Pressemeldung
Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion in Niedersachsen bewertet die jüngsten Beschlüsse der Koalition als wichtigen ersten Schritt – sieht jedoch weiterhin erheblichen Handlungsbedarf.
Hannover, 13. April 2026 – Positiv bewertet die MIT in Niedersachsen, dass eine zentrale MIT-Forderung der vergangenen Wochen aufgegriffen wurde: die Entlastung beim Spritpreis von rund 17 Cent pro Liter. „Wir haben seit Wochen deutlich gemacht, dass hier dringend eine Entlastung erfolgen muss, dafür bedanken wir uns“, so der Landesvorsitzende Holger Bormann. Gleichzeitig gilt: „Das kann nur ein erster Schritt sein. Weitere müssen folgen.“
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Es muss klar auf die wirtschaftliche Realität in vielen Betrieben hingewiesen werden. Zahlreiche Unternehmen befinden sich seit Monaten, teilweise seit Jahren in einer anhaltenden Krisensituation. Die Liquidität hat sich in vielen Fällen kontinuierlich verschlechtert, das Eigenkapital ist weitgehend aufgezehrt. Viele Unternehmen sind nicht mehr in der Lage Weihnachtsgeld zu zahlen. Vor diesem Hintergrund ist zu erwarten, dass viele Betriebe diese Maßnahme in der Praxis nicht umsetzen können, obwohl der Sache gut gemeint sei. „Das ist grundsätzlich eine richtige Idee, trifft aber in vielen Fällen nicht auf die Realität in den Unternehmen“, so Bormann. „Hier wünschen wir uns mehr Realitätssinn und eine stärkere Orientierung an der tatsächlichen Lage im Mittelstand.“
Es muss klar auf die wirtschaftliche Realität in vielen Betrieben hingewiesen werden. Zahlreiche Unternehmen befinden sich seit Monaten, teilweise seit Jahren in einer anhaltenden Krisensituation. Die Liquidität hat sich in vielen Fällen kontinuierlich verschlechtert, das Eigenkapital ist weitgehend aufgezehrt. Viele Unternehmen sind nicht mehr in der Lage Weihnachtsgeld zu zahlen. Vor diesem Hintergrund ist zu erwarten, dass viele Betriebe diese Maßnahme in der Praxis nicht umsetzen können, obwohl der Sache gut gemeint sei. „Das ist grundsätzlich eine richtige Idee, trifft aber in vielen Fällen nicht auf die Realität in den Unternehmen“, so Bormann. „Hier wünschen wir uns mehr Realitätssinn und eine stärkere Orientierung an der tatsächlichen Lage im Mittelstand.“
Das größte strukturelle Problem bleibt die Liquidität im Mittelstand. Die MIT in Niedersachsen fordert daher erneut ein gezieltes KfW-Sonderprogramm, um die Liquidität der Unternehmen in diesem herausfordernden Jahr abzusichern. Es darf nicht dazu kommen, dass Betriebe allein aufgrund von Liquiditätsengpässen in ihrer Existenz gefährdet werden.
Die Folgen wären erheblich: steigende Insolvenzen, Arbeitsplatzverluste sowie massive Auswirkungen auf die kommunalen Finanzen über die Gewerbesteuer. Gleichzeitig trägt der Mittelstand wesentlich zum gesellschaftlichen Leben vor Ort bei – insbesondere durch Engagement in Sport, Kultur und sozialen Projekten.
Die aktuellen Insolvenzzahlen unterstreichen die Dringlichkeit. Umso wichtiger ist jetzt ein entschlossenes und gemeinsames Gegensteuern.
Die MIT in Niedersachsen erkennt die ersten Schritte der Koalition ausdrücklich an. Diese können jedoch nur der Anfang sein. Es braucht ein umfassendes Gesamtkonzept zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit – insbesondere auch für das Speditions- und Logistikgewerbe.
„Die Richtung stimmt – aber es muss deutlich mehr kommen. Jetzt braucht es einen echten wirtschaftspolitischen Aufbruch“, so Bormann abschließend.
Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion in Niedersachsen (MIT) vertritt über 4.600 Mitglieder und ist in 47 Kreisverbänden vor Ort organisiert. Die MIT steht für die Soziale Marktwirtschaft ein und ist die Stimme der mittelständischen Wirtschaft.
Foto: Holger Bormann an der Tankstelle
Bildrecht: MIT in Niedersachsen


