf dem Sportplatz (beides am 27.06.2026) statt. Weitere Informationen werden auf der Internetseite des VfR Weddel unter www.vfr-weddel.de zeitnah bekannt gegeben.

Titelfoto: Ehrungen vlnr, 1. Vorsitzender Tassilo Behrendt, Geschäftsführerin Marion Helmke, Jugendwartin Steffi Butte, Rudi Oliva, Melanie Mosterdijk und 2. Vorsitzender Wolfgang Kugel

Deutlich weniger Fremdstoffe im Bioabfall – Information und Kontrollen zeigen Wirkung

Pressemeldung

Die Qualität des Bioabfalls in den Landkreisen Wolfenbüttel und Goslar hat sich in den vergangenen zwei Jahren deutlich verbessert. Das zeigen aktuelle Prüfergebnisse der Kompostwerke in Upen und Bornum. Die Untersuchungen wurden gemeinsam von den Kreiswirtschafts-Betrieben Goslar und dem Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Wolfenbüttel sowie der Gesellschaft für Biokompost mbH im Februar 2026 durchgeführt.

Bereits im Jahr 2024 war eine umfangreiche Chargenanalyse durchgeführt worden, um den Anteil an Fremdstoffen im Bioabfall zu ermitteln. Zwei Jahre später zeigt sich nun deutlich: Die Maßnahmen zur Verbesserung der Bioabfallqualität greifen.

Im Kompostwerk in Upen lag der Anteil an Fremdstoffen im Jahr 2024 noch bei 3,32 Prozent, davon 1,56 Prozent Kunststoff. Bei der aktuellen Chargenprüfung im Jahr 2026 konnten diese Werte deutlich reduziert werden. Der Anteil an Kunststoff beträgt nun nur noch 0,52 Prozent, während die gesamten Fremdstoffe auf 1,17 Prozent gesunken sind.

Auch im Kompostwerk in Bornum zeigt sich eine klare Verbesserung. Dort lag der Kunststoffanteil im Jahr 2024 bei 1,14 Prozent, die Gesamtfremdstoffe bei 2,09 Prozent. Die aktuelle Prüfung im Jahr 2026 ergab einen Kunststoffanteil von 0,31 Prozent sowie 1,34 Prozent Fremdstoffe insgesamt.

„Diese Ergebnisse sind insbesondere für den Landkreis Goslar ein sehr positives Signal. Die Werte zeigen, dass die Bioabfälle zunehmend sauberer getrennt werden und somit eine hochwertige Kompostierung möglich bleibt“, so Thomas Ebert, Betriebsleitung der Kreiswirtschafts-Betriebe Goslar.

Auch Sandra Wehr, Werksleiterin des Abfallwirtschaftsbetriebes Landkreis Wolfenbüttel, zeigt sich mit der aktuellen Entwicklung sehr zufrieden. „Wenn es uns gelingt, mit unseren Maßnahmen noch mehr Bürgerinnen und Bürger zur verbesserten Abfalltrennung zu motivieren, können wir die Qualität der Bioabfallverwertung kontinuierlich weiter erhöhen. Eine gezielte und nachhaltige Aufklärungsarbeit ist dabei von zentraler Bedeutung.“

Ein wichtiger Baustein für diese Entwicklung sind die regelmäßigen Kontrollen der Biotonnen im Landkreis. In den vergangenen drei Wochen wurden die Inhalte der Tonnen durch Mitarbeitende stichprobenartig überprüft. Dabei zeigte sich, dass etwa 30 Prozent der kontrollierten Tonnen aufgrund zu vieler Fehlwürfe – beispielsweise Plastik, Verpackungen oder Restmüll – zunächst nicht geleert werden konnten. Die betroffenen Haushalte erhalten einen Hinweis, damit die Trennung künftig korrekt erfolgt.

Die Kontrollen sind ein wichtiger Bestandteil der Qualitätssicherung. In vielen Fällen reagierten die Bürgerinnen und Bürger jedoch direkt: Ein Teil der Haushalte hat den Inhalt der Biotonne nach dem Hinweis aussortiert und gereinigt, sodass die Tonne bei der nächsten regulären Abfuhr wieder ordnungsgemäß geleert werden konnte.

Hintergrund der Maßnahmen ist der Schutz von Umwelt und Böden: Kunststoffanteile im Bioabfall lassen sich im Kompostierungsprozess nicht vollständig entfernen. Sie werden zerkleinert und gelangen als Mikroplastik in den fertigen Kompost. Dieser wird in der Landwirtschaft sowie in privaten Gärten als organischer Dünger eingesetzt – und damit auch auf Äcker und in Böden ausgebracht. Eine saubere Trennung der Bioabfälle ist daher entscheidend, um den Eintrag von Mikroplastik wirksam in die Umwelt zu vermeiden.

Ziel dieser Maßnahmen ist es, hochwertigen und schadstoffarmen Kompost zu erzeugen. Fremdstoffe – insbesondere Kunststoffe – erschweren die Verarbeitung der Bioabfälle erheblich und können die Qualität des entstehenden Komposts beeinträchtigen. Langfristiges Ziel ist dabei nicht lediglich eine Reduzierung auf niedrige Fremdstoffanteile, sondern eine möglichst vollständige Vermeidung – also Bioabfall ohne Störstoffe.

