Ortsbürgermeister Jens Drake zur Kritik zum BBZ in Cremlingen

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Pressemeldung

Nun hat Herr Brandt wieder seinen öffentlichen Weg gefunden, das Bildungs- und Begegnungszentrum öffentlich zu kritisieren. Wie schon seit 2011.
Wenn Herr Brandt nun behauptet, die Errichtung des BBZ wurde seinerzeit durch einen breiten mehrheitlichen Beschluss des Gemeinderates ermöglicht, an dem alle Parteien beteiligt waren, sollte er sich nochmals das Protokoll der Gemeinderatssitzung vom 23.2.2023 anschauen, indem das Abstimmungsergebnis sehr deutlich nicht die breite Mehrheit darstellt (14 Ja zu 10 Nein).

So kann man Politik machen. Verlässlich ist das nicht.

Ja, beim Start des BBZ läuft noch nicht alles rund. Das bestreite ich nicht. Und ich habe das auch nie beschönigt. Hier kann ich auch für die SPD sprechen.

Auf der Jahreshauptversammlung der Dorfgemeinschaft Cremlingen habe ich selber mein Missfallen über manche Dinge geteilt, die Hinweise und Sorgen der Bürgerinnen und Bürger aufgenommen und direkt am nächsten Morgen an die Verwaltung weitergegeben.

Und dann ist genau das passiert, was gute Verwaltung ausmacht.

Es wurde gehandelt. Sofort.

Einen Tag später hatten sowohl ich als auch die Freiwillige Feuerwehr die Zugangschips. Weitere Punkte werden nun Schritt für Schritt abgearbeitet. Für die Bestuhlung gibt es endlich einen festen Liefertermin.
Und der besagte SPD-Flyer wird ganz bewusst erst dann in den großen Ortschaften  verteilt, wenn das BBZ aus den Kinderkrankheiten entwachsen ist, was in den kommenden Wochen der Fall sein sollte.

So arbeitet man lösungsorientiert. Nicht laut. Sondern wirksam.
Die Dorfgemeinschaft Cremlingen hält das BBZ übrigens für eine echte Bereicherung für die Gemeinde und ist im aktiven Austausch mit der Verwaltung um Verbesserungen im Betrieb und Organisation mit einzubringen.

Bei aller aktuellen Diskussion gehört zur Wahrheit auch die Vorgeschichte.
Die Forderung nach einem solchen Haus gibt es nicht erst seit gestern. Sie wurde bereits 2001 von der SPD in der Ortschaft Cremlingen auf den Weg gebracht. Mein Vorgänger sagte damals öffentlich, dass er von der SPD einen Antrag auf ein DGH erwarte, welchen er nicht unterstützen würde. Über Jahre hinweg wurde dafür geworben, wurden Gespräche geführt, Bürgerversammlungen durchgeführt, Widerstände ausgehalten. Am Ende auch mit Unterstützung meines Vorgängers und Günter Eichenlaub und mit viel Rückhalt aus den Vereinen. Viele Menschen haben sich dafür eingesetzt, dass dieses Haus überhaupt Realität werden konnte. Dass wir es heute haben, ist kein Zufall. Es ist das Ergebnis von Ausdauer.
Während die SPD Fraktion im Ortsrat Cremlingen immer zielorientiert über ein Zentrum in der Ortschaft gesprochen hat, gab es seitens der CDU im Ortsrat immer nur Kritik.

Ich erinnere mich gut an die Sitzung, in der die Zustimmung der CDU erst kam, nachdem der damalige TuS-Vorsitzende öffentlich mehr Mut eingefordert hatte.

In einem Punkt hat Herr Brandt recht: Ein Haus wie dieses organisiert sich nicht von allein. Abläufe müssen sich einspielen. Das braucht Zeit und Aufmerksamkeit.
Beides ist zugesagt.
Was wir jetzt nicht brauchen, ist ein öffentliches Schlechtreden eines Projekts, das für unsere Gemeinschaft gebaut wurde. Dieses Haus gehört nicht einer Partei. Es gehört den Menschen in unserer Gemeinde.

Und es wird angenommen. Der Landesseniorenrat z.B. war bei seinem Treffen in Cremlingen begeistert von den Räumen und den Möglichkeiten.

Ich freue mich über dieses Bildungs- und Begegnungszentrum. Als Ortsbürgermeister. Und als jemand, der will, dass hier etwas zusammenwächst.

Ich werde weiter dafür sorgen, dass die letzten Hürden aus dem Weg geräumt werden und stehe dazu, das BBZ bekannt zu machen und zu bewerben. Damit aus einem neuen Gebäude ein lebendiger und gern genutzter Ort für alle wird.

Jens Drake
-Ortsbürgermeister Cremlingen-