Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dunja Kreiser war bei VW-Betriebsversammlung

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PRESSEMITTEILUNG

Salzgitter, 25.08.2026

Beschäftigte dürfen nicht für Fehlentscheidungen des Managements zahlen

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dunja Kreiser hat heute die erste außerordentliche Betriebsversammlung von Volkswagen in Wolfsburg besucht. Sie stellt sich ausdrücklich an die Seite der Beschäftigten.

Die heutige Betriebsversammlung hat deutlich gemacht: Die Lage im Volkswagen-Konzern ist ernst. Sie betrifft augenscheinlich sämtliche deutschen Standorte und die verschiedenen Sparten des Konzerns. Jetzt braucht es Klarheit, Verlässlichkeit und einen Kurs, der Arbeitsplätze, Werke und industrielle Wertschöpfung in Deutschland sichert. Die Automobilbranche insgesamt steht nicht gut da und alle schauen nun auf VW“, erklärt Dunja Kreiser.

Der Volkswagen-Konzern umfasst die Marken Volkswagen Pkw, Volkswagen Nutzfahrzeuge, ŠKODA, SEAT, CUPRA, Audi, Bentley, Lamborghini, Porsche und Ducati. Von den Sparmaßnahmen wären auch die Sparte Traton und damit MAN betroffen.

Für Dunja Kreiser steht dabei fest: „Das Wichtigste ist der Erhalt der Werke und Standorte in Deutschland. Die Beschäftigten haben in den vergangenen Jahren mit ihrem Einsatz wesentlich zum Erfolg des Konzerns beigetragen und haben auf Lohnerhöhungen verzichtet. Sie dürfen jetzt nicht die Folgen strategischer Fehlentscheidungen tragen.“ In Deutschland sind 275.000 Menschen bei VW beschäftigt, weltweit sind es 600.000 Beschäftigte.

Die Bundestagsabgeordnete begrüßte zugleich Aussagen von Volkswagen-Konzernchef Oliver Blume, nach denen das Management verschlankt werden soll um 50 Prozent. „Das ist ein notwendiger Schritt. Fehlentscheidungen über Produktstrategien, Strukturen und Prioritäten sind nicht am Band und nicht in den Werkhallen entstanden, sondern im Management. Wenn Volkswagen seine Produktpalette überprüft und Komplexität abbaut, darf das nicht zulasten der Beschäftigten gehen. Entscheidend ist, dass der Konzern wieder schneller, klarer und zukunftsfähiger entscheidet.“

Dunja Kreiser unterstrich, dass die heute in Wolfsburg geführte Debatte nicht isoliert bleiben werde. „Nun werden an weiteren Standorten außerordentliche Betriebsversammlungen folgen. Der niedersächsische Ministerpräsident Olaf Lies wird am Mittwoch, den 26.08.2026 den VW-Standort Osnabrück besuchen. Es braucht die Geschlossenheit von Beschäftigten, Betriebsräten, Gewerkschaft und Politik, um die Arbeitsplätze und die industrielle Zukunft der Volkswagen-Standorte zu sichern. Das muss auch der Konzernleitung klar sein: Nur zusammen mit den Beschäftigten kann es eine tragfähige Perspektive geben.“

Abschließend erklärt Dunja Kreiser: „Ich stehe fest an der Seite der Beschäftigten. Volkswagen trägt als großer Arbeitgeber und industrieller Kern Niedersachsens und Deutschlands eine besondere Verantwortung. Diese Verantwortung bedeutet: keine Kahlschlagpolitik, keine Verlagerung auf dem Rücken der Belegschaften und ein klares Bekenntnis zu den Standorten in Deutschland.“

Bild: (v.l.n.r.): Bundestagsabgeordnete Dunja Kreiser, Gesamt- und Konzernbetriebsratsvorsitzende Volkswagen AG Daniela Cavallo und Landtagsabgeordnete Immacolata Glosemeyer.