Praxis-Check bei der Brendel Garten- und Landschaftsbau GmbH in Wolfenbüttel

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Wolfenbüttel, 4. Juni 2026

PRESSEMITTEILUNG

Im Dialog mit dem Mittelstand: Praxis-Check bei der Brendel Garten- und Landschaftsbau GmbH in Wolfenbüttel

Wolfenbüttel. Ein ehrlicher und pointierter Brief von Geschäftsführ Jörg Brendel war der Auslöser für einen wichtigen Austausch auf Augenhöhe. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dunja Kreiser und der SPD-Landtagsabgeordnete Jan Schröder besuchten die Brendel Garten- und Landschaftsbau GmbH in Wolfenbüttel, um über die realen Hürden zu sprechen die kleine und mittlere Unternehmen bei der Digitalisierung und dem Bürokratieabbau bewältigen müssen. Die Abgeordneten nahmen die Einladung der Geschäftsführer Jörg Brendel und Johannes Herz sehr gerne an, um einen ungefilterten Blick in die unternehmerische Praxis zu erhalten. Im Dialog kristallisierten sich drei Kernbereiche heraus, in denen Theorie und Praxis derzeit stark auseinanderklaffen. Ein großes Ärgernis stellt dabei die Bürokratie dar, die den eigentlichen Fortschritt oft ausbremst. Das niedersächsische Förderprogramm „Digitalbonus.Niedersachsen – Innovativ“ ist für den Mittelstand zwar grundsätzlich ein wichtiges Instrument, doch in der Realität sorgen lange Bearbeitungszeiten und intransparente Ablehnungen ohne nachvollziehbare Begründung für erheblichen Frust. Für die Politik ist es ein klares Alarmsignal, wenn digitale Anträge am Ende doch noch ausgedruckt, handschriftlich unterschrieben und per Post verschickt werden müssen. Zudem wird die Europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) von vielen kleineren Betrieben im operativen Geschäft als Innovationsbremse empfunden, weshalb hier dringend nach Wegen gesucht werden muss, um Effizienz und praktikable Abläufe im Alltag zu stärken. Eine weitere aktuelle Belastung ist die Umstellung auf die E-Rechnung. Während kostenlose Tools oft nicht über die nötigen Schnittstellen zu Behörden verfügen, sind professionelle Softwarelösungen mit hohen, dauerhaften Kosten verbunden. Für Dunja Kreiser und Jan Schröder ist der Besuch in Wolfenbüttel mit einem klaren Arbeitsauftrag für den Bundestag und den niedersächsischen Landtag verbunden. Sie betonen, dass der Mittelstand praktikable Förderprogramme braucht, die nicht nur die reine Anschaffung, sondern auch die tatsächlichen Umsetzungskosten und Schnittstellen-Probleme berücksichtigen. Das gemeinsame Ziel ist es, bestehende Programme kritisch zu überprüfen und ein praxisnahes, digitalfreundliches Umfeld in Niedersachsen voranzutreiben. Die Abgeordneten dankten Jörg Brendel und Johannes Herz für die klaren Worte und versicherten, an diesen Themen konsequent dranzubleiben.