Auftakt zur Landratswahl im Landkreis Helmstedt: Landvolk Braunschweig hat Eingeladen

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Querenhorst/Helmstedt. Mit einer lebhaften Podiumsdiskussion im Februar wurde der Auftakt des Wahlkampfes für die Landratskandidatur im Landkreis Helmstedt auf der regionalen Versammlung des Niedersächsischen Landvolk Braunschweiger Land e. V. eingeläutet. Das Landvolk hatte zur jährlichen agrarpolitischen Gemeindeverbandsversammlung in das Sport- und Kulturzentrum Querenhorst eingeladen. In einem bis auf den letzten Platz gefüllten Saal nutzen die Mitglieder des Landvolkes BS die Gelegenheit, um mit den Kandidaten über die Zukunft des Landkreises ins Gespräch zu kommen.

Auf dem Podium stellten sich vor Torsten Wendt (CDU), Herr Schneider (SPD) sowie der parteilose Kandidat Martin Klein aus Mariental den Fragen der Anwesenden. Die Diskussionsrunde entwickelte sich von Beginn an dynamisch und praxisnah. Insbesondere Themen der regionalen Struktur-, Wirtschafts- und Landwirtschaftspolitik standen im Mittelpunkt. Es wurde sichtbar, dass die Kreispolitik ein wichtiger Faktor für die Zukunftsfähigkeit der Landwirtschaftlichen Familienbetriebe ist.

Ein zentrales Anliegen der Teilnehmenden war die Digitalisierung der Verwaltung. Viele Mitglieder betonten, dass eine moderne, schlanke und gut erreichbare Kreisverwaltung ein entscheidender Standortfaktor sei – sowohl für landwirtschaftliche Betriebe als auch für Unternehmen. Schnellere Genehmigungsverfahren, digitale Antragsmöglichkeiten und ein insgesamt effizienterer Verwaltungsablauf wurden als wichtige Ziele benannt. Es kristallisierte sich heraus, dass hierbei noch viel Arbeit auf die Kandidaten wartet.

Ebenso intensiv wurde über die wirtschaftliche Zukunft des Landkreises Helmstedt diskutiert. Dabei ging es insbesondere um die Wirtschaftskraft der Landwirtschaft im Landkreis. Gleichzeitig wurde der Wunsch geäußert, bestehende, ungenutzte Gewerbeflächen stärker zu reaktivieren, um Flächenverbrauch zu reduzieren und die regionale Wertschöpfung zu stärken.

In diesem Zusammenhang wurde auch der „Niedersächsische Weg“ thematisiert, der vorsieht, die tägliche Neuversiegelung von Flächen auf durchschnittlich drei Hektar zu begrenzen. Auch hier zeigte sich, dass die engen Fäden der Verwaltung hinderlich sind und die Landratskandidaten dieses Thema anpacken müssen.

Die Veranstaltung zeigte, wie groß das Interesse an einer zukunftsorientierten Kommunalpolitik im Landkreis Helmstedt ist. Für die Kandidaten um das Landratsamt bot die Versammlung eine wichtige Möglichkeit sich mit zu Anliegen der Landwirtschaft direkt in den politischen Dialog einzubringen und Ihre eigenen Ideen, aber auch Erwartungen, mit auf den Weg zu geben.

Wie eng die Entwicklung der Landwirtschaft mit den dringend notwendigen positiven Impulsen für den ländlichen Raum, und den damit auch den notwendigen politischen Entscheidungen auf Kreisebene, verknüpft ist wurde im Anschluss von dem Vorsitzenden des Landvolkes BS, Karl-Friedrich Wolff von der Sahl, in seiner Rede klar betont. Er machte in seiner Rede deutlich das viele wichtigen Themen der praktischen Landwirtschaft zu wenig Beachtung finden. Herr Wolff von der Sahl (1. Vorsitzinder) machte deutlich, was die Fehlentwicklungen in der Landes- und Kommunalpolitik Niedersachsens bei den Themen Wolf, Grundsteuer und Agrarstrukturgesetz für die heimische Landwirtschaft bedeuten. Wolff von der Sahl betonte auch, das die Kommunalpolitik sich mehr proaktiv gegen Politische Entscheidungen der höher angesiedelten Politikebenen engagieren muss. Ein Beispiel ist das Thema „EU-Natur-Wiederherstellungsverordnung“, welches bei den Landratskandidaten Beachtung finden muss.

Mit dem gelungenen Austausch wurde ein starkes Signal für den offenen Dialog zwischen Dialog zwischen Landwirtschaft, Politik und Gesellschaft in der Region gesetzt.

Foto: von l. nach r. Elisa Pape, Mark Widdecke, Martin Klein, Karl-Friedrich Wolff von der Sahl, Torsten Wendt, Malte Schneider, Steffen Bartels, Volker Meier