Pressemeldung
Der Schützenverein Schandelah steht vor einer entscheidenden Phase. Auf Einladung des ersten Vorsitzenden Henning Walschek hat sich CDU-Bürgermeisterkandidat Tobias Breske vor Ort ein Bild von der Situation gemacht. Sein Eindruck ist klar: Die Lage ist deutlich ernster, als man von außen vermuten könnte.
Die Räumlichkeiten des Vereins sind sichtbar in die Jahre gekommen. Ihr Zustand ist inzwischen so, dass ein geregelter Schießbetrieb dort nicht mehr dauerhaft verantwortbar aufrechterhalten werden kann. Eine grundlegende Sanierung ist aus Sicht der Verantwortlichen unvermeidbar.
Damit der Trainingsbetrieb zumindest eingeschränkt weiterlaufen kann, musste der Verein bereits reagieren. Die derzeit sechs aktiven Schützen werden vorübergehend auf den Partnerverein in Veltheim ausweichen müssen. Der Umzug soll im Herbst vollzogen werden. Für den Verein ist das allerdings keine tragfähige Lösung auf Dauer.
Denn der Schützenverein ist weit mehr als nur ein Ort für den sportlichen Schießbetrieb. Er ist Treffpunkt, Anlaufstelle und Teil des dörflichen Miteinanders in Schandelah und gerade deshalb wiegt die aktuelle Entwicklung schwer. Die Lage ist noch bedenklicher, weil der Verein in den vergangenen Monaten bei der Jugendarbeit wieder positive Signale für die Zukunft gesetzt hat. Acht Jugendliche engagieren sich inzwischen im Verein.
„Der Schützenverein ist ein wichtiger Teil des Dorflebens in Schandelah. Es wäre ein großer Verlust, wenn diese Struktur wegbricht“, sagt Tobias Breske nach dem Gespräch vor Ort. „Gerade die sich positiv entwickelnde Jugendarbeit zeigt, dass hier Zukunft drinsteckt, und das darf jetzt nicht ausgebremst werden.“
Auch der erste Vorsitzende Henning Walschek beschreibt die Situation klar und offen. „Das ist im Moment eine absolute Notlösung. Wir können so eine Zeit lang überbrücken, aber wenn es uns nicht gelingt, den Verein in seinem Heimatort Schandelah wieder sichtbar zu machen, wird es schwierig“, so Walschek. Aus seiner Sicht braucht es spätestens innerhalb der kommenden zwei Jahre eine tragfähige Perspektive.
Für Breske steht fest, dass die Entwicklung nicht einfach ausgesessen werden darf. „Wir müssen jetzt gemeinsam schauen, wie wir den Schießbetrieb wieder in Schandelah ermöglichen können. Dafür braucht es einen geeigneten alternativen Standort. Bei der Suche sollten wir dem Verein als Politik behilflich sein.“
Breske kündigt an, sich aktiv in die Suche einzubringen. „Ich will als Bürgermeisterkandidat ganz konkret dabei unterstützen, Lösungen zu finden und Gespräche anzustoßen. Es geht darum, schnell Klarheit zu bekommen, wie und wo der Verein in Schandelah wieder eine Perspektive hat.“
„Wenn wir wollen, dass unsere Vereine auch künftig das Dorfleben tragen, dann müssen wir die Vereine in solchen Situationen hilfreich unter die Arme greifen. Es geht um Ehrenamt, um Nachwuchs – und ganz konkret darum, dem Schützenverein wieder eine Heimat im Ort zu geben.“
Die kommenden Monate werden damit entscheidend sein. Für den Verein, für die Jugendarbeit und für die Frage, welchen Stellenwert das Ehrenamt in der Gemeinde künftig hat.


