Die alte Pferdespritze ist „angekommen“ Kleines Spritzenhaus wurde feierlicheingeweiht

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Pressemitteilung   –   Feuerwehrverein Werlaburgdorf   –    Frank Oesterhelweg

Werlaburgdorf. Das vergangene Wochenende war in Werlaburgdorf wahrlich ein Grund zum Feiern. Nach sorgfältiger Vorarbeit und hunderten ehrenamtlich geleisteter Arbeitsstunden wurde das Kleine Spritzenhaus eingeweiht, die historische Pferdespritze der Wehr hat nun ein angemessenes Domizil gefunden.

Feierlicher Einzug und ein fröhliches Fest

Bereits am Nachmittag haben sich zahlreiche Werlaburgdorfer im Gerätehaus getroffen, um sich bei Kaffee und Kuchen Bilder aus der Bauphase anzuschauen. Am Abend waren esicher bald 400 Gäste, die den von Fackeln begleiteten kleinen Umzug in der Abenddämmerung am Feuerwehrgerätehaus im Westendorf in Empfang nahmen, Feuerwehrkameraden befreundeter Wehren säumten die StraßeVorweg marschierten Ortsbrandmeister Matthias Hartlich, begleitet von der Standarte der Wehr, mit Regierungsbrandmeister Tobias Thurau undGemeindebrandmeister Daniel Zalesinski. Auch Kreisbrandmeister Florian Graf und Abschnittsleiter Alexander Steek waren Gäste der Veranstaltung. Nach den Offiziellen der Feuerwehr kam die von Wenzel und Kalli, zwei Welsh Cob D von Janine und Friederike Moder, gezogene Pferdespritze  ein herrlicher Anblick, den wohl kein Werlaburgdorfer bisher erleben durfteMusikalisch begleitet wurden sie vom Spielmannszug der Schützenbrüderschaft Hornburg, nach der Werlaburgdorfer Wehr  ebenso mit Fackeln ausgestattet wie die Kinder und Jugendfeuerwehr – folgte noch ein alter Schlepper mit dem ebenfalls historischen Schlauchwagen. Nach der Ankunft am Gerätehaus im Westendorf erfolgte bei den fröhlichen Klängen des Spielmannszuges der feierliche Einzug der historischen Spritze in das Kleine Spritzenhaus. Der Begrüßung durch den Ortsbrandmeister folgten Grußworte von Bürgermeister Martin Schulze (für die Politik), Landrätin Christiana Steinbrügge (für den Zukunftsfonds Asse) sowie – für die Feuerwehren – Gemeindebrandmeister Daniel Zalesinski. Alle lobten das großartige ehrenamtliche Engagement sowie die vorbildliche Kameradschaft der Werlaburgdorfer Feuerwehr. Nach Dankesworten von Matthias Hartlich wurde bei gutem Wetter und stimmungsvoller Beleuchtung kräftig gefeiert, Grill und Getränkestand waren dicht umlagert.

Eine Werlaburgdorfer Besucherin fasste die Stimmung beim Einzug der Spritze wohl treffend zusammen: Das war ein wunderschönes Bild, mir ist das richtig zu Herzen gegangen, so meinte sie.

Die alte Pferdespritze und das Kleine Spritzenhaus

Nach der Gründung der Burgdorfer Feuerwehr im Jahre 1894 war die Beschaffung der Pferdespritze zwei Jahre später ein enormer technischer Fortschritt. Bis 1942 ist sie im Dienst gewesen, untergebracht bis 1974 im dann abgerissenen Spritzenhaus am Lahberg, danach in verschiedenen Schuppen und Unterständen.

Irgendwann wurde die Idee geboren, für die Pferdespritze eine angemessene Unterbringung zu schaffen, um sie sicher aufbewahren, für die Nachwelt erhalten und auch zeigen zu können. Eine Zeichnung von Henning Plumeyer für ein neues Gebäude lag vor, fristete aber ein jahrelanges, einsames Dasein „in der Schublade“. Im Jahr 2023 fand sich eine neue Gruppe in der Freiwilligen Feuerwehr zusammen, die sogenannten Uhus begannen endlich mit der Umsetzung des Projekts. Beim 130jährigen Jubiläum der Wehr im Jahr 2024 fiel der Startschuss für den Bau des Kleinen Spritzenhauses, eine Sammlung unter den zahlreichen Gästen des Festfrühstücks erbrachte mit dem stolzen Betrag von gut 1400 Euro ein ordentliches Startkapital.

Nach Erledigung aller Formalitäten, Eingang der benötigten Genehmigungen und gründlicher Vorbereitung erfolgte am 11. Juli 2025 der erste Spatenstich, bis zur Winterpause wurde konzentriert gearbeitet. Die Bauleitung übernahm Ortsbrandmeister und Feuerwehrvereinschef Matthias Hartlich, für den Schreibkram von Zuschussanträgen bis Pressearbeit ist Frank Oesterhelweg zuständig und – „ohne Mampf kein Kampf“ – für die Verpflegung Bernd Isaak.

Es gibt noch viel zu tun

Natürlich ist auch nach der offiziellen Einweihung noch viel zu tun. Im Frühjahr wird das Dach des unmittelbar angrenzenden Gebäudes wieder hergerichtet, dann erhält das Kleine Spritzenhaus auch sein Gründach. Malerarbeiten im Inneren, die Installation der Elektrik und Arbeiten an der Inneneinrichtung stehen ebenfalls noch an.

Eine Investition in die Tradition und für die Zukunft

Mit allen Neben- und Zusatzkosten dürfte das Projekt Kleines Spritzenhaus sicher 28.000 € bis 30.000 € kosten. Einen großen Teil dieser Kosten – 90 % der ursprünglich veranschlagten Summe von 23.000 € – übernimmt der Zukunftsfonds Asse. Eigenanteile und Zusatzprojekte wie Inneneinrichtung und Elektrik trägt der Feuerwehrverein, der am Ende sicher mehr als 1500 Stunden ehrenamtlicher Arbeit investiert haben wird.„Dafür“, so Matthias Hartlich, „sind wir ebenso sehr dankbar wie auch für die Spenden der Bevölkerung, die Leistungen befreundeter Unternehmen und die tatkräftige Hilfe vieler beim Bau, beim Richtfest und der Einweihung!“

Text und Photos: Frank Oesterhelweg