Kein Fracking in Schandelah

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SPD: Kein Fracking im Gebiet Schandelah Wohld

Angesichts der vom Koalitionsausschuss der Bundesregierung beschlossenen Maßnahmen unter anderem zur Bekämpfung der Energiekrise bekräftigt der SPD-Unterbezirk Wolfenbüttel seine grundsätzliche Ablehnung zur Rohstoffförderung im Landschaftsschutzgebiet Schandelah-Wohld. Das Ergebnisprotokoll des Koalitionsausschusses enthält eine Passage, nach der die Erschließung heimischer Gasvorkommen ermöglicht werden soll.

Die Rohstoffvorkommen, die in Ölschiefergesteinsschichten im Bereich des Landschaftsschutzgebiet Schandelaher Wohld liegen, könnten mittels des Fracking-Verfahrens gefördert werden. „Dies lehnen wir jedoch weiterhin kategorisch ab“, legt sich SPD-Unterbezirksvorsitzender und Landtagsabgeordneter Jan Schröder fest.

Auch Jens Drake, Ortsbürgermeister Cremlingens und Bürgermeisterkandidat für die Gemeinde Cremlingen, bekräftigt diese ablehnende Haltung: „Die Zerstörung unserer heimischen Natur und die drohende Verschmutzung unseres Grundwassers sind ein viel zu hoher Preis. Wir als SPD vor Ort stellen uns entschlossen gegen die Überlegungen von Wirtschaftsministerin Reiche.“

Obwohl noch keine konkreten Pläne bekannt sind, Rohstoffförderungen mittels Fracking auch hier vor Ort zu ermöglichen, ist laut Schröder Vorsicht geboten: „Eine klare Strategie ist bei Wirtschaftsministerin Reiche wahrlich nicht zu erkennen und auch Bundeskanzler Merz fällt vor allem durch Sprachlosigkeit auf. Ich erwarte von der Bundesregierung ein klares Konzept, anstelle nebulöser Ankündigungen.“

Foto: SPD Wolfenbüttel, Jan Schröder, MdL links, Jens Drake rechts