„Deine Idee zählt“: Kinder und Jugendliche sagen, was Cremlingen besser machen kann

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Schwarze Fotografie

Redaktions – Tipp

Viele Rückmeldungen auf gemeinsame Aktion von Tobias Breske und Kinderbuchautor Roger Kamp

Was würden Kinder und Jugendliche verändern, wenn sie in ihrer Gemeinde selbst etwas bewegen könnten? Genau das wollten Bürgermeisterkandidat Tobias Breske und der Weddeler Kinderbuchautor Roger Kamp mit ihrer Aktion „Deine Idee zählt“ wissen. Die Resonanz war groß. Jetzt begann die persönliche Übergabe der Bücher an die ausgewählten Ideengeber. Zwei der Preisträger waren beim ersten Termin dabei. Die weiteren Gewinnerinnen und Gewinner erhalten ihre Bücher in den kommenden Tagen ebenfalls persönlich überreicht.

Die Vorschläge waren konkret und vielfältig. Die 14-jährige Maya aus Schulenrode wünscht sich einen sicheren Rad und Fußweg zwischen Schulenrode und Destedt. Viele Kinder könnten die Strecke derzeit nicht allein mit dem Fahrrad fahren, weil ihren Eltern die Verbindung zu gefährlich sei.

Der siebenjährige Leo hat einen anderen Wunsch: einen Bolzplatz in der Ortschaft Cremlingen, auf dem Kinder nachmittags oder am Wochenende einfach zusammen Fußball spielen können. Der kleine Platz in der Nähe der Ringstraße reiche dafür nicht aus. Seine Idee ergänzte er mit einem selbst gemalten Bild.

Der zehnjährige Lennard berichtete von seiner täglichen Busfahrt zur weiterführenden Schule nach Wolfenbüttel. Lange Fahrzeiten, volle Busse und fehlende Sitzplätze beschäftigen ihn. Seine Frage war entsprechend direkt: Könnte nicht ein zweiter Bus eingesetzt werden?

Wieder ganz anders dachte der 14-jährige Kian aus Destedt. Er schlug Feldrundfahrten vor, um Landwirtschaft erlebbar zu machen. Außerdem regte er Veranstaltungen zur Geschichte der einzelnen Ortschaften mit Führungen und Informationen vor Ort an.

Eine besondere Überraschung kam ebenfalls aus Destedt. Dort beteiligte sich gleich eine gesamte zweite Klasse der Grundschule mit zahlreichen eigenen Ideen. Für ihren Einsatz erhielt die Schule zwei Bücher von Roger Kamp für die Schulbibliothek.

„Mir war wichtig, nicht darüber zu reden, was Kinder und Jugendliche angeblich brauchen. Ich wollte es von ihnen selbst hören“, sagte Breske. „Die Zuschriften zeigen, wie genau sie ihren Wohnort beobachten. Es geht um Sicherheit, Mobilität und Freizeit, aber auch um Gemeinschaft und die Zukunft unserer Dörfer. Einige dieser Ideen sollten wir unbedingt weiterverfolgen.“

Auch Kamp zeigte sich von den Rückmeldungen angetan. „Kinder haben oft einen sehr unverstellten Blick auf ihre Umgebung. Sie überlegen nicht zuerst, warum etwas schwierig sein könnte, sondern sagen einfach, was ihnen fehlt oder was sie sich wünschen. Genau deshalb lohnt es sich, ihnen zuzuhören.“

Mit der Buchübergabe ist die Sache für Breske nicht erledigt. Die Vorschläge sollen dort weiterverfolgt werden, wo sich etwas daraus machen lässt. „Nicht alles kann sofort umgesetzt werden. Aber wenn wir Kinder und Jugendliche nach ihrer Meinung fragen, müssen sie auch merken, dass wir sie ernst nehmen. Sonst brauchen wir sie beim nächsten Mal gar nicht erst zu fragen.“

Gruppenfoto der Gewinner