Klare Wünsche und viele Ideen: Austausch mit dem Seniorenkreis Weddel

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Pressemeldung

Weddel. Wie lebt es sich im Alter im eigenen Ort und was braucht es, damit das so bleibt? Genau darüber hat sich Bürgermeisterkandidat Tobias Breske gemeinsam mit den Ortsräten Anke Ilgner und Michael Schwarze mit Silvia Simon, der Vorsitzenden des Seniorenkreises Weddel, und ihrer Stellvertreterin Margit Heinze ausgetauscht.

Der Seniorenkreis ist eine feste Größe im Ort. Regelmäßig kommen 30 bis 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen und insgesamt gehören dem größten Seniorenkreis in der Gemeinde Cremlingen über 100 Mitglieder an. Entsprechend deutlich wurde im Gespräch, wie wichtig funktionierende Strukturen vor Ort sind.

Ein zentrales Thema: Räume für die Begegnung. Für Treffen, Vorträge und gemeinsame Aktivitäten fehlt es in Weddel an ausreichend großen und zeitlich – auch vormittags – wie räumlich flexibel nutzbaren barrierearmen Möglichkeiten.

Barrierearm“ oder „barrierefrei“ berücksichtigt dabei nicht nur den räumlichen Zugang in möglichst geringer Entfernung vom Zuhause, sondern auch altersbedingt eventuell beeinträchtigtes Hören oder Sehen. Zwar wird aktuell das Paul-Gerhardt-Haus genutzt, doch perspektivisch wünschen sich die Aktiven eine flexiblere Lösung. Im Gespräch waren verschiedene Optionen, von leerstehenden Gebäuden bis hin zur stärkeren Nutzung vorhandener Einrichtungen.

Kritisch angesprochen wurde auch der Zustand vieler Fußwege im Ort. Gerade für ältere Menschen, die auf Rollator oder andere Hilfsmittel angewiesen sind, wird das zunehmend zum Problem, an manchen Stellen sogar zur echten Gefahr. Unebene oder schlecht gepflegte Wege sind unfallträchtig und schränken die Beweglichkeit und die Aktivitäten älterer Menschen im Ort im Alltag spürbar ein.

Ebenso wurde deutlich, wie wichtig den Beteiligten eine räumliche Nähe der Angebote ist. „Wohnortnah“ sei dabei mehr als ein Schlagwort. Es gehe um kurze Wege, vertraute Orte und darum, dass Begegnung und Teilhabe am Leben außerhalb des eigenen Zuhauses im Ort im Alltag unkompliziert möglich bleiben. Angebote wie Sitzgymnastik, Vorträge, Gesprächsrunden, gemeinsame Fahrten oder Veranstaltungen zeigen, wie aktiv der Seniorenkreis ist, stoßen aber zunehmend an organisatorische Grenzen.

Auch praktische Fragen kamen zur Sprache. Wie können ältere Menschen im Alltag besser unterstützt werden, etwa bei Bankgeschäften? Wie lässt sich Mobilität im Ort verbessern? Ideen wie ein flexibles Busangebot oder niedrigschwellige Unterstützungsangebote wurden diskutiert.

Für Tobias Breske steht nach dem Termin fest: „Der Seniorenkreis zeigt, wie viel Engagement und Gemeinschaft in Weddel steckt. Gleichzeitig sieht man sehr klar, wo es hakt, vor allem bei Räumen, Abstimmung und Erreichbarkeit. Das sind Themen, die wir anpacken müssen.“

Einigkeit bestand darin, den Austausch fortzusetzen. Denn die vielen Ideen aus dem Gespräch sollen nicht in der Schublade verschwinden, sondern Schritt für Schritt in konkrete Lösungen überführt werden.

Bildunterschrift: Ideenreicher Austausch mit den Vorsitzenden des Weddeler Seniorenkreises: v.l. Bürgermeisterkandidat Tobias Breske, Silvia Simon, Margit Heinze, Michael Schwarze, Anke Ilgner