Aus dem „Kinderladen“ in Gifhorn wurde der „Familienladen mit Herz“

128

Pressemeldung

Gutes unter neuem Namen

Aus dem „Kinderladen“ in Gifhorn wurde der „Familienladen mit Herz“

Gifhorn (mhd). Bewährte Qualität unter neuem Namen! Aus dem ehemaligen „Kinderladen“ des „Caritasverband für Stadt und Landkreis Gifhorn e. V.“ und der Malteser in Gifhorn wurde am Freitag, 10. April 2026, offiziell der „Familienladen mit Herz“. Damit wollen die Betreiber noch deutlicher machen, dass sich das Angebot nicht ausschließlich an Kinder richtet, sondern die gesamte Familie in den Blick nimmt.

Das Sortiment hat sich nicht verändert: Auch unter neuem Namen finden sich hier gut erhaltene Kleidung, Schuhe, Spielsachen und Gesellschaftsspiele. Daneben auch ein „Kleiner roter Traktor“ – wenn auch nur in Buchform. „Spannende Geschichten vom Gösselhof“ versprechen die bunten Seiten neugierigen jungen Lesern.

Der „Familienladen mit Herz“ liegt direkt neben der „Gifhorner Tafel e. V.“ in einem Gewerbegebiet am Rande Gifhorns. Ohne dieses Hilfsprojekt gäbe es den Familienladen wohl nicht. Als nämlich die „Tafel“ direkt neben die Dienststelle der Malteser in das Kleingewerbegebiet zog, zeigte sich schnell, dass die Menschen nicht nur Nahrung, sondern auch Kleidung benötigen. 2008 wurden direkt angrenzend die Räume eines Möbelhändlers frei und die Gunst der Stunde blieb nicht ungenutzt: Gemeinsam gründeten der Caritasverband für Stadt und Landkreis Gifhorn e. V. und die Ortsgliederung Gifhorn der Malteser in der Diözese Hildesheim damals diesen Laden und führen ihn seitdem gemeinsam.

Insgesamt 27 Ehrenamtliche engagieren sich heute. In der Regel stehen drei bis sieben Personen im Verkaufsraum, meist Frauen. Helfen würden auch Männer, erklärt Koordinatorin Gaby Kaatz, doch meist im Hintergrund, beim Einräumen oder Reparieren. Verkauft wird gut erhaltene Waren aus zweiter Hand, mit einer Ausnahme: Eine Kooperation mit dem Schuhhaus Salge sichert den Kundinnen und Kunden neuwertige Schuhe für wenig Geld – wenn auch aus der Vorsaison. Die Preise im Familienladen sind kundenfreundlich: Hemden und Blusen für einen Euro, für eine Regenhose legt man zwei Euro auf den Tresen – das kann sich jeder leisten!

Wer sich umhört im Verkaufsraum, der hört viel osteuropäische und auch arabische Stimmen. Tatsächlich seien viele Syrer und auch Ukrainer unter der Kundschaft zu finden, bestätigt Caritas-Vorstand Michael Gruber, der an diesem Freitag aus Anlass der Namensumbenennung mit Martin Coordes vom Caritasrat in den Familienladen gekommen war. Auch Conrad Graf von Hoyos, der zukünftige Diözesanleiter der Malteser in der Diözese Hildesheim, Dr. Christoph Mock als stellvertretender Geschäftsführer der Malteser in der Diözese Hildesheim und Malteser-Ortsbeauftragter Andreas Jaksch beobachteten bei Kaffee und Keksen das bunte Treiben im Verkaufsraum.

Später kam auch noch Bürgermeister Matthias Nerlich dazu und brachte einen ganzen Sack voller Fußbälle mit. Tatsächlich sucht der Familienladen derzeit neben Kinderwagen, Spielzeug und Puppen vor allem Sportkleidung und Sportgeräte wie Fußbälle.