Amphibienschutzgruppe Veltheim/Ohe besichtigt Amphibienleitsystem in Wittmar

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Wittmar. Die Amphibienschutzgruppe Veltheim/Ohe hat die neue Krötenleitanlage am Asseweg in Wittmar besucht und sich vor Ort von der Funktionsweise und Bedeutung der Einrichtung überzeugt. Die stationäre Leiteinrichtung führt wandernde Amphibien sowie andere Kleintiere zu sechs Durchlässen unter der Straße und ersetzt das bisherige, zeitaufwändige Leeren der Eimer.

In Wittmar befindet sich eines der größten Amphibienaufkommen im Landkreis Wolfenbüttel. Jährlich wurden bislang rund 9.000 Amphibien von Ehrenamtlichen eingesammelt und über die Straße getragen, an manchen Tagen mussten die Eimer dreimal geleert werden. Kröten, Frösche, Molche, Blindschleichen und Igel werden nun ganzjährig sicher unter der Fahrbahn hindurchgeleitet. Die Anlage reduziert die Belastung freiwilliger Helferinnen und Helfer, deren jahrzehntelanger Einsatz die Basis für das Projekt bildete. Zusätzlich verhindert die Leitanlage Verluste während der Wanderungen zwischen Winterquartier und Laichgewässern.

Die Anlage kostete rund 450.000 Euro. Finanzierungspartner waren u. a. die Stiftung Zukunftsfonds Asse, die Curt Mast Jägermeister Stiftung, die Loki Schmidt Stiftung sowie Gelder der Unteren Naturschutzbehörde.

Andrea Onkes, von der Amphibienschutzgruppe Wittmar, die schon seit vielen Jahren, die Amphibienstrecke betreut, schilderte die vielen Probleme bei der Errichtung der Anlage. „Ich bin froh, dass wir viel Unterstützung durch die Untere Naturschutzbehörde hatten, sonst hätten wir es nicht geschafft“. Nach zwei Jahren Erfahrung mit der Anlage ist sie froh, diese Modellanlage weiterhin betreuen zu dürfen. Ihre Gruppe übernimmt nun Pflegemaßnahmen und die Dokumentation sowie Führungen für Interessierte.

Foto (privat): Andrea Onkes, zweite von rechts, erklärt Mitgliedern der Veltheimer Amphibienschutzgruppe die Leitanlage in Wittmar.