PRESSEMITTEILUNG
Wolfenbüttel, 11.06.2026
Dunja Kreiser, MdB, im Gespräch mit Vertretern des Klinikums Wolfenbüttel zur GKV-Beitragssatzstabilisierung
Wolfenbüttel. Das Bundeskabinett hat den Entwurf des Gesetzes zur Stabilisierung der Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz) beschlossen. Aus Sicht der SPD ist dies ein wichtiger Schritt, um das Defizit der GKV zu begrenzen, die Versicherten zu entlasten und die medizinische Versorgung langfristig zuverlässig sicherzustellen.
Während eines Treffens mit der direkt gewählten SPD-Bundestagsabgeordneten Dunja Kreiser für den Wahlkreis Wolfenbüttel-Salzgitter-Nordharz erläuterten Vertreter des Klinikums Wolfenbüttel ihre Sichtweise und die daraus zu erwartenden Folgen, mit denen sich das Klinikum schon jetzt intensiv auseinandersetzt.
„Unsere Strategie ist nicht Abteilungen zu schließen“, stellte der Geschäftsführer Axel Burghardt gleich zu Beginn klar. Viele Operationen würden schon jetzt ambulant durchgeführt werden, daran würde man nicht nur festhalten, sondern prüfen, ob diese Anzahl noch zu steigern wäre. Der Chef des Klinikums benannte im Gespräch die Herausforderungen des GKV-Stragssatzstabilisierungsgesetzes und wie er diese bewältigen würde, die Dokumentationspflicht für Ärzte sei eine davon. Bereiche wie Notarztgestellung, Hubschrauber und Rettungsdienst müssten neu gedacht werden. Als positiv hingegen bewertete er das Betriebsklima im Klinikum, das noch als kommunales Krankenhaus geführt werde.
Nach dem Gespräch sagte Kreiser dazu: „Der Kabinettsbeschluss zur Reform der gesetzlichen Krankenversicherung geht in die richtige Richtung und es sind gute Dinge erreicht worden wie die Streichung der Kürzungen beim Krankengeld. Niemand darf wegen einer Krankheit ins Bergfreie fallen. Allerdings ist die Belastung für die Versicherten immer noch zu hoch, wenn wir die Kosten des Gesundheitssystems mit der Qualität für die Patientinnen und Patienten vergleichen. Die Kommission hat deutlich gemacht: Wir haben in der GKV kein Einnahme-, sondern vor allem ein Ausgabenproblem. Die Versicherten haben in den vergangenen Jahren bereits enorme Belastungen getragen – durch steigende Zusatzbeiträge, höhere Eigenanteile und wachsende Unsicherheit. Wir brauchen mehr Gerechtigkeit im Gesundheitssystem. Entscheidend ist für uns, dass mit den Reformen die Gesundheitsversorgung für gesetzlich Versicherte besser wird: etwa durch eine schnellere Terminvergabe, damit Menschen dann einen Arzttermin bekommen, wenn sie ihn wirklich brauchen. Und damit alle Zugang zu bester Qualität haben.“


