Der Hospizverein Wolfenbüttel feiert sein 20-jähriges Gründungsjubiläum mit vielen Veranstaltungen

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Pressemitteilung vom 17.04.2026

Wege entstehen dadurch, dass sie mutig beschritten werden

In diesen Tagen ist die Festschrift „20 Jahre Hospizverein Wolfenbüttel“ erschienen. Sie richtet sich an enge Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter und an alle Mitglieder. Angefangen hat alles am 28. August 2006 mit 14 Bürgerinnen und Bürgern. Initiatorin war Dörthe Weddige-Degenhard. Als Mitglied des Landtags hatte sie landesweit die Gründung von Hospizvereinen verfolgen können. Da sollte Wolfenbüttel kein „weißer Fleck“ bleiben. Sie erinnert sich: „Die Resonanz war erstaunlich groß, als Dr. Werner Sprotte und ich zur Gründung eines Hospizvereins in Wolfenbüttel aufriefen.“ Aus den anfänglich 14 wagemutigen Bürgerinnen und Bürgern sind inzwischen fast 800 Mitglieder geworden. Der Verein ist heute auf breiter Ebene in der Bevölkerung vernetzt und geschätzt.

Hospizarbeit gründet ganz bewusst auf ehrenamtlichem sozialen Engagement – und so soll es bleiben. Aktuell bilden in Wolfenbüttel 66 Menschen das tragende, lebende Fundament. Einige Männer und vor allem Frauen stehen für die Begleitung am Lebensende bereit, für die Trauerarbeit sowie in der Begleitung von schwerkranken und auch trauernden Kindern. Hospizliches Ehrenamt umfasst auch Letzte-Hilfe-Kurse, die Beratung bei einer Patientenverfügung und die Vorstandsarbeit. Und auch das „Hospiz im Gutspark“ mit seinen mehr als 30 Angestellten wäre ohne die Unterstützung durch Ehrenamtliche nicht so leistungsfähig und geschätzt, wie es in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird.

Treue Wegbegleiter sind für uns auch Menschen, die immer wieder mit einer Spende zeigen, wie sehr sie unsere Arbeit wertschätzen“, betont Elke Thomas, die im Vorstand für das Spendenwesen zuständig ist. Sie ist immer wieder berührt von dem großen Rückhalt, den der Verein in der Politik und in der Bürgerschaft genießt.

Das Jubiläumsheft trägt das Motto: „Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.“ Zu Beginn war der Weg noch sehr schmal. Die Bürgerinnen und Bürger, die 2006 gestartet sind, dürfen inzwischen auf eine überaus erfreuliche Entwicklung zurückblicken. Ihnen ist es gelungen, immer mehr Menschen für die Hospizarbeit in Wolfenbüttel aufzuschließen und zu gewinnen. Dank der vielfältigen Unterstützung ist aus dem kleinen, unscheinbaren Weg ein tragfähiges Wegenetz in Stadt und Landkreis entstanden. Ja, sogar die Vision eines stationären Hospizes ist Wirklichkeit geworden.

Gründungsmitglied Dagmar Ammon blickt jetzt auf 20 aktive Jahre im Hospizverein zurück: „Unser Jubiläum erfüllt uns mit großer Dankbarkeit. Deshalb freuen wir uns auf viele schöne Begegnungen – bei den Benefizkonzerten, beim Bürgerfrühstück und beim Sommerfest im Hospizgarten: Und dann wartet auch noch eine große Jubiläumsfeier am Gründungstag auf uns.“

Das erste Benefizkonzert des Jubiläumsjahres findet am 13. Mai, 19 Uhr in der St.-Trinitatis-Kirche statt. Der stimmgewaltige Tenor Michael Ha schenkt dem Hospizverein erneut – zum fünften Mal – ein Konzert. Zusammen mit Burkhard Bauche am Flügel nimmt er die Besucher mit auf eine gefühlintensive Reise in den „wunderschönen Monat Mai“. Kartenverkauf (20,- Euro) bei Bücher Behr und im Hospizverein Wolfenbüttel, Am Gute 2.