Pressemitteilung
Kurz vor Beginn der neuen Ratsperiode trafen sich die alte und die neue Gemeinderatsfraktion von B90/DIE GRÜNEN zur „Übergabe des Staffelstabs“.
Ab November präsentiert sich eine verjüngte Fraktion, da die bisherigen Mitglieder auf eine erneute Kandidatur verzichteten. Für ihr großes Engagement in der jetzt endenden Wahlperiode wurde ihnen gebührend gedankt. Ein großer Dank geht auch an die Wählerinnen und Wähler, die dafür gesorgt haben, dass B90/Die Grünen weiterhin fünf Sitze im Rat erhalten.
Ein zentrales Thema des Treffens war, wie Kontinuität in der Fraktionsarbeit sichergestellt werden kann. Gemeinsam identifiziert wurden darüber hinaus wichtige Themen für die kommende Ratsperiode, darunter vieles, was auch schon in der Vergangenheit wichtig war: zukünftige Gemeindeentwicklung mit möglichem Wohnbau, Wärmeversorgung in der Gemeinde mit Blick auf erneuerbare Energien, Klimaschutzmaßnahmen und Anpassung an bereits spürbare Auswirkungen der Klimaveränderungen, so z.B. Schutz bei Hitze oder vor Folgen von Starkregen. Und natürlich wird das Fraktionsarchiv weitergegeben.
Auch im neu gewählten Gemeinderat werden sich SPD und B90/DIE GRÜNEN zu einer Gruppe zusammenschließen und ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fortsetzen. Zum GRÜNEN Fraktionsvorsitzenden wurde Andreas Timmermann bestimmt, der auch stellvertretender Gruppenvorsitzender sein wird.
Zur Sprache kam auch die Zusammensetzung des neuen Rates. Wie in vielen niedersächsischen Gemeinden war es auch in Cremlingen offenbar für die AFD schwierig, Kandidierende für die kommunale Basisarbeit zu finden. Zudem nahm hier der einzige aufgestellte Kandidat nach seiner Wahl das Mandat nicht an. „Bei rechnerisch drei errungenen Sitzen als Partei nicht anzutreten, zeugt von Missachtung gegenüber den Wählenden und der Demokratie“, so die neue Ratsfrau Katrin Scheller. Der Rat verfügt in dieser Periode nur über 27 statt der regulären 30 Mitglieder, die er aufgrund der Gemeindegröße aufweisen sollte. Da die Plätze nicht anderweitig vergeben können, kommen auf die verbleibenden Ratsmitglieder mehr Arbeit und mehr Zeitaufwand in den Ausschüssen zu. „Es bleibt zu hoffen, dass derart demokratiefeindliches Verhalten von den Wählenden wahrgenommen und bei künftigen Wahlen quittiert wird“, so Scheller. Nichtsdestotrotz wird die Zusammenarbeit im Rat davon profitieren, dass nur demokratische Parteien vertreten sind, deren Vertreterinnen die Mehrarbeit unter diesen Umständen gerne in Kauf nehmen.
Die bisherigen Ratsmitglieder wünschen den „Neuen“ viel Erfolg dabei, die Gemeinde Cremlingen weiter voranzubringen, und versprachen nach Kräften zu unterstützen.


