Abschied von Dr. Michael Geschwinde

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Pressemitteilung von Frank Oesterhelweg

Der ehemalige Bezirksarchäologe starb im Alter von 67 Jahren

Werlaburgdorf. „Tief bewegt nehmen die Lenkungsgruppe und der Förderverein Archäologie- und Landschaftspark Kaiserpfalz Werla Abschied von Dr. Michael Geschwinde, der nach kurzer und schwerer Krankheit verstorben ist. Als unser ehemaliger Bezirksarchäologe war er es, der im Jahr 2002 die Initiative zur Erhaltung unseres historischen Erbes auf der Werla und letztendlich zur Gründung des Parks ergriffen hat“, so Fördervereinsvorsitzender Frank Oesterhelweg. Geschwindes Engagement und Beharrlichkeit sei es zu verdanken, dass das „Projekt Werla“ sich so erfolgreich entwickelt habe. Dass er – gemeinsam mit Dr. Markus Blaich – noch bis kurz vor seinem Tode am im Herbst erscheinenden Werla-Wegweiser gearbeitet habe, das zeige, wie wichtig ihm „seine“ Werla gewesen sei. Oesterhelweg weiter: „Michael Geschwinde wird in Lenkungsgruppe und Fördervereinsvorstand eine große Lücke hinterlassen. Sein „Vermächtnis Werla“ zu bewahren und zu entwickeln bleibt unsere gemeinsame Aufgabe.“

Prof. Dr. Markus C. Blaich, früher Grabungsleiter auf der Werla und heute Referent für Archäologie des Mittelalters im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur: „Dr. Michael Geschwinde vertrat in seiner beruflichen Arbeit beispielhaft den in Niedersachsen gepflegten Ansatz einer Forschungsorientierten Denkmalpflege: Ihm gelang es mehrfach, aus anfänglich unscheinbaren Beobachtungen bedeutende Grabungen und Forschungsprojekte zu entwickeln. Auffällig ist dabei zunächst die große inhaltliche Bandbreite: So stehen Arbeiten zu jungsteinzeitlichen Erdwerken neben den Forschungen zum römischen Schlachtfeld am Harzhorn, zur ottonischen Pfalz Werla und schließlich zur hochmittelalterlichen Stadt Braunschweig. Michael Geschwinde verstand es zudem, in alle Projekte ein breites Netzwerk von Partnern einzubinden. Sein integres Auftreten, sein hohes Engagement und nicht zuletzt die Offenheit für Diskussionen waren vorbildhaft und trugen zum Erfolg der Projekte maßgeblich bei.“