Großer Polizeieinsatz im Ring-Center

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Ring-Center am Berliner Platz, 20.10.2026, 15:25 Uhr

67-jähriger Mann richtet trotz Androhung von Schusswaffengebrauch Anscheinswaffe auf Polizeibeamte

Am 20.10.2026, gegen 15:25h, wurde die Polizei per Notruf durch einen Passanten alarmiert, der am Ring-Center am Berliner Platz eine männliche Person mit einer angeblichen Maschinengewehrattrappe auf einer Bank sitzend gesehen habe.

Aufgrund dieser Beobachtung wurden umgehend diverse Einsatzkräfte zur genannten Örtlichkeit entsandt.

Auf Nachfrage durch die eingesetzten Kräfte teilte der meldende Passant am Einsatzort mit, dass er nicht ausschließen könne, dass es sich bei der Attrappe und eine echte Waffe handelt. Zudem gab er an, dass es sich um zwei männliche Personen handeln solle, die Zugriff auf die angebliche Attrappe haben sollen.

Aufgrund der Angaben des Zeugen betraten die Einsatzkräfte umgehend das Ring-Center und sahen dort zwei ältere, männliche Personen, die an einem Tisch saßen. Zwischen den beiden Personen befand sich ein Einkaufswagen, in dem sich die erwähnte, angebliche Maschinengewehrattrappe befand.

Die Einsatzkräfte forderten die beiden Männer unter Vorhalt der dienstlichen Schusswaffe auf, die Hände zu heben. Da dieser Aufforderung nicht nachgekommen wurde, erfolgte eine weitere, lautstarke Aufforderung seitens der Einsatzkräfte. Daraufhin ergriff einer der Männer die im Einkaufswagen liegende, angebliche Maschinengewehrattrappe und richtete sie direkt auf die Einsatzkräfte.

Dass es in diesem Moment nicht zu einer Schussabgabe seitens der einschreitenden Kräfte kam, ist lediglich dem Umstand zu verdanken, dass diese die Maschinengewehrattrappe aufgrund entsprechender Kenntnisse tatsächlich in dem entscheidenden Augenblick als Anscheinswaffe erkannten.

Im Anschluss wurden beide Männer durch die Einsatzkräfte zu Boden gebracht. Dagegen sperrten diese sich und leisteten Widerstand.

Bei den Männern handelt um zwei Personen im Alter von 67 und 58 Jahren. Beide waren zum Vorfallszeitpunkt augenscheinlich alkoholisiert, weswegen ihnen eine Blutprobe entnommen wurde.

Die Anscheinswaffe wurde durch die einschreitenden Beamten beschlagnahmt und es wurden Strafverfahren wegen tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte sowie ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen dem Führen einer Anscheinswaffe im öffentlichen Raum eingeleitet.

Aufgrund des Vorkommnisses im Ring-Center und der sich in letzter Zeit häufenden Vorfälle hinsichtlich dem Mitführen von täuschend echten Replikaten von Waffen im öffentlichen Raum, bezieht der Leiter der Polizeiinspektion Braunschweig, Thomas Bodendiek, entsprechend deutlich Stellung: „Wer in der Öffentlichkeit mit Anscheinswaffen hantiert, riskiert im extremsten Fall sein Leben!“