Danke für Ihr Engagement, Dr. Krause-Hottop!

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Ein Beitrag von Hans Witzkewitz:

Als letzte Amtshandlung will er im November in Destedt noch die Bürgermeisterwahl durchführen und sich danach aus der Politik zurückziehen.

Der 1952 geborene Volksschullehrer Diethelm Krause-Hottopp trat bereits 1974 der Lehrergewerkschaft bei und wurde Vorsitzender des Bundesverbands junger Lehrer und Erzieher.

Für ihn war die Umweltbewegung genauso wichtig wie ein soziales Engagement, deshalb trat er den Grünen bei. Gründe dafür gab es in den achtziger Jahren genug, Waldsterben und Umweltverschmutzung gelangten nach und nach ins Bewusstsein einer breiteren Öffentlichkeit, nicht zu vergessen die Atomkatastrophe von Tschernobyl 1986.

Zunächst in Veltheim ansässig (dort fanden bereits 1986 Umwelttage statt) kam es zu seiner ersten Kandidatur im Samtgemeinderat Sickte, wo Krause-Hottop zum Fraktionsvorsitzenden gewählt wurde.

Sein Engagement für Amphibien brachte ihm den Spitznamen „Kröten-Krause“ ein, auf den er heute noch stolz ist. 1985 begannen er und ein paar andere Aktivisten, Kröten bei deren Wanderungen von der Straße zu sammeln, 1986 wurde die „Krötengruppe“ gegründet, die heute 17 Mitglieder umfasst.

Auf einem Wagen vom Faschingsumzug Veltheim war zu lesen: „Krause setzt die Autos matt, drum fahr´n sie keine Kröten platt.“

Anfang der Neunziger kam es zu einer ersten Straßensperrung für Amphibien. Natürlich musste das begründet werden und da es einen Paragraphen in der Straßenverkehrsordnung gibt, laut dem eine Straße gesperrt werden kann, wenn dort eine Gefahr für Autofahrer droht und weil viele tote Kröten in einer Kurve eine Rutschgefahr für Autos darstellen können, kam es zur Sperrung.

Nicht alle waren mit Krause-Hottops Engagement einverstanden, es kam sogar zu offenen Anfeindungen und er sah sich gezwungen, zu seinem Selbstschutz einen großen Hund anzuschaffen.

1991 erfolgte der Umzug nach Destedt, weil die Familie dort ein geeignetes Grundstück für Wohneigentum fand.

In diesem Dorf unserer Gemeinde war Krause-Hottop die letzten fünf Jahre Bürgermeister, davor war er die gleiche Zeit Stellvertreter gewesen.

1998 legte er aus beruflichen und privaten Gründen eine Politikpause ein, war 2003 wieder im Dorf engagiert, trat aber erst 2011 erneut zur Wahl an und war 2021 der erste Grüne, der direkt in den Kreistag gewählt wurde.

Ob es denn auch Phasen in seinem Leben gegeben habe, in denen er mit seiner Partei gehadert hatte? Ja, als die Grünen als Friedens-Partei für den Kosovo-Einsatz gestimmt hatten, hatte Krause-Hottop überlegt, aus der Partei auszutreten.

Zu seinen größten Erfolgen zählt er die Gedenkstätte für das KZ Schandelah, ebenfalls das Glöckchenbaumprojekt zusammen mit der Künstlerin Yvonne Salzmann.

Auch am Rückkauf der Strom- und Gasnetze in der Gemeinde Cremlingen hatten die Grünen wesentlichen Anteil. Nicht vergessen werden darf auch seine Tätigkeit für den Freundeskreis Freibad am Elm.

Das Publizieren ist aus seiner Sicht in den letzten Jahren etwas zu kurz gekommen, diese Tätigkeit möchte er nach seinem Austritt aus der Politik fortsetzen.

Alles in allem behauptet Diethelm Krause-Hottop von sich, dass das Dorf ihn geerdet habe und blickt stolz auf die zahlreichen Gespräche als Bürgermeister vor allem mit alten Menschen zurück.