Darf ich vorstellen: Markus Schmidt – Visionär

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Manchmal lassen sich Träume verwirklichen, auch wenn das gelegentlich mit anstrengender Arbeit verbunden ist. Der Produzent und Trommler Markus Schmidt hat lange nach einem neuen Studio gesucht, das auch Proberaum sein kann und als er das erste Mal in der Trift 2 in Destedt war, erschienen ihm die Räumlichkeiten viel zu groß. Aber gemeinsam mit seinem Companion Lars Haverlah, der ebenfalls einen Proberaum für seine Band „Slow Hands“ suchte, erarbeitete er einen Plan, der schlicht und ergreifend darin bestand, dass Studio- und Proberäume entstehen sollten, teils für den Eigenbedarf und teils zur Vermietung.

Das Konzept ging auf, wenn man die Website „Klangwerk“ aufruft, findet man auf der Startseite in Stempelform den Hinweis „Ausgebucht“.

Aber es gab immer wieder Rückschläge. Im Februar 2021 schneite es sehr heftig und ausgiebig, das alte Dach war den Schneemassen nicht gewachsen, plötzlich lagen in den Räumen 20 cm Schnee, der dann am nächsten Tag komplett schmolz. Die Zwischenwände mussten wieder raus, beim Film nennt man das „Alles auf Anfang“.

momentan wird das Dach saniert

Eines Tages spielte ein Trommler in einem Raum und trotz gut gedämmter Zwischenwände war er überall zu hören. Also musste die Bodenplatte akustisch entkoppelt werden: Mit einer Betonsäge wurden Schlitze hineingeschnitten und nun „funktionieren“ die einzelnen Räume, die momentan von den Bukowskis (Prollrock aus Braunschweig, ehemals Bunker Boys, den Balladenmännern, der Punkband „Intervall“ aus Braunschweig, von MDB39 David „Monotyp“ Dlugosch, dem Schlagzeuglehrer Michael Irgendwann, der Metalcoreband „Reigned From Below“ und den „Slow Hands“ (Rock Hits der 70er, 80er, 90er und 00er Jahre) genutzt werden.

Und natürlich von Markus Schmidt, der hier den „Boomshop -Version 2“ aufgebaut hat und auch mit seiner neuen Band probt, die noch in der Findungsphase ist, selbst einen Namen suchen sie noch.

Betritt man das „Klangwerk“, ist man sofort in der Lobby. Der Tresen dort ist sehr speziell bestückt: Jeder Musiker hat hier sein Lieblingsgetränk deponiert. Hier trifft man sich, klönt, relaxt, überarbeitet Texte, spielt am Kicker.

Seit einiger Zeit geistert auch die Idee eines Sommerfestes durch die Räumlichkeiten, damit Destedt endlich erfährt, was hier Phase ist. Dieses Jahr natürlich nicht mehr. Vielleicht 2024?