Pressemitteilung
Wolfenbüttel, 25. September 2026. Zwei Tage vor der Stichwahl um das Amt des Landrats hat Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens Wolfenbüttel besucht. Gemeinsam mit Landratskandidat Martin Albinus (SPD) verschaffte sie sich am Freitag vor Ort ein Bild von der Sicherheitslage im Umfeld des Bahnhofs und am Kornmarkt. Anschließend gingen beide durch die Fußgängerzone und kamen mit Passanten, Bürgerinnen und Bürgern sowie Geschäftsinhabern ins Gespräch.
Im Mittelpunkt standen dabei zwei Seiten derselben Medaille: die hohe Aufenthaltsqualität der Wolfenbütteler Innenstadt und die Frage, wie sie dauerhaft sicher bleibt. „Wolfenbüttel hat eine Innenstadt, um die uns viele beneiden. Genau deshalb müssen wir früh hinschauen, wo sich etwas verändert – am Bahnhof, am Kornmarkt und in der Fußgängerzone“, sagte Albinus. „Sicherheit entsteht nicht erst durch Polizei, sondern durch Präsenz, Ordnung im öffentlichen Raum und Zusammenarbeit zwischen Landkreis, Stadt, Polizei und Landesregierung. Dafür braucht es einen Landrat, der diese Ebenen kennt und zusammenbringt.“
Anlass des Besuchs waren neben der bevorstehenden Stichwahl auch zahlreiche Hinweise Wolfenbütteler Geschäftsinhaber: Die Nutzung der Fußgängerzone durch E-Scooter birgt aus ihrer Sicht ein zunehmendes Risikopotential – insbesondere für ältere Menschen, Familien mit Kindern und Menschen mit Einschränkungen. Behrens und Albinus ließen sich die Situation von den Betroffenen direkt schildern. „Die Händlerinnen und Händler haben recht, wenn sie sagen: Das ist kein Randthema. Wer mit dem Rollator oder dem Kinderwagen unterwegs ist, muss sich in der Fußgängerzone sicher bewegen können“, so Albinus. Er kündigte an, das Thema nach der Wahl gemeinsam mit der Stadt Wolfenbüttel, der Polizeiinspektion und den Anbietern anzugehen: „Es geht um klare Regeln z.B. für Abstellflächen, vor allem aber darum, dass die E-Scooter-Fahrer sich ihrer Verantwortung bewusst werden. Das lässt sich lösen, wenn man es ernsthaft angeht und für die Risiken des teilweise sehr schnellen Fahrens sensibilisiert.“
Innenministerin Behrens würdigte den Austausch vor Ort. Sicherheit im ländlichen Raum sei Gemeinschaftsaufgabe von Land und Kommunen, und sie sei umso wirksamer, je konkreter die Zusammenarbeit vor Ort gestaltet werde. Albinus bringe dafür aus seiner langjährigen Verwaltungserfahrung das nötige Rüstzeug mit.
Er leitet seit vielen Jahren das Jugendamt der Stadt Braunschweig mit mehr als 1.000 Beschäftigten und ist seit 2011 Mitglied des Wolfenbütteler Kreistags. Aus seiner täglichen Arbeit kennt er die Schnittstellen zwischen Ordnungsbehörden, Polizei, Jugendhilfe und Prävention – Bereiche, die gerade im Umfeld von Bahnhöfen und Innenstädten ineinandergreifen. „Sicherheitspolitik heißt für mich nicht nur reagieren, sondern aufklären und vorbeugen. Wer Jugendliche früh erreicht, wer Angsträume beseitigt und wer den öffentlichen Raum attraktiv hält, verhindert Probleme, bevor sie entstehen“, erklärte Albinus.
Die Stichwahl um das Amt des Landrats im Landkreis Wolfenbüttel findet am Sonntag, 27. September 2026, statt. Albinus war im ersten Wahlgang mit 35,3 Prozent stärkster Kandidat geworden. „Sicherheit, Aufenthaltsqualität und ein lebendiger Handel gehören zusammen – und sie sind es wert, dass man sich darum kümmert.“


