Ulrike Siemens ist zu den Kommunalwahlen nicht wieder angetreten. Nun hat sie endlich Zeit für die Familie, ihr innigster Wunsch ist es, die Enkelkinder aufwachsen zu sehen.
Vereine waren nie so richtig ihr Ding, da habe sie schlechte Erfahrungen gemacht und weil Parteien im weitesten Sinne auch so eine Art Verein sind, tat sie sich anfangs schwer mit den Grünen und ist der Partei erst 2013 beigetreten, eine Entscheidung, die sie nie bereut hat.
Wenn man etwas bewegen will, ist es besser, wenn man eine Partei im Rücken hat, auch wenn sich diese niemals hundertprozentig mit den eigenen Vorstellungen deckt, so ihre Aussage.
Sie studierte Architektur und arbeitete bei diversen Baufirmen als Diplomingenieurin. Schon immer setzte sie sich für Bildung und nachhaltige Entwicklung ein.
2011 wurde sie gefragt, ob sie für den Ortsrat Hemkenrode kandidieren möchte, ließ sich aufstellen und wurde gewählt. Schnell wurde sie Mitglied im Gemeinderat Cremlingen, Vorsitzende des Ausschusses für Planung, Umwelt und Klimaschutz und Jahre später auch noch stellvertretende Ortsbürgermeisterin.
Zusammen mit ihrer Partei ist es ihr gelungen, die Ölschiefergewinnung bei Schandelah zwar nicht vollständig aus dem Landesraumordnungsprogramm (LROP) herauszubekommen, aber bedeutend zu erschweren. Zur Ölkrise in den Siebzigern und 2011, als die Frackingdiskussion aufkam, war ein Ölschieferabbau zur Treibstoffgewinnung immer wieder schnell in der Debatte. Inzwischen müsste ein Landtagsbeschluss gefasst werden, um dieses Thema wieder an die Tagesordnung bringen zu können.
Eine echte Herzensangelegenheit von Ulrike Siemens ist die Erhaltung des Freibades am Elm, um den sich ein Freundeskreis kümmert, dem sie auch weiterhin angehören wird.
Nach wie vor wird sie sich auch darum kümmern, dass Cremlingen eine Fair-Trade-Gemeinde wird.
Befragt nach etwas, was sie während ihrer Amtszeit gern noch umgesetzt hätte, muss sie kurz überlegen. Dann fällt ihr der Landschaftsplan ein, der immer noch nicht fertig ist. Dieser dient als Voraussetzung von Bauvorhaben und als Basis für den Flächennutzungsplan. Dieses Vorhaben muss nun von anderen fertiggestellt werden.
Cremlingen.online wünscht Ulrike Siemens in Zukunft alles Gute.


