CDU erinnert in Hornburg an den 65. Jahrestag des Mauerbaus

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Pressemeldung

Am Donnerstagabend, dem 13. August 2026, versammelten sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sowie hochrangige Vertreter aus der Politik zu einer öffentlichen Gedenkveranstaltung auf dem Museumsvorplatz vor dem Heimatmuseum in Hornburg. Auch die Wolfenbütteler Bürgermeisterkandidatin Kerstin Glier nahm an der Veranstaltung teil. Der CDU-Kreisverband Wolfenbüttel und der CDU-Stadtverband Hornburg hatten gemeinsam geladen, um an den Beginn des Berliner Mauerbaus im Jahr 1961 und die Opfer des SED-Regimes zu erinnern.

Der Vorsitzende des CDU-Stadtverbands, Bernd Reiner, begrüßte die Gäste an dem historisch bedeutsamen Ort, unweit der ehemaligen innerdeutschen Grenze.

Die stellvertretende Kreisvorstandsvorsitzende Annett Tonndorf eröffnete die Veranstaltung und betonte, wie wichtig es sei, die Erinnerung an das Unrecht der Teilung auch 65 Jahre später wachzuhalten.

Im Zentrum der Redebeiträge stand das unschätzbare Gut der Freiheit:

  • Annett Tonndorf mahnte in ihrer Ansprache, dass die Demokratie und die europäische Wertegemeinschaft keine Selbstverständlichkeit seien. Sie erinnert an die vielen Menschen, die an der Innerdeutschen Grenze ihr Leben verloren haben, nur dem Wunsch bestrebend, in Freiheit und Demokratie zu leben.
    • Die Europaabgeordnete Lena Düpont schlug in ihrem Beitrag die Brücke von den Schrecken der Vergangenheit zur heutigen europäischen Friedensordnung. Sie hob hervor, dass offene Grenzen und ein vereintes Europa die stärkste Antwort auf die totalitäre Geschichte des Mauerbaus seien.
    • Auch der Bürgermeister der Gemeinde Schladen-Werla, Martin Schulze, betonte die historische Verantwortung der Kommunen im ehemaligen Zonenrandgebiet. Er hob die Bedeutung der Stadt Hornburg besonders hervor. Hier gehörte die nur wenige hundert Meter entfernte Grenze zum Alltag. Viele hier erinnern sich noch an die Wachtürme und Soldaten an der Grenzanlage. Bei dem Blick über die Grenze zu den Nachbarorten in Sachsen-Anhalt wurde einem damals klar, dass Freiheit nicht selbstverständlich ist. Das Ziel solcher Gedenkveranstaltungen sei, die Lehren aus der Geschichte aktiv an die jüngere Generation weiterzugeben.
    • Der stellvertretende Landrat Uwe Schäfer erinnerte an die ganz konkreten Schicksale, die zerrissenen Familien und die wirtschaftlichen sowie menschlichen Wunden, die die Grenze direkt vor der Haustür der Region geschlagen hatte. Mindestens 140 Todesopfer gab es direkt an den Grenzanlagen. 101 Flüchtlinge, die beim Fluchtversuch erschossen wurden. 30 Menschen aus Ost und West ohne Fluchtabsichten, die erschossen wurden oder ums Leben kamen. 8 DDR-Grenzsoldaten, die während ihres Dienstes getötet wurden. Zusätzlich starben mindestens 251 Reisende aus Ost und West, während oder nach Kontrollen an den Berliner Grenzübergängen, meist infolge von Herzinfarkten. Diese werden jedoch üblicherweise nicht zu den eigentlichen Maueropfern gezählt.

    Am Ende seiner Rede verstärkte er eine wichtige Erkenntnis:

    Nicht die Macht hat das Recht, sondern das Recht hat die Macht. Freiheit, Menschenwürde und Demokratie dürfen niemals der Willkür der Mächtigen geopfert werden!

    Der Stadtverbandsvorsitzende Bernd Reiner bedankte sich bei den Gästen und den interessierten Bürgern und lud alle zu einem Rundgang in das extra für diese Veranstaltung geöffnete Museum ein.