Dem KVG-Betriebsrat ist die Unterstützung von Kindern wichtig

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Pressemitteilung vom 23.04.2026

Dem KVG-Betriebsrat ist die Unterstützung von Kindern wichtig

Hospizverein: Leben lebenslang fördern – in allen Lebenslagen!

Wer kennt das nicht? Bei „Sitzungen“ geht es manchmal turbulent zu: Hier redet jemand mit der Tischnachbarin, dort klingelt ein Handy… Mit diesen Ärgernissen hatte auch der Betriebsrat der hiesigen KVG (Kraftverkehrsgesellschaft) zu tun. Er beschließt: Wir stellen eine „Meckerdose“ auf. Bei jedem „Vergehen“ wandert mindestens ein Euro in die Dose.

Der Plan: „Am Ende der Amtszeit machen wir uns einen schönen Abend davon“, erzählt Meik Schultze vom Betriebsrat. Doch sie finden keinen gemeinsamen Termin. Dann der Vorschlag: Das Geld wird einer sozialen Einrichtung gespendet. Es soll Kindern zugutekommen und unbedingt in der Region bleiben. So gelangen die „Meckerdosen-Euro“ schließlich beim Hospizverein Wolfenbüttel – nachdem sie noch auf eindrucksvolle 500 Euro „aufgerundet“ worden sind.

Im Hospizverein gibt es seit dem Herbst 2024 ein Gruppenangebot für Kinder, die um jemanden trauern. Zum Gespräch mit den beiden Betriebsrats-Vorsitzenden Patrick Oelmann und Meik Schultze ist auch Käthe Stempin vor Ort. Sie ist eine der fünf Trauerbegleiterinnen, die sich zusätzlich für trauernde Kinder qualifiziert haben. „Kinder trauern anders als Erwachsene“, erläutert Käthe Stempin. Einmal in der Woche trifft sich die Gruppe für zwei Stunden im HospizZentrum in Wendessen. Es wird erzählt, viel gespielt und gebastelt. Für das Material braucht der Verein regelmäßig Spenden – oder auch mal für einen kleinen Ausflug.

Die beiden Betriebsräte sind überzeugt, dass sie eine gute Entscheidung getroffen haben. Über die Arbeit mit Kindern hinaus gilt ihr Interesse auch den übrigen Leistungen des Hospizvereins: der Begleitung von schwerstkranken Menschen zu Hause oder auch im Pflegeheim, den Voraussetzungen für einen Aufenthalt im Hospiz, der Finanzierung… Und immer wieder geht es um die Menschen: Wie gehen sie mit der Diagnose einer Erkrankung um, die zum Tod führen wird? Wie geht es den Angestellten im Hospiz und den Ehrenamtlichen, die so häufig mit Sterben und Tod konfrontiert sind?

Für die vielen Themen reicht die Zeit nicht – die heutige Betriebsratssitzung steht an. So können nicht alle Fragen beantwortet werden. Ulrike Jürgens, langjährige Sterbebegleiterin und Vorständin, lädt zu einer Fortsetzung des Gesprächs ein – auch mit weiteren Mitgliedern des Gremiums. Die beiden Besucher greifen den Vorschlag gerne auf. Sie nehmen die Wahrnehmung mit, dass in diesem hellen und freundlichen Haus viel Leben ist. Gerade auch in den letzten Lebenstagen darf das Leben sich entfalten. „Leben bis ganz zuletzt“ ist das Leitmotiv im Hospizverein.

Bildunterschrift: Käthe Stempin, Trauerbegleiterin für Erwachsene und auch für Kinder, nimmt die Spende des Betriebsrats vom Vorsitzenden Patrick Oelmann (rechts) und seinem Vertreter Meik Schultze gern entgegen. Foto: Hospizverein