Bürgermeisterkandidat Jens Drake besucht Gärtnerei Wesche in Destedt

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Tradition, Leidenschaft und Wandel im Blumenhandel

Destedt. Im Rahmen seiner Besuche bei örtlichen Unternehmen informierte sich Bürgermeisterkandidat Jens Drake gemeinsam mit Andreas Hettwer aus Destedt über die Arbeit der Gärtnerei Wesche. Begrüßt wurden die beiden von Annette Meyer, deren Vater den Familienbetrieb Ende der 1950er Jahre als Gartenbau gegründet hat.

Die Gärtnerei Wesche ist für viele Menschen in der Region eine feste Adresse, wenn es um frische Blumen, individuelle Sträuße und saisonale Pflanzen geht. Neben den liebevoll gebundenen Blumensträußen gibt es auch etwas Gemüse als „Hobbyanbau“.

Im Gespräch berichtete Annette Meyer von den Veränderungen, die der Beruf in den vergangenen Jahren erlebt hat. Früher begann der Arbeitstag oft bereits um halb fünf Uhr morgens mit der Fahrt zum Großmarkt, um Blumen und Pflanzen persönlich auszuwählen. „Dort konnte man die Ware direkt begutachten und oft auch besondere Pflanzen entdecken, die man sonst nicht bekommen hätte“, erzählt Meyer.

Heute läuft vieles anders. Seit etwa eineinhalb Jahren werden die Blumen größtenteils online bestellt und direkt per Lkw angeliefert. Das spare zwar wertvolle Zeit, habe aber auch Nachteile. „Man kann die Ware nicht mehr vorher in Augenschein nehmen und besondere Funde vom Großmarkt gehören damit weitgehend der Vergangenheit an“, berichtet die Inhaberin.

Ein besonderer Blickfang auf dem Gelände ist ein neuer dekorativer Aufsteller, der von Meyers Patenkind als Meisterstück angefertigt wurde. Er verleiht der Gärtnerei einen zusätzlichen persönlichen Akzent.

Natürlich spielt auch die Saisonware eine wichtige Rolle. Im Frühjahr finden Kundinnen und Kunden hier Geranien und viele weitere Pflanzen für Balkonkästen und Gärten. Die Gärtnerei Wesche gilt für viele Destedter als kleines Schmuckstück im Ort und wird entsprechend geschätzt.

Trotz aller Veränderungen hat Annette Meyer die Freude an ihrem Beruf nicht verloren. Gleichzeitig beobachtet sie, dass Blumen heute seltener gekauft werden als noch vor einigen Jahren. Umso wichtiger seien persönliche Beratung, Qualität und die enge Verbundenheit zu den Kunden.

Jens Drake zeigte sich beeindruckt vom Engagement und der Leidenschaft, mit der der Familienbetrieb geführt wird. „Solche inhabergeführten Betriebe prägen den Charakter unserer Ortschaften. Sie verbinden Tradition mit persönlichem Service und tragen wesentlich zur Lebensqualität vor Ort bei“, betonte Drake.

Der Besuch machte deutlich, vor welchen Herausforderungen kleine Fachgeschäfte heute stehen, aber auch, wie wichtig sie für das gesellschaftliche Leben und die Nahversorgung in den Ortschaften sind. Die Gärtnerei Wesche ist dafür ein eindrucksvolles Beispiel.

Bild: Andreas Hettwer, Annette Meyer, Bürgermeisterkandidat Jens Drake