Pressemeldung
Nach dem aktuellen Entwurf der Satzung zur Nachmittagsbetreuung an Grundschulen in der Gemeinde Cremlingen wäre eine verpflichtende Beteiligung an den Kosten der Mittagsverpflegung vorgesehen – auch dann, wenn Kinder ihr Essen selbst mitbringen. Auf Initiative der SPD wird der Beschluss nun erneut beraten und die endgültige Entscheidung in den Gemeinderat verschoben. Dem war eine längere Diskussion und der vielfache Wunsch über alle Fraktionen hinweg, das Thema noch einmal zu beraten, vorangegangen.
„Zahlreiche Eltern haben uns in den letzten Tagen angesprochen. Dabei wurde deutlich, dass sich viele Eltern ärgern oder wenigstens noch offene Fragen zur neuen Satzung haben“, berichtet SPD-Ratsmitglied Malte Scheffler. Vor allem das Thema Selbstversorgung – also die freie Entscheidung der Eltern darüber, eigenes Essen mitzugeben – sorgt bei vielen Familien für Unverständnis. Nach dem derzeitigen Entwurf wäre diese nicht vorgesehen. Eltern müssten auf jeden Fall für das Mittagessen zahlen, wenn Kinder an der Nachmittagsbetreuung teilnehmen sollten.
„Wir lassen Familien mit diesen Problemen nicht allein. Viele Eltern fragen sich zurecht, warum sie für ein Essen zahlen sollen, das ihr Kind gar nicht in Anspruch nehmen möchte“, erklärt SPD-Bürgermeisterkandidat Jens Drake. „Genau deshalb haben wir darauf gedrängt, dass dieser Beschluss noch einmal auf den Prüfstand kommt.“ Die SPD macht deutlich, dass sie der Satzung in ihrer aktuellen Form nicht zustimmen wird. Ziel sei es nun, gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung eine gute, tragfähige Lösung zu finden, die praktikabel, familienfreundlich und sozial gerecht ist.
„Politik darf nicht an den Menschen vorbei entschieden werden. Eltern brauchen keine zusätzlichen Hürden, sondern verlässliche und faire Regelungen für ihren Alltag“, so Drake weiter.
Die SPD Cremlingen ruft betroffene Eltern ausdrücklich dazu auf, sich weiterhin mit ihren Anliegen, Fragen und Problemen an die SPD-Mitglieder vor Ort zu wenden. Die Rückmeldungen aus den Familien seien wichtig, um gemeinsam tragfähige Lösungen zu erreichen.
Die abschließende Entscheidung zur Mittagsverpflegungssatzung soll am 18. Juni 2026 im Gemeinderat getroffen werden. Bis dahin sind die Anmeldungen der Kinder für die Nachmittagsbetreuung laut Gemeindeverwaltung als vorläufig zu betrachten.


