Pressemeldung
Abbenrode. Die historische Bockwindmühle in Abbenrode ist weit mehr als ein technisches Denkmal. Sie ist ein Stück gelebter Heimatgeschichte. Davon konnte sich Bürgermeisterkandidat Jens Drake gemeinsam mit Vertretern von SPD und den Grünen bei einem Besuch des Mühlenvereins überzeugen.
Vereinsmitglied Klaus Scharnweber führte die Besuchergruppe über das Gelände und vermittelte spannende Einblicke in die Geschichte und die aufwendige Pflege des Mühlenensembles. Gleich zu Beginn stand ein besonderes Kapitel der jüngeren Mühlengeschichte im Mittelpunkt: der Austausch des sogenannten Hausbaums. Dieser tragende Balken wurde nach rund 300 Jahren erneuert. Dafür musste die gesamte Mühle in den Jahren 2021/2022 mithilfe eines Großkrans angehoben und versetzt werden, um die aufwendigen Arbeiten durchführen zu können.
Die Geschichte der Mühle reicht weit zurück. Ursprünglich stand die Bockwindmühle in Helmstedt, bevor sie 1864 abgebaut und in Abbenrode wieder aufgebaut wurde. Im Jahr 1891 erwarb die Familie Röhl die Mühle und prägte ihre weitere Entwicklung. Bis 1980 war die Mühle in Betrieb und leistete mit ihren Flügeln rund sechs bis sieben Kilowatt. Bereits 1907 wurde zusätzlich eine Motormühle errichtet, da die Kapazitäten der Bockwindmühle allein nicht mehr ausreichten.
Heute sorgt der Mühlenverein mit großem ehrenamtlichem Engagement dafür, dass die historische Anlage erhalten bleibt. Zahlreiche Mitglieder investieren unzählige Stunden ihrer Freizeit, um Gebäude und Technik in Schuss zu halten. Dabei geht es nicht nur um den Erhalt eines Denkmals, sondern auch um die Vermittlung von Geschichte und Handwerkskunst an kommende Generationen.
Ein wichtiger Bestandteil dieser Bildungsarbeit ist die benachbarte Scheune. Dort finden Schulklassen bei Besuchen ausreichend Platz und erhalten einen anschaulichen Einblick in das traditionelle Müllerhandwerk. So wird Geschichte lebendig und für Kinder und Jugendliche unmittelbar erfahrbar.
Zum Abschluss des Besuchs besichtigte die Gruppe die liebevoll gestaltete Heimatstube. Mit viel Herzblut haben die Verantwortlichen dort zahlreiche Exponate und Erinnerungsstücke zusammengetragen, die von der Geschichte des Dorfes und seiner Menschen erzählen.
Jens Drake freut sich über den Einsatz der Ehrenamtlichen: „Der Mühlenverein leistet hier großartige Arbeit. Es ist bemerkenswert, wie viel Zeit, Energie und Leidenschaft die Mitglieder investieren, um dieses wertvolle Stück Heimatgeschichte zu bewahren. Dafür gebührt ihnen großer Dank und Respekt.“
Der Besuch machte deutlich: Die Abbenroder Mühle ist nicht nur ein Wahrzeichen der Region, sondern auch ein lebendiger Ort der Begegnung, der Bildung und der Heimatpflege. Ohne das Engagement der vielen Ehrenamtlichen wäre dieser besondere Schatz kaum zu erhalten.


