Dr. Diethelm Krause-Hotopp
– Pressesprecher – Cremlingen, den 10.03.2026
Cremlingen: Auf der jüngsten Sitzung des Cremlinger Gemeinderats wurde der Doppelhaushalt 2026/27 mehrheitlich mit den Stimmen von SPD/GRÜNEN und LINKE angenommen, die CDU-Fraktion stimmte wieder dagegen.
In seiner Vorstellung des Haushalts hatte der Kämmerer Hartmut Mayer auf die aktuelle schlechte Haushaltssituation hingewiesen. Leider weist der Haushalt ein Defizit von über 4 Millionen auf. Da die Verwaltung bereits Einsparpotentiale in die Aufstellung des Haushaltes eingearbeitet hatte, gelang es auch den aus der Politik eingesetzten Arbeitsgruppen nicht, weitere Einsparpotentiale ausfindig zu machen.
Einigkeit bestand darin, den Bürgerhaushalt, bisher 100.000 € pro Jahr für die 10 Ortschaften, zu kürzen, über die Einsparsumme wurde jedoch gestritten. Während die CDU/FDP nur noch 25.000€ für die Ortschaften einstellen wollte, setzten sich SPD und GRÜNE mit 50.000 € durch.
„Bei 25.000 € kommt in den Orten ja kaum etwas an“, so Ulrike Siemens, Mitglied im Finanzen, Wirtschaft und Gemeindeentwicklungsausschuss.
Kürzungen wären bei den freiwilligen Leistungen möglich, die aber nur ca. 4 % der Aufwendungen der Gemeinde ausmachen, worunter u. a. der Unterhalt der Dorfgemeinschaftshäuser, Turnhallen und Sportplätze sowie das Freibad am Elm fallen. Der größte Teil der Aufwendungen sind Pflichtaufgaben der Gemeinde, wozu u. a. die Feuerwehren, Kitas und Schulen zählen.
In seiner Haushaltsrede machte Diethelm Krause-Hotopp (GRÜNE) deutlich, dass der Bund und das Land ihrer Verpflichtung immer weniger nachkommen, die Kommunen ausreichend zu finanzieren.
Außerdem wies er darauf hin, dass SPD und GRÜNE in den letzten Jahren gut gewirtschaftet haben. „Unsere bilanzielle Gesamtrücklage beträgt gegenwärtig noch ca. 14 Millionen. Andere Kommunen, z.B. die Einheitsgemeinde Lehre, haben jetzt schon ein Minus von 29 Millionen.“
Außerdem hob er die Vorteile eines Doppelhaushaltes gegenüber einem Haushalt für nur ein Jahr hervor. Dieser habe eine größere Planungssicherheit und entlaste die Verwaltung. Ein großes Plus ist weiterhin die Vermeidung einer vorläufigen Haushaltsführung im zweiten Jahr, so dass z. B. Investitionen ab Beginn des Jahres erfolgen können. Dies kommt besonders auch den Ortschaften zugute, die ihre Ideen gleich umsetzen können. „Ein Nachtragshaushalt kann jederzeit in der laufenden Haushaltsperiode mit einer demokratischen Mehrheit erfolgen.“, so die Co-Fraktionsvorsitzende Tina Jäger.
Den Vorwurf der CDU, der von der Verwaltung vorgelegte Doppelhaushalt sei undemokratisch, wies Diethelm Krause-Hotopp scharf zurück. Auf Wahlkampfrhetorik bei dem wichtigen Thema Haushalt sollte die CDU verzichten. Das kommt auch bei den Wählerinnen und wählern nicht gut an!“
Foto (privat): Die Ratsfraktion der GRÜNEN im Cremlinger Gemeinderat: v.l.: Horst Gilarski, Diethelm Krause-Hotopp, Ulrike Siemens, Tina Jäger und Bernhard Brockmann.


