Chorkonzerte mit Canto Vivo in Braunschweig und Wolfenbüttel-Ahlum

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Grenzgänge zwischen Trauer, Hoffnung, Furcht und Zuversicht

„Mitten wir im Leben sind, mit dem Tod umfangen“ ist einer der bekanntesten gregorianischen Gesänge und Kirchenlieder des deutschen Sprachraums. Der Satz geht auf einen Wechselgesang in lateinischer Sprache aus dem 11. Jahrhundert zurück: „media vita in morte sumus“. Dieser Satz, der von zahlreichen Komponisten vertont wurde, drückt in wenigen Worten die Vergänglichkeit des menschlichen Lebens und das Angewiesensein auf Gottes Beistand in Todesnot und Angst aus.

Unter dem Titel „Grenzgänge“ widmet der Kammerchor Canto Vivo am Wochenende vor dem Ewigkeitssonntag (14. und 15. November) zwei Konzerte diesem existentiellen Motiv. Nicht fehlen darf dabei Felix Mendelssohn Bartholdys „Mitten wir im Leben sind“. Weitere Werke im Programm sind unter anderem Henry Purcells „In the midst of life“, Johannes Brahms „Darthulas Grabgesang“, Gottfried August Homilius‘ „Herr, lehre uns bedenken“, Johann Hermann Scheins „Unser Leben währet siebnzig Jahr“ und Jaakko Mäntyjärvis „Come away death“.

Uraufgeführt wird außerdem eine für Canto Vivo geschriebene Hölderlin-Vertonung des in Wolfenbüttel lebenden Komponisten Ernst Wilhelm Plate. Zum Abschluss erwartet die Zuhörer Tröstliches: „Jesu meine Freude“ von Johann Sebastian Bach mit der ermutigenden Erklärung „Trotz des Todes Rachen – ich steh‘ hier und singe“.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.canto-vivo.de. Der Eintritt ist frei.

Konzerttermine:

Samstag, 14. November, 18 Uhr, Evangelische Kirche, Wolfenbüttel-Ahlum

Sonntag, 15. November, 17 Uhr, St. Michaelis, Braunschweig