Erntedank 2026 – trotz allem: Grund zum danken

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Die Regale im Supermarkt sind immer voll. Schon dafür können wir dankbar sein, denn in manchen Ländern dieser Erde gibt es keinen Supermarkt. In manchen Ländern der Erde verhungern täglich Menschen.
Bei allem Überfluss bei uns gilt es gerade in diesem Jahr neu darüber nachzudenken, was wir selbstverständlich jeden Tag auf den Tisch bekommen.
Der Klimawandel zeigt sich auch in der Ernte 2026. In Teilen gibt es drastische Minder-Ernten, die durch gute Ernten in anderen Bereichen nicht unbedingt aufgefangen werden können.
Mit Abstand verfolgen wir den Krieg in der Ukraine. Ernteschäden durch Kriege sind bedauerlich. Wenn die Vernichtung von Lebensmittel bewusst ins Kriegsgeschehen-Kalkül aufgenommen wird, oder gar bewusst und gezielt als Waffe eingesetzt wird, ist es ein Kriegsverbrechen.
Ernte-Segen und Ernte-Fluch liegen nicht nur im Krieg nah beieinander. Schon am Anfang der Bibel kann man von der Vertreibung aus dem Paradies lesen. Alleine dieser Akt macht den Fluch deutlich. Adam und Eva wird auch deutlich gesagt, was mit der Vertreibung aus dem Paradies einhergeht. Aber, wir haben auch die Zusage nach der Sintflut, dass nicht aufhören wird Saat und Ernte.
„Erntedank – neu denken“ ist in Zeiten von Klimawandel und Krieg durchaus eine Herausforderung. Die aktuellen Ernteschäden durch den Klimawandel sind enorm – und werden vermutlich in den nächsten Jahren noch dramatischer. Der Erntedank bezieht sich aber auch nicht nur auf den Bereich von „Saat und Ernte“, denn alles was wir ernten oder in Empfang nehmen, ist „dankes-würdig“.
Dies alles bedenke ich, auch in weiteren Zusammenhängen, in meinem neuen Buch „Ernte-Segen – Ernte-Fluch – Erntedank in Zeiten von Klimawandel und Krieg“, dass demnächst im Buchhandel erscheinen wird. (ISBN 978-66-30-51378-3).