Breske im Gespräch mit Immobilienexperten: Private Investitionen beim Wohnungsbau stärker nutzen

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Wohnraum wird gebraucht. Aber muss die Gemeinde deshalb selbst bauen, Millionen investieren und das wirtschaftliche Risiko tragen? Bürgermeisterkandidat Tobias Breske sieht hier noch andere Möglichkeiten. Darüber hat er sich mit Moritz Krüger, Geschäftsführer von MK-Immobilien in Cremlingen, ausgetauscht.

Krüger kennt den Immobilienmarkt vor Ort seit Jahren. Er weiß, welche Wohnungen nachgefragt werden, welche Projekte sich rechnen und wo es schwierig wird. Dazu kommt der direkte Kontakt zu Bauherren, die bereits mehrere Objekte in Cremlingen erfolgreich gebaut haben.

Für Breske ist diese Erfahrung wichtig. Wer über neuen Wohnraum spricht, müsse auch mit denen reden, die hier tatsächlich bauen und den Markt kennen.

„Wir brauchen Wohnraum in unserer Gemeinde. Die Frage ist aber, ob die Gemeinde dafür immer eigenes Geld einsetzen und selbst das wirtschaftliche Risiko tragen muss. Wenn private Investoren bereit sind zu bauen, sollten wir diese Möglichkeiten viel stärker nutzen“, sagt Breske.

Die Gemeinde hat dabei aus seiner Sicht eine wichtige Aufgabe. Sie kann Flächen entwickeln, Baurecht schaffen und dafür sorgen, dass Bauvorhaben nicht unnötig lange in Verfahren hängen. Und sie kann früh mit Investoren darüber sprechen, was vor Ort gebraucht wird. Das gilt für Wohnungen für Familien ebenso wie für kleinere Wohnungen oder altersgerechten Wohnraum.

Dass privater Wohnungsbau in Cremlingen funktioniert, ist keine Theorie. In den vergangenen Jahren sind bereits mehrere Projekte durch private Bauherren entstanden. Breske möchte deshalb stärker auf diese Erfahrungen zurückgreifen.

Auch der Blick auf den Gemeindehaushalt gehört für ihn dazu.

„Jeder Euro aus dem Gemeindehaushalt kann nur einmal ausgegeben werden. Private Investoren können Wohnungen bauen und dabei auch das wirtschaftliche Risiko übernehmen. Bei unseren Schulen, Kindergärten, Feuerwehrhäusern oder Straßen sieht das anders aus. Dafür ist die Gemeinde verantwortlich.“

Gerade dort sieht Breske in den kommenden Jahren genug Arbeit. Gebäude müssen saniert und Schulen weiterentwickelt werden. Feuerwehren brauchen vernünftige Gebäude und Ausstattung. Straßen und andere kommunale Einrichtungen kosten ebenfalls Geld.

Deshalb müsse genau überlegt werden, wo die Gemeinde selbst als Investor auftreten sollte und wo private Unternehmen die Aufgabe übernehmen können.

„Ich will, dass in Cremlingen gebaut wird. Dazu gehört auch bezahlbarer Wohnraum. Aber wir sollten zuerst schauen, was private Investoren leisten können, bevor wir weiteres Geld der Gemeinde binden und zusätzliche Risiken übernehmen.“

Das Gespräch mit Moritz Krüger hat Breske in dieser Haltung bestärkt. Vor allem der Kontakt zu Bauherren, die Cremlingen bereits kennen und hier erfolgreich Projekte verwirklicht haben, könne bei der weiteren Entwicklung helfen.

„Wir müssen das vorhandene Wissen nutzen und mit den Leuten reden, die hier schon gebaut haben. Was funktioniert in Cremlingen und den einzelnen Ortschaften? Welche Wohnformen werden tatsächlich nachgefragt? Wo gibt es Interesse von Investoren und Bauherren? Und was muss die Gemeinde tun, damit aus einer Idee am Ende auch ein Bauprojekt wird? Genau solche Gespräche möchte ich künftig stärker führen.“

Für Breske bleibt dabei eine klare Priorität: „Wenn privates Geld Wohnraum schaffen kann, sollten wir das nutzen. Unser Steuergeld brauchen wir vor allem für die Aufgaben, die uns niemand abnimmt.“

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Foto: v.l. Bürgermeisterkandidat Tobias Breske und Moritz Krüger Geschäftsführer der MK Immobilien GmbH vor dem aktuellsten Bauprojekt in der Ortschaft Cremlingen (Foto Ulli Schwarze