Parallel zu den Kontrollen setzt der ALW weiterhin auf Aufklärung und Information. Über Social-Media-Kanäle werden regelmäßig Hinweise veröffentlicht, welche Abfälle in die Biotonne gehören und welche nicht. Durch diese kontinuierliche Information sollen Bürgerinnen und Bürger zusätzlich für die richtige Mülltrennung sensibilisiert werden.

„Die aktuellen Ergebnisse zeigen, dass dieser Weg erfolgreich ist: Sauber getrennte Bioabfälle sind eine wichtige Grundlage für nachhaltige Kreislaufwirtschaft und hochwertigen Kompost. Unser Anspruch bleibt dabei klar: Der Anteil an Fremdstoffen soll perspektivisch gegen null gehen“, sagt Frau Eva-Maria Pabsch, Geschäftsführerin Gesellschaft für Biokompost mbH.

Bildunterschriften: Kontrolle…: Im Februar wurden Biotonnen auf Fremdstoffe kontrolliert.

Händische: Die Überprüfung des Bioabfalls wurde auch händisch vorgenommen. Fotos: ALW

Schröder: Grünes Licht für Radwegebau zwischen Cremlingen und Hordorf

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Wolfenbüttel, 25. März 2026

PRESSEMITTEILUNG

Schröder: Grünes Licht für Radwegebau zwischen Cremlingen und Hordorf

Gute Nachrichten hatte der SPD-Landtagsabgeordnete Jan Schröder im Gepäck. Wie er in Erfahrung bringen konnte, hat das Land Niedersachsen Investitionen in Höhe von 1,2 Millionen Euro für den Radwegeneubau entlang der Landesstraße 635 zwischen Cremlingen und Hordorf bestätigt. Rund ein Drittel dieser Summe kann bereits in diesem Jahr abgerufen werden.

Der knapp 3,9 km lange Abschnitt stellt einen weiteren Lückenschluss im Radwegenetz dar und wird dafür sorgen, die Attraktivität des Radfahrens weiter zu steigern. Landesweit werden in diesem Jahr 13 Radwege neu gebaut, 46 weitere Radwege erfahren eine grundlegende Sanierung. Schröder: „Das Radwegeprojekt bei Cremlingen ist Teil der landeseigenen Radwegestrategie, bei der es darum geht, möglichst ein engmaschiges Radwegenetz zu installieren. Ich freue mich, dass es im Landkreis Wolfenbüttel weiter voran geht.“

Schröder betont in diesem Zusammenhang die hervorragende Arbeit der niedersächsischen Straßenbaubehörden: „Speziell im Landkreis Wolfenbüttel ist der Schwerpunkt auf die Radwege klar erkennbar. Nur mit gut befahrbaren Radwegen, speziell im ländlichen Bereich, ist das Fahrrad als echte Alternative zum Auto denkbar. Unser Ziel ist es, diese Investitionen in unsere Radwegeinfrastruktur auch in Zukunft auf diesem hohen Niveau zu halten“, so Schröder.

Verkehrsministerkonferenz erwartet vom Bund schnelle Reform der Fahrschulausbildung

Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne: „Günstigerer Führerschein bei hoher Verkehrssicherheit ist das Ziel“
Fahrschulausbildung soll grundlegend reformiert werden. Das hat die Verkehrsministerkonferenz (VMK) heute in Lindau mit unterstützt. Ziel ist, die Kosten für den Erwerb des Führerscheins spürbar zu senken und zugleich den hohen Stellenwert der Verkehrssicherheit zu bewahren. Niedersachsen hatte sich im Vorfeld sehr für wirksame Reformschritte eingesetzt, um so erfreuter ist Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne über das klare Signal der VMK.

Niedersachsens Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne:

„Die Verkehrsministerkonferenz stellt sich hinter das Ziel, den Führerschein günstiger zu machen. Ich begrüße das sehr, dafür hat sich Niedersachsen in den letzten Monaten intensiv eingesetzt. Damit verbunden sind weitreichende Neuerungen beim Fahrschulunterricht und bei der theoretischen und der praktischen Prüfung. Die angestrebten Reduzierungen beim Fragenkatalog in der Theorie und bei der praktischen Fahrprüfung sind zu begrüßen.

Es ist völlig klar, dass ein günstigerer Führerschein nur mit erheblichen Veränderungen zu erreichen sein wird. In der Summe scheinen mir die Maßnahmen geeignet, einen preislich fairen Führerschein bei hoher Verkehrssicherheit zu erreichen.

Insbesondere aus Sicht eines großen Flächenlandes werden wir den weiteren Prozess konstruktiv unterstützen. Für die Landesregierung ist es wichtig, dass allen jungen Erwachsenen berufliche und soziale Teilhabe über den Führerschein ermöglicht wird. Um zur Ausbildung, zur Arbeit oder zu Bekannten zu kommen, ist das Auto in ländlichen Räumen oft das Mittel der Wahl.

Ich bitte nun aber den Bundesverkehrsminister, dass Reformtempo hoch zu halten und zugleich einen klaren Zeitplan zu skizzieren, damit eine inhaltliche Debatte ermöglicht wird und zugleich Fahrschulen und angehende Fahrschülerinnen und Fahrschüler schnell Klarheit erhalten.“