Zuckerpreise sind gefallen – das Landvolk Niedersachsen informiert:

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Niedrige Zuckerpreise kommen bei den Bauern an

Die Zuckerrübenernte steht bevor: Mitte September startet die Kampagne in den Zuckerfabriken in Clauen, Nordstemmen, Uelzen und Schladen. In Niedersachsen wachsen auf rund 90.000 Hektar Zuckerrüben – damit liegt das Agrarland Nummer eins auch bei der Rübe vorn.
Für die Rübenanbauer ist die kommende Kampagne allerdings mit Herausforderungen verbunden. Die Zuckerpreise waren aufgrund der Überversorgung am Welt- und EU-Binnenmarkt lange auf Talfahrt. „In der diesjährigen Kampagne wird der Preisverfall bei den Landwirten ankommen“, sagt Eckhard Hinrichs, Vorsitzender des Dachverbands Norddeutscher Zuckerrübenanbauer (DNZ).
Hinzu kommen die zunehmende Ausbreitung von Pflanzenkrankheiten wie SBR und Stolbur, steigende Kosten für Treibstoffe und Düngemittel sowie zunehmende Zuckerimporte durch neue Freihandelsabkommen.
Auch die Diskussion um eine Zuckersteuer bereitet dem DNZ Sorge. „Wenn die Getränkehersteller ihre Rezepturen anpassen und heimischen Rübenzucker gegen Zuckeraustauschstoffe ersetzen, wird die Wettbewerbsfähigkeit des Rübenanbaus zusätzlich erschwert“, mahnt Hinrichs.
Mit Blick auf die Regale zur Vorweihnachtszeit stellt sich damit die Frage: Welchen Stellenwert wird heimischer Rübenzucker künftig noch in Dominosteinen und Lebkuchen haben?
Quelle: Landvolk