Die Veranstaltungsreihe #wir.verändern am 9. und 10. Oktober setzt sich mit Sexismus, Geschlechterrollen und Chancengleichheit auseinander.
#wir verändern – gemeinsam leben, studieren und arbeiten ohne Sexismus: Unter diesem Leitgedanken lädt die Ostfalia Hochschule am 9. und 10. Oktober 2026 alle Interessierten nach Wolfenbüttel ein. Zwei Tage lang geht es in Vorträgen, interaktiven Workshops und Gesprächsformaten um Sexismus im Alltag, im Studium und im Berufsleben sowie um die Frage, wie ein respektvolles und chancengleiches Miteinander gestaltet werden kann. Zentraler Veranstaltungsort ist das Hörsaalzentrum Am Exer 11.
„Sexismus begegnet uns noch immer in ganz unterschiedlichen Formen – von abwertenden Kommentaren und Benachteiligungen bis hin zu Belästigung und verfestigten Rollenbildern“, erklärt Julia Weiß, zentrale Gleichstellungsbeauftragte der Ostfalia. „Mit #wir.verändern wollen wir Wissen vermitteln, zur Reflexion anregen und vor allem Räume schaffen, in denen Menschen miteinander ins Gespräch kommen und gemeinsam Handlungsmöglichkeiten entwickeln.“
Das Programm richtet sich ausdrücklich an alle Geschlechter. Einige Veranstaltungen sind exklusiv für FINTA*-Personen geöffnet (FINTA*-Personen: Frauen, intergeschlechtliche, nichtbinäre, trans, agender und weitere Personen, die sich dem FINTA*-Spektrum zuordnen). Mehrere Angebote können auch online besucht werden.
Den Auftakt macht am Freitag, 9. Oktober, unter anderem Türkân Deniz-Roggenbuck mit dem Vortrag „Wer oder was fehlt im V von Vielfalt? – Gender, Diversity und die Macht von Selbstverständlichkeiten“. Sie beleuchtet, welche unsichtbaren Machtverhältnisse und unterschiedlichen Lebensrealitäten hinter dem Begriff Vielfalt stehen und wie sich Sexismus auch in Routinen, Vorstellungen von Leistung und Führung sowie in Karrierewegen zeigen kann.
Weitere Angebote am Freitag beschäftigen sich unter anderem mit Allyship und Männlichkeitsbildern. Journalist, Bestseller-Autor und Feminist Nils Pickert thematisiert in seinem Vortrag „Alternative Männlichkeit“ u. a. geschlechtergerechte Erziehung und fordert eine neue Sicht auf Männlichkeit und Partnerschaft. In der Veranstaltung „Wie sexistisch ist meine Lieblingsserie?“ laden Prof. Dr. Denise Sommer und Svenja Marquardt dazu ein, den eigenen Medienkonsum aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Den Abschluss des Tages bildet eine alkoholfreie Silent Disco exklusiv für FINTA*.
Am Samstag stehen unter anderem die Themen Konsens, Selbstbehauptung, Männlichkeit und Geschlechtergerechtigkeit auf dem Programm. Der Workshop „Konsens – und wie!“ beschäftigt sich mit dem Kommunizieren eigener Grenzen und Bedürfnisse. Beim Workshop „Empowerment und Selbstbehauptung für den Alltag“ werden Methoden aus Körper-, Tanz- und Stimmarbeit mit feministischer Selbstbehauptung und Selbstverteidigung verbunden. Fikri Anıl Altıntaş spricht über Männlichkeit, Verbündetenschaft und Geschlechtergerechtigkeit. Außerdem verbindet Dr. Franziska Saxler in einer Lesung mit Vortrag und Diskussion persönliche Erfahrungen mit wissenschaftlichen Erkenntnissen über Macht und Grenzverletzungen und spricht über einen Berufsweg, der anders verlief als geplant.
Ergänzt wird das Programm an beiden Tagen durch die Ausstellung „Gemeinsam gegen Sexismus“. Sie informiert anhand von Zahlen, Daten und Fakten über Erscheinungsformen und Auswirkungen von Sexismus und gibt Hinweise darauf, wie ihm im Alltag begegnet werden kann. Das feministische Kollektiv valente* lädt darüber hinaus zum Austausch über Queer-Feminismus ein. Ein Awareness-Team steht während der gesamten Veranstaltung für vertrauliche Gespräche zur Verfügung – etwa bei Erfahrungen mit sexualisierter Belästigung, Grenzüberschreitungen oder Diskriminierung.
Die Veranstaltungsreihe wird gemeinsam vom Zentrum für erfolgreiches Lehren und Lernen (ZeLL) und dem Gleichstellungsbüro der Ostfalia sowie dem feministischen Kollektiv valente* und dem Braunschweiger Zentrum für Gender Studies (BZG) realisiert.
Das vollständige Programm mit allen Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen und zur Anmeldung ist auf der Website www.ostfalia.de/wirveraendern zu finden.
Foto: Plakat zur Veranstaltung


