Amphibien wanderten auch in diesem Jahr schon im Februar

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26.08.2026

Veltheim/Ohe. Zu einer Besprechung trafen sich die Mitglieder der Veltheimer Amphibienschutzgruppe. Seit 41 Jahren wird notiert, wann Amphibien zwischen Klein-Veltheim und Schulenrode mit ihrer Wanderung beginnen und wann die Wanderung endet. Statistisch wird auch erfasst, welche und wie viele Tiere gesichtet werden. Allerdings wird meist nur eine Stunde pro Abend gezählt, sodass die Zahlen nicht aussagekräftig sind, da die Tiere die ganze Nacht wandern.

In den Anfangsjahren begann die Wanderung meist erst Mitte März. In diesem Jahr wanderten die ersten Tiere bereits am 25. Februar, da die Bodentemperatur bei 8°C lag – ab 5°C und möglichst Regen fühlen sich Amphibien am wohlsten. „Bedingt durch den menschengemachten Klimawandel beginnt die Wanderung im Durchschnitt 14 Tage früher“, so Heinz Künne. Wenn dann nochmals eine Kälteperiode eintritt, graben sich die Tiere wieder in die Erde, verlieren dadurch Energie und können es so oft nicht immer bis zum Laichgewässer schaffen und sterben.

Die Amphibienschützer mussten in diesem Jahr bis zum 25. März die Straße kontrollieren und nach Tieren Ausschau halten, da immer noch vereinzelt Tiere wanderten. Insgesamt wurde die Straße für den Verkehr an 17 Abenden von 18.30 bis 5.00 Uhr gesperrt, damit keine Tiere überfahren werden. „Wir lassen die Straße nur sperren, wenn auch Tiere wandern, kontrollieren aber an allen Tagen die Wanderung“, machte Bettina Pohl deutlich.

„In diesem Jahr wurden nur 22 Tiere totgefahren, solche, die schon vor dem Zeitpunkt der Absperrung über die Straße wanderten und keine Chance vor den Reifen der Autos hatten“, berichtete Diethelm Krause-Hotopp. Insgesamt wurden in 38 Stunden 324 Tiere gezählt. Wer Interesse an einer Mitarbeit hat, kann gern Kontakt aufnehmen unter 05305-2802 oder 05306-3693.

Foto (privat): Mitglieder der Veltheimer Amphibienschutzgruppe trafen sich im Lindenhof in Veltheim zur Besprechung.