Pressemeldung
Das von Andreas Hoyer initiierte Projekt „Sprachcafe Schöppenstedt“ ist durch seinen Kontakt als Sozialarbeiter der Samtgemeinde Elm-Asse, aber unabhängig von seinem Arbeitgeber, als private/freiwillige Initiative entstanden. Er versorgt die in der Samtgemeinde Elm-Asse ankommenden Ukrainer*innen zunächst mit einem Not-Quartier und allem, was die Samtgemeinde zur Verfügung stellen kann. Bei der Betreuung der Flüchtlinge stellte sich die fehlende Sprachkenntnis als größtes Problem zur Integration dar.
Im Integrationskurs lernen die Flüchtlinge ein grammatikalisch korrektes Deutsch, aber es fehlt Ihnen die notwendige Übung und Sicherheit, um ihre Sprachkenntnisse anzuwenden. Die fehlende Praxis und das fehlende, vertiefendes Trainieren der Sprache ist ein großes Hemmnis um sich zu trauen, die erworben Kenntnisse anzuwenden, weis auch Iryna Olschack, die für Schöppenstedt zuständige Integrations-Lehrerin zu berichten.
Andreas Hoyer lernte bei der AWO-Freiwilligenagentur Remlingen das Projekt „Sprachcafe“ kennen, und setzte es entsprechend für Schöppenstedt um. Zunächst stellte die Ev.-luth. Kirchengemeinde Dreieinigkeit zu Schöppenstedt die Räumlichkeiten. Inzwischen ist diese Privatinitiative Teil der kirchengemeindlichen Angebote im „SegensReich“.
Mit den ersten Unterstützern zusammen lud Andreas Hoyer zu einem Pilotprojekt ein, um zu sehen ob seine Idee Zuspruch findet. Bei diesem ersten Treffen am 30. Januar 2024 kamen 40 ukrainische Männer, Frauen und Kinder, die sich in gemütlicher Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen informierten, was ihnen angeboten werden kann.
Nach dem Pilotprojekt wurde sofort durchgestartet und zunächst Montags je ein Sprachkurs für Anfänger und Fortgeschrittene angeboten. Ganz schnell kam der Freitag noch als Angebot dazu. Manche schaffen nur einmal in der Woche den Weg zum Sprachcafe, aber viele kommen gerne montags und freitags von 14-17 Uhr, um ihre Sprachkenntnisse möglichst schnell auf ein gutes Niveau zu bringen.
Mittlerweile kommen die Teilnehmer auch aus Wolfenbüttel und Braunschweig und die Zahl der Unterstützer und ehrenamtlichen Helfer ist ebenfalls gestiegen, so dass nun auch in Kleingruppen – und Einzelgesprächen die Sprache trainiert werden kann.
Die angebotenen Exkursionen ins Umfeld von Schöppenstedt und die Feiern zum Sommeranfang und zu Weihnachten (etc) werden gerne angenommen und lassen die Helfer und Teilnehmer zu einer großen deutsch-ukrainischen Familie zusammenwachsen. So ist inzwischen auch das Sprachcafe-Organisationsteam nebst 3 Deutschen, mit 2 Ukrainerinnen ausgestattet.
Anlässlich des 2jährigen Bestehens des Sprachcafe kam es zu einer Sendung im Radio Okerwelle und zu einer Andacht in der St. Stephanuskirche in Schöppenstedt mit Propst Martin Cachej.
Dies alles ist nachzulesen in der Dokumentation „Willkommens-Kultur“, die Paul Koch mit deutschen und ukrainischen Beiträgen (zweisprachig) zusammengestellt hat, und die nun den Unterstützern und Teilnehmern vorgestellt wurde.
Die Dokumentation ist im Selbstdruck für Teilnehmer des Sprachcafe kostenlos. Es ist aber auch im Buchhandel (Lehrbuchverlag) unter der ISBN-Nummer: 9786209923241 erhältlich.